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TWH-Notvermittlung TWH, die ein neues Zuhause suchen - WICHTIG! Keine Wolfshunde ähnliche Hunde. NUR Hunde mit Papieren

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Old 18-02-2007, 15:03   #1
2bach
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Ounara ist eine gut erzogene, kastrierte Hündin (natürlich gechipt, geimpft, entwurmt). Rassebedingt ist sie fremden gegenüber zuerst sehr skeptisch, was jedoch bereits nach kurzer Zeit einer ordentlichen Portion Neugierde weicht. Sie ist wachsam und schlägt auch an, lässt sich jedoch auch problemlos abrufen.
Sie liebt die Bewegung und den Sport und möchte gerne beschäftigt werden (gerne Agility, Fahrradfahren, usw).
Sie braucht den Menschenkontakt und möchte gerne dabeisein, bleibt aber auch alleine.
Wir müssen sie leider abgeben, weil sie sich nicht mit unseren anderen Hunden verträgt. Vor einem halben Jahr ist es zwischen ihr und einer unserer Huskyhündinnen so eskaliert, dass wir die Huskyhündin schweren Herzens abgegeben haben(kleine bis mittlere Beißereien mit kaputten Ohren, Dreiangeln in den Beinen o.ä. schrecken uns noch nicht!). Daraufhin haben wir uns dann einen Husky-Welpen geholt, in der Hoffnung, dass dieser mit ihr aufwächst und so beide miteinander auskommen. Mit den beiden alten Hunden gibt es auch keine nennenswerten Probleme. Mit dem Welpen (5 Monate) fangen die Probleme jetzt jedoch genauso an, wie es vor einem Jahr mit der Huskyhündin war. Es ist momentan noch nicht spektakulär, aber wenn ein Hund den ganzen Nachmittag nicht zum restlichen Rudel darf, sondern am besten nur in einer Ecke des Grundstücks stehen soll, dann ist das nicht das optimale Rudelleben (zumindest nicht wie wir es uns vorstellen).
Es könnte vielleicht zum Teil mit Eifersucht zu tun haben, liegt aber glaube ich eher an einer anderen Vorstellung zum Thema Unterwerfung, das die Huskys gegenüber den TWHs haben.

Hier ein paar Bilder von Ounara:

















2bach jest offline   Reply With Quote
Old 18-02-2007, 17:55   #2
hanninadina
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Ouna wird langsam erwachsen. Freundlich ausgedrückt würden jetzt einige sagen, sie zeigt zickiges Verhalten....

Wer ist denn bei euch der Rudelchef? Konnte der nicht mal Quna klar machen, dass der Rudelchef das mobbing nicht duldet? Ist mir schon klar, dass man dafür die Zeit haben muss, die "Tölchen" ständig beobachten muss.

Ist schade, dass ihr sie habt kastrieren lassen. Sie ist eine wunderschöne Hündin. Es gibt kaum noch TWHS mit so kleinen wolfstypischen Dreiceksohren!

Wichtig sollte auch sein, falls ihr es nicht ernsthaft nochmal versuchen wollt, dass es absolut durchsetzfähige konsequente menschen sein müssen, die sie nehmen. Denn sie zeigt ja offensichtlich zur Zeit, dass sie das sagen hat.

Wie verhält sich Ouna denn, wenn ihr allein mit ihr auf z.B. Hundewiese geht, wo sie vielleicht nicht jeden Tag ist? Zeigt sie dort auch Mobbing-Tendenzen?

Da sie mit den beiden älteren Hunden klar kommt, ist das Problem ja eigentlich nicht so groß. Anstatt dass sie die offensichtlich nicht so selbstbewussten Hunde klein hält - erst die von euch abgegebene Hündin und jetzt den Welpen - zeigt eigentlich, dass ihr ihr eigentlich klar machen könntet, dass ihr das nicht duldet. Ich weiss, einfach gesagt, soll auch nur eine Anregung sein. Würde sie alle eure 3 anderen Hunde mobben, wäre das eine klare Sache. Aber so... Es kommt natürlich schon mal vor, dass eine TWH radikal die Unterwürfigkeit mit auf den Rücken legen und Kehle darbieten einfordert. tut der andere hund das nicht, wird eben handgreiflich nachgeholfen. Das kommt bei anderen Rassen auch vor. Mir ist natürlich klar, dass wenn eine TWH-Hündin das tut, das schon eine Nummer heftiger sein kann. Und manchmal ist es eben leider so, dass der Streit zwischen Hündinen außer Kontrolle gerät. Und dann ist es sicherlich besser, damit alle zur Ruhe kommen, sich von einem der "Problemfälle" zu trennen.

Ich drück euch die Daumen.

Christian
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Old 19-02-2007, 12:37   #3
Garou
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...bei mir funktionieren die bilder leider nicht.
__________________
Ja, ich rauche..... aus gesundheitlichen Gründen !
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Old 19-02-2007, 14:17   #4
2bach
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Hallo,ich hoffe,dass das mit den Bildern bald wieder hinhaut-spaetestens heute abend,wenn mein Mann wieder da ist(ich bin eine Computernull).Wir haben leider erfahren,dass die Probleme sich wahrscheinlich nicht loesen lassen,da die Kommunikation zwischen Huskies und den TWHs nicht wirklich uebereinstimmt....Gruss Annette
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Old 19-02-2007, 14:55   #5
Frauke
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Originally Posted by 2bach
Hallo,ich hoffe,dass das mit den Bildern bald wieder hinhaut-spaetestens heute abend,wenn mein Mann wieder da ist(ich bin eine Computernull).Wir haben leider erfahren,dass die Probleme sich wahrscheinlich nicht loesen lassen,da die Kommunikation zwischen Huskies und den TWHs nicht wirklich uebereinstimmt....Gruss Annette
Hm,
also das ist sicherlich eine unangemessene Verallgemeinerung.
Dass Huskies und TWH grundsätzlich nicht auf der gleichen Kommunikationsebene schweben halte ich für ausgeschlossen, denn bei mir klappt das hervoragend und ich glaube hier im Forum sind noch andere Mitglieder, die TWHs mit Huskies zusammen halten.
Was durchaus vorkommt ist, dass (wie es das bei Menschen auch gibt) zwei Individuen einfach nicht miteinander zurecht kommen, das ist schlimm aber es kommt vor und da kann dann auch niemand etwas für. Nun habt ihr die Situation aber zum zweiten Mal und es steht zu befürchten, dass die beiden Alten evtl auch später angemacht werden. (Nicht jeder Hund hat "Lust" in einem Rudel zu leben.
Auch wenn ich wenig davon halte Hunde "abzuschieben" scheint mir die Vermittlung von Ounara in dieser Situation sinnvoll.
Alllerdings wäre sicherzustellen, dass es ihr möglichst nicht nochmal zugemutet wird das Zuhause zu wechseln.
In der Konsequenz würde das heißen, dass sie nicht wieder in ein Rudel zu vermitteln wäre.
Aufgrund der bestehenden Probleme habt ihr bevor die Entscheidung zur Abgabe gefallen ist, doch bestimmt eine(n) gute(n) Hundetrainer(in) konsultiert.
Mit diesem Trainer wäre auf jeden Fall abzusprechen wie Ounaras neues Zuhause beschaffen sein sollte.
Lg
Fraukie
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Old 19-02-2007, 15:44   #6
Draco
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Hallo zusammen,

ich kann da Frauke nur zustimmen. Auch wir haben zwei Huskies (Rüde und Hündin) und einen TWH. Allerdings einen Rüden. Ich muss sagen, dass diese beide Rassen sehr gut mit einander harmonieren und kommunizieren. Da auch beide Rassen, was das Spielen betrifft, etwas "rauer" sind. Da ich nun mal kein grosser "Wissenschaftler" auf dem Gebiet der Hundeerziehung, -haltung, -training usw. usf. bin, würde ich einfach mal tippen, dass es halt zwei Hündinnen waren, die da aneinander gerasselt sind. Und das ist ja bekanntlich nix unübliches, sobald sie geschlechtsreif sind; egal welche Rasse, es kann halt immer mal passieren. - Ich hoffe, dass für Ounara ein guter Platz gefunden wird.

LG, Angela
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Old 19-02-2007, 16:56   #7
hanninadina
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Wie FRauke schon sagt, die Hilfe einer Externen Person kann schon die Augen öffnen, manchmal ist man ja auch "betriebsblind" und übersieht, dass es vielleicht doch den ein oder anderen Weg gibt, Ouna klar zu machen, dass sie nicht alle Hündinen mobben soll. Da sie es bei dem Welpen "schon wieder" beginnt, liegt es auch ein wenig auf der Hand - bitte nicht falsch verstehen -, dass ihr da nicht entsprechend gegen gewirkt habt, weil man bei einem Welpen ja insoweit schon die Möglichkeit hat, etwas anders zu machen, damit es eben klappt. Wie heißt es so schön, die Verantwortlichen sind immer die am anderen Ende der Leine und nicht die Hunde. Aber wie schon gesagt, manchmal geht es tatsächlich nicht. Und Ouna wäre nicht die erste TWHündin, die nicht mit anderen Hündinen klar kommt.

Obwohl, was sind denn die beiden älteren Huskys vom Geschlecht, Rüden oder? Da sie kastriert ist, kann man das auch nicht so auf Hündinen mobben Hündinen schieben. Seit wann ist sie denn kastriert? Jedenfalls schade um sie, sie sieht klasse aus.

Christian

P.S. Einen guten Hundetrainer und dann noch Rasse erfahren, das ist fast aussichtslos.
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Old 19-02-2007, 18:51   #8
2bach
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Zuerst einmal: Die beiden älteren Hunde sind Hündin (8 Jahre) und Rüde (11 Jahre). Beide sind schon ewig kastriert.
Ounara wurde auch "früstmöglich" kastriert.
Die von uns abgegebene Hündin, mit der sie sich "zerstritten" hatte war auch kastriert.
Die neue Hündin (5 Monate) ist natürlich noch nicht kastriert.
Der Welpe ergibt sich auch. Es ist also nicht so, dass sie es nicht könnte oder nicht tun würde. Es scheint mehr die nicht genügende Dauer des Unterwerfens zu sein.

Es würde mich auch noch interessieren, wen wir nach Eurer Meinung wie zurechtweisen sollen/sollten, bzw. wen wir wie hätten beeinflussen sollen.

Wir hatten übrigens eben jemanden zu Besuch, der mehrere Malamuten und einen TWH hat und die Situation genauso einschätzt wie wir.

Gruß

Annette

P.S: Falls jemand noch ein paar Ideen hat, würde ich ansonsten lieber telefonieren, da ich mit dem Computer (wie gesagt) nicht so gut kann
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Old 19-02-2007, 19:25   #9
Frauke
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Originally Posted by 2bach
Es würde mich auch noch interessieren, wen wir nach Eurer Meinung wie zurechtweisen sollen/sollten, bzw. wen wir wie hätten beeinflussen sollen.

Wir hatten übrigens eben jemanden zu Besuch, der mehrere Malamuten und einen TWH hat und die Situation genauso einschätzt wie wir.
Hi Du,
bei der Zurechtweiserei scheiden sich die Geister,
Christian scheint drauf zu schwören (er hält allerdings auch kein Rudel), ich persönlich greife so wenig wie möglich ein (eigentlich nur, wenn Einer aus gesundheitlichen Gründen der Schonung bedarf), da ich der Meinung bin, dass sie sich ja auch vertragen müssen wenn ich mal nicht zu Hause bin und ich die Sorge hätte mit meiner Eingreiferei Frust zu schüren, der sich dann entläd, wenn die Wuffeln unter sich sind.
Da wäre es schön, wenn sich hier mehr Rudelhalter zu Wort melden würden.
Was mir in den Sinn kam:
Kann es sein, dass der Grund aus dem sie den neuen Welpen angeht ein Anderer ist, als der Streitpunkt mit der abgegebenen Hündin?
Gehen wir mal davon aus, dass sie sich mit dieser Hündin einfach nicht vertrug (das kommt wie gesagt vor und da kann auch dann niemand was dafür).
Ist sie vielleicht eifersüchtig auf die Welpe?
Ein Welpe braucht ja viel Aufmerksamkeit, wird erzogen, ausgebildet und muss eine Bindung zu seinen Menschen aufbauen, anderen Hunden gegenüber werden die in dem Alter dann oft richtig frech.
Kann es sein, dass es sie nur "ankotzt", dass dieses freche, rangniedere Tier in ihren Augen bevorzugt wird?
Wie gesagt, ein Hundetrainer, der sich mit Rudelhaltung auskennt wäre angezeigt, dass er sich speziell mit den Rassen auskennt finde ich nicht so wichtig. Einfach mal rumtelefonieren.
Wie ich schon schrieb fände ich eine Abgabe in Eurem Fall gerechtfertigt, vorrausgesetzt eben, dass auch die Variante mit einem guten Trainer probiert wurde, schon alleine, weil der/die auch bei Nichtgelingen gute Tips geben kann in was für einen Zuhause Ounara glücklich wäre.

Lg
Fraukie
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Old 19-02-2007, 20:24   #10
hanninadina
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Das mit dem nicht lange genug liegen bleiben als Unterwürfigkeitsgeste können TWH in der Regel überhaupt nicht leiden. Wir erleben, dass ab und zu, wenn wir spazieren gehen, dass andere Hunde weglaufen, weil sie z.B. schiss haben. DA wird dann nachgejagd, gestellt und Aufgabe verlangt und zwar solange, bis der andere entspannt die Kehle darbietet. Tut er das nicht, wird nachgeholfen. Andere Hundehalter bekommen dann große Augen. Das ist aber eigentlich völlig normales Verhalten.

Nichts anderes scheint bei deinem Welpen der Fall zu sein. Er hat die Chefin - Ouna - noch nicht akzeptiert, weil er eben nicht so lange liegen bleibt und entspannt wird, dass sie, die Chefin, ihn wieder frei gibt. Er, der Welpe, will das allein entscheiden und das geht nicht. Da kann ich Ouna voll verstehen. Und wenn dann noch dazu kommt, wie Frauke ja auch erwähnte, dass ihr die kleine noch betüdelt, wie man das so bei Welpen manchmal macht, ja dann wird gemobbt, was das Zeug hält. Ist uns ja leider angeboren, den Schwächeren kleinen Süssen immer mit schützen zu wollen. Und ein Hund, wie der TWH, der ursprüngliches Verhalten zeigt, kann das nicht so recht verstehen.

Der Musher, der bei euch war, hat glaube ich eienn Hund von Familie Eichhorn aus dem A-Wurf.

heute hat mir ein entfernterer Nachbar gerade erzählt, dass er seinen 1 1/2 jährigen Rüden hat kastrieren lassen, weil er kein Stress mit anderen Rüden möchte. Er hat gerade eine Anzeige kassiert, weil sein Hund auf eine Dame mit angeleinten 1jährigen Hund zugelaufen ist und sich eine Keilerei entwickelt hat. 2 Wochen später hat er sich noch mit gleichaltrigen in den Flicken gehabt und ist es für ihn aus Stressgründen "selbstverständlich" ihn zu kastrieren. kann ich echt alles nicht verstehen, wie Menschen so bequem sein können.

christian
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Old 19-02-2007, 21:50   #11
timber-der-wolf
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Originally Posted by Fam.Bach
Wir haben leider erfahren,dass die Probleme sich wahrscheinlich nicht loesen lassen,da die Kommunikation zwischen Huskies und den TWHs nicht wirklich uebereinstimmt....Gruss Annette
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Originally Posted by frauke
...das ist sicherlich eine unangemessene Verallgemeinerung.
Dass Huskies und TWH grundsätzlich nicht auf der gleichen Kommunikationsebene schweben halte ich für ausgeschlossen, denn bei mir klappt das hervoragend und ich glaube hier im Forum sind noch andere Mitglieder, die TWHs mit Huskies zusammen halten.Fraukie

Ich glaube schon, was Frau Bach schreibt.
Sicher geht es mit TWH und Huskys, Malamuten, u.a. Hunden. Das beweisen ja viele TWH Besitzer, die weitere Hunde im Rudel halten. Aber, das Problem ist m.E. das, wenn 2 Hündinnen im Rudel sind, die nicht zusammenaufgewachsen sind, gibt es in der Regel Zoff. Hündin und Rüde / Rüden klappt (fast ) immer.

@ Fam. Bach: Drücke Ihnen die Daumen, dass sie einen guten neuen Besitzer für Onkas Schwester finden. Hätte ich einen TWH- oder anderen Rüden, hätte ich das Mädchen genommen. Aber mit 2 Weiber und meinem Raufbold Timmy würde es auch bei mir nur Probleme geben. Also, viel Glück.
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LG, Norbert mit seinen Graupelzen Onka v. Böhmerwald & Kira
"Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" (Kant)
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Old 19-02-2007, 22:05   #12
Frauke
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Originally Posted by timber-der-wolf
Ich glaube schon, was Frau Bach schreibt.
Sicher geht es mit TWH und Huskys, Malamuten, u.a. Hunden. Das beweisen ja viele TWH Besitzer, die weitere Hunde im Rudel halten. Aber, das Problem ist m.E. das, wenn 2 Hündinnen im Rudel sind, die nicht zusammenaufgewachsen sind, gibt es in der Regel Zoff. Hündin und Rüde / Rüden klappt (fast ) immer.
Da widerspreche ich auch gar nicht, ich denke nur eben nicht, dass es an der Rasse bzw einer Inkompatibilität liegt .

Fraukie
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Old 19-02-2007, 22:26   #13
hanninadina
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Ähm Frauke, bei welcher Zahl von Mitgliedern fängt denn bei dir ein Rudel an????? Bei mir bei 2, ein Wolfspaar bildet auch schon ein Rudel, ob mit Kindern (Welpen) oder ohne. Und außerdem besteht unser Rudel aus 6 Mitgliedern, 4 Menschen und 2 Hunden. Und dazu kommen manchmal noch 2 Rüden und 1 Hündin. Und wer Briardrüden kennt, weiss, dass die nicht gerne mit anderen Rüden zusammen sind. Und hier haben wir 2 5 1/2 jährige Briardrüden und es klappt, wie auch mit meinen 2 rüden.

Grundsätzlich habe ich, da hast du recht auch lange die these vertreten, mische dich nicht in das Hundegefüge ein. Aber ich werde mir nie verzeihen, dass ich es nicht getan, als meine Hündin meinen Briardrüden unterdrückt hat, weil er als gentleman sich nicht gewährt hat. Ursprünglich war ich so sagen wir mal "bequem" und habe gesagt, dass müssen die hUnde unter sich aus machen. Aber dass ist falsch. Ich bin der Chef und als solcher bestimme ich, wer wen mobbt. Denn wenn ich das nicht tue, muss tatsächlich alle Nase lang - mal übertrieben - einen Hund abgeben. Ihr wisst sicherlich auch,dass zum Beispiel, Leute die Wölfe haben, den sogenannten Omega Wolf auch nicht begrüßen dürfen, weil sonst wird der anschließend von dem Alpha platt gemacht. Siehe Werner Freund, der da seine Erfahrungen mehrfach zu papier gebracht hat. Ich spreche jetzt nurvon Gehegewölfen. Aber(!), wir haben keine Wölfe sondern Hunde, auch wenn diese manchmal sich eher noch wie Wölfe verhalten, "konsequente Unterwerfung ohne wenn und aber", so besteht bei uns nicht die Gefahr, dass der Omega, denn es meines Erachtens in einem kleinen Hausrudel von bis zu 5 Tieren nicht geben darf bei Hunden in der menschlichen Familie, derart schwer verletzt werden würde, wie es bei Wölfen dann leider der Fall sein kann, weil sie einfach ein anderes viel ausgeprägteres Gebiss mit langen Fangzähnen haben nebst massiver Beißkraft. natürlich ist es ein Problem, dass wenn die Tiere allein sind, es mal zu einer Auseinandersetzung kommen kann. Und unter Hündinen sind diese bekanntlich auch heftiger, rüden klären das und gut ist. Aber anders als das Treffen fremder Hündinen auf eienr Hudnewiese, kennen sich die "Damen" hier. Wenn man dem Zwerg hilft und verständlich macht, dass auf echtes hundgerechtes Verhalten Wert gelegt wird, nämlich so lange ergeben, bis Entspannung eintritt und Chefin sich abwendet, dann glaube ich schon, das ein Miteinander möglich ist.

Also ich habe keinen Husky, kenne den ein oder anderen. Mir ist bisher immer Stolz berichtet worden, dass die Huskys auch eine eher überdurchschnittliche Mimik haben wie Wölfe und eben auch TWHs. Gerade deshalb sollen die sich ja von daher gut miteinander verstehen.

Also ein Versuch, finde ich, könnte es Wert sein, dem Kleinen mal zu zeigen "wie das geht" mit dem richtigen unterwerfen. Kann ihm auch nur gut tun in der Begegnung mit anderen Hunden. Oder anders gesagt, Onuara hat ihn noch nicht richtig zu Sau gemacht, so dass er es noch nicht Ernst genug nimmt. Aber, Ferndiagnose, sind nur meine Gedanken. Aber man sollte schon ein bißchen abgrasen und überlegen, was kann es denn so sein. Gerade weil ihr, schon eine Hündin abgegeben habt. Ihr würdet es bereuen. Denn so eine tolle Hündin vom Aussehen, sieht man nicht alle Tage. Und sie zieht am Gespann. WEnn sie nicht kastriert wäre, würde ich sie echt nehmen. Da ich mit Tala und Hanni ja auch Bikejöring mache. Schnee haben wir hier leider nicht so häufig. Und ein Sacco haben wir auch, dass Tala leider nicht wirklich gerne zieht. Mountianbike ist ok.

Christian
hanninadina jest offline   Reply With Quote
Old 20-02-2007, 00:04   #14
Frauke
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Hallo Christian,
Quote:
Originally Posted by hanninadina
Ähm Frauke, bei welcher Zahl von Mitgliedern fängt denn bei dir ein Rudel an?????
2 Individuen bilden für mich kein Rudel, sondern ein Paar und lassen meistens kein Schluss auf Haltung von Gruppen ab 3 Tieren zu (Erfahrung von Haltung von Hunden, Ratten, Meerschweinchen, Pferden und Schweinen, Esel und Katzen sind da ein bischen spezieller)

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Und außerdem besteht unser Rudel aus 6 Mitgliedern, 4 Menschen und 2 Hunden.
Hunde und Menschen leben zwar im Verband zusammen, die Rudelordnung spielt sich aber (hoffentlich) jeweils intraspeziell ab.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Und dazu kommen manchmal noch 2 Rüden und 1 Hündin.
Ein "Rudel" sind für mich Tiere die zusammen LEBEN, keine Besucher und auch Pflegehunde und Neuzugänge integrieren sich hier erfahrungsgemäß erst nach 10-14 vollen Tagen aussagekräftig ins Rudel.

Über Erziehung waren wir uns ja bisher selten einig

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Grundsätzlich habe ich, da hast du recht auch lange die these vertreten, mische dich nicht in das Hundegefüge ein. Aber ich werde mir nie verzeihen, dass ich es nicht getan, als meine Hündin meinen Briardrüden unterdrückt hat, weil er als gentleman sich nicht gewährt hat.
Naja aber was meinst Du passiert dann möglicherweise, wenn die beiden mal allein sind?

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Ursprünglich war ich so sagen wir mal "bequem" und habe gesagt, dass müssen die hUnde unter sich aus machen. Aber dass ist falsch. Ich bin der Chef und als solcher bestimme ich, wer wen mobbt.
Hm, das seh ich halt anders, ich habe nie erlebt, dass es meinen Alpharüden interessiert, was die Rangniederen unter einander abkaspern. Ich glaub, da würd ich mich echt zum Clown machen und manche Situationen auch unnötig dramatisieren, denn ich verbringe ja nicht jede Minute bei ihnen, kann unmöglich bei jeder Unstimmigkeit genau wissen wer nun was falsch gemacht hat.
Wir haben einige Regeln, z.B. in meinem Bett knurrt keiner außer mir, wenn in meinem Bett einer knurrt fliegen alle (außer dem Alpha) geschlossen raus.
Dafür bin ich sehr streng was die Behandlung Rudelfremder angeht:
Quote:
Originally Posted by hanninadina
Das mit dem nicht lange genug liegen bleiben als Unterwürfigkeitsgeste können TWH in der Regel überhaupt nicht leiden. Wir erleben, dass ab und zu, wenn wir spazieren gehen, dass andere Hunde weglaufen, weil sie z.B. schiss haben. DA wird dann nachgejagd, gestellt und Aufgabe verlangt und zwar solange, bis der andere entspannt die Kehle darbietet. Tut er das nicht, wird nachgeholfen. Andere Hundehalter bekommen dann große Augen. Das ist aber eigentlich völlig normales Verhalten.
Da würde es bei mir ein sportliches Donnerwetter regnen, denn ich bin der Ansicht, dass es nicht der Job meiner Hunde sein kann und darf Rudelfremde derartig zu maßregeln, wer einem Rudelfremden in Mobbingmanier nachjagdt landet an der Leine und wer bei definitiven Calming Signals seine Unterordnungstendenzen nicht abbricht erleidet das gleiche Schicksal, aber so erzieht eben jeder seine Wuffeln anders. Das ist ja ok, ich seh bei gemeinsamen Spaziergängen immer zu, dass diesbezüglich alle Hundehalter ähnliche Ansichten haben, das vermeidet unnötigen Stress zwischen Hunden und Haltern.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Denn wenn ich das nicht tue, muss tatsächlich alle Nase lang - mal übertrieben - einen Hund abgeben.
Sehe ich anders, das mag in Einzelfällen geschehen, genauso wie es auch vorkommt, wenn man nicht eingreift, ich denke es kann beides schiefgehen oder gelingen. Ich hab noch niemanden abgeben müssen und auch Bekannte, die dies genauso halten wie ich nicht.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
...so besteht bei uns nicht die Gefahr, dass der Omega, denn es meines Erachtens in einem kleinen Hausrudel von bis zu 5 Tieren nicht geben darf
Hm, geschieht bei mir anders.
Ich denke, dass nicht in jedem Rudel ein Omega zwangsläufig vorhanden sein muss, ich denke dazu muss ein Hund genauso wie zum Alpha einfach auch irgendwo geboren sein.
Tatsächlich ist ein verlässlicher Omega für ein Rudel genauso positiv wie ein Alpha, da er zum Einen als "Blizableiter" fungiert und so Spannung aus dem Rudel nimmt zum Anderen aber auch, wenn er seinen "Job" gut macht und nicht aufmuckt, auch eine Art kindliche Narrenfreiheit genießt, weil er einfach nicht als Konkurent angesehen wird.
Das sehe ich nicht nur in meinem Rudel, sondern auch bei einem befreundeten Musher und einer Freundin mit Windhundrudel.
Wenn mein Alpha (Windhund) sich über mich ärgert, schmeißt er eben Magni um, Magni findet das lustig, beschwichtigt, unterwirft sich wenn angezeigt und oft entsteht daraus dann ein Spiel bei dem Stuart seinen Ärger vergisst.
Was natürlich nicht sein darf ist, dass der Omega permanent gemobbt wird, doch dass ist einerseits auch gar nicht der "Sinn" eines Omegas und andererseits hat ein gut ausgelastetes Rudel da auch gar keine Zeit zu

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Und unter Hündinen sind diese bekanntlich auch heftiger
Da geb ich Dir Recht.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
WEnn sie nicht kastriert wäre, würde ich sie echt nehmen.
Manchmal hat eine Kastration also auch Vorteile
Solche Denkweise find ich für meinen Teil sehr krass und ich denke, der Hund ist bei jemandem dessen Liebe nicht solche Vorraussetzungen hat besser aufgehoben.

Annette:

Ich kann per Ferndiagnose nicht sagen ob es für dieses Rudel eine Lösung gibt und wie die aussähe und auch vor Ort würde ich mir nicht anmaßen da ernsthaft Hilfestellung zu geben (noch nicht).
Ich kann wirklich nur dringend empfehlen vor der Abgabe noch einmal einen Trainer zu bemühen, der mit Rudelhaltung vertraut ist der kann helfen und sei es eben nur bei der Vermittlung.
Alles Gute vielleicht gibt es ja noch eine Chance, ansonsten drücke ich die Daumen, dass sie gut vermittelt wird.
Erzähl doch noch ein bischen was von ihr, falls irgendwer hier Zugriff auf würdige Interessenten hat.
Hab ich überlesen wie alt sie ist?
"Gut erzogen" hat sie vielleicht eine Begleithundeprüfung oder so?
Wie lange läuft sie schon im Gespann? Ist die Zugarbeit für sie wichtig und sollte weiter betrieben werden? oder reichen ihr auch andere Aufgaben?
Ist sie wachsam? kennt sie Katzen?
Alles was Euch zu ihr einfällt kann hilfreich sein.

Lg
Fraukie
Frauke jest offline   Reply With Quote
Old 20-02-2007, 00:08   #15
Frauke
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Originally Posted by hanninadina
Ähm Frauke, bei welcher Zahl von Mitgliedern fängt denn bei dir ein Rudel an?????
Und als Frage gilt ein Wortlaut bei mir sobald er EIN Fragezeichen vorzuweisen hat.
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Old 20-02-2007, 12:38   #16
Nirak
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Hallo Annette,

Mein Angebot am Telefon, vom Sonntagnachmitag steht immer noch. Wenn es anders nicht zu lösen ist auch schneller.

Gruß Roland
Nirak jest offline   Reply With Quote
Old 20-02-2007, 16:06   #17
hanninadina
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Wo hast du denn das her, dass ein Hund zum Alpha oder Omega geboren wird? Hast du dir mal überlegt, dass die sog. Omega, die es nicht wirklich gibt in der freien Natur eines Wolfsrudels, ab 2 Jahren abwandern? Und was machen sie dann, genau, richtig, sie - die vermeintlichen Omega - gründen ein neues Rudel, indem sie Welpen in der Welt setzen und nach und dreimal darfst du raten, wer ist dann der Alpha, richtig, der Omega, der wegen Stress u.a. sein altes Rudel verlassen hat, vielfach als Prügelknabe. Falls du kannst, beschaff dir mal den Film "Berg der Wölfe", ist bei den spanischen Wölfen gedreht und super klasse. Und wird auch toll dargestellt, wie der vermeintliche Prügelknabe das Rudel verlässt und mit einer neuen fähe sein eigenes Rudel gründet und Welpen bekommt.

Das ist ja gerade die Problematik in gehegen, dass die "Omega" nicht flüchten können. In der Natur gibt es keine Blitzableiter! Wenn das Mass voll ist, ziehen sie von dannen.

Aus dieser Sicht rechtfertigt es sich meiner Meinung nach auch, in das Rudelleben einzugreifen, es sei denn, es wird so schlimm, dass es eben nicht anders geht und ruhe nur rein kommt, wenn man sich von einem trennt. Damit sind viele aber leider viel zu schnell, mich eingeschlossen. Liegt eben an der persönlichen toleranzschwelle, ist wahrscheinlich ähnlich wie mit dem Kastrieren, der eine kastriert schnell, weil er meint, dann weniger Stress zu haben und der andere lacht drüber.

Jedenfalls habe ich einen guten Führsprecher mit meiner Meinung, denn Gesa Kluth hat aus ihren eigenen Betrachtungen bei den Wölfen genau dass auch bestätigt, in der freien Wolfsnatur gibt es keinen Omega und das kritisiert sie in gewisser Weise auch an der Gehegehaltung von Wölfen. Denn diese "künstlichen" Rudel sind unfreiwillig zusammengesetzt. In der Natur sind in der Regel, gerade in Europa, die wolfsrudel immer Familienverbände bestehend aus den reproduzierenden Eltern, den 1jährigen und den aktuellen Welpen. Nur in den Staaten, russland ganz oben, gibt es schon mal große Rudel, die natürlich nicht nur aus einer Familie bestehen. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass 3 Wölfinen Welpen gleichzeitig haben. DAs größte Rudel, das mir bekannt ist, hatte 37 Wölfe, ist aber die absolute ausnahme.

Man kann unterschiedliche Ansichten haben, man sollte dabei aber auf Fakten zurückgreifen, auf denen die Ansichten basieren. Sich eigene Meinungen zu bilden, die in der Hunde-/Wolfsrealität kein Spiegelbild finden, sind dann leider nicht wirklich zu belegen.

Das größte Problem ist doch, das viele Hundehalter sich gar nicht trauen, ihren eigenen Hunden "Bescheid" zu sagen. Gerade bei TWH-Leuten ist mir das schon aufgefallen. Hat Petra nicht auch so ein Beispiel neulich gebracht, Hund und Hundehalter akzeptieren sich, gehen sich aber aus dem Weg, damit es nicht zum Unglück kommt - sinngemäß -, also nicht, Frauchen ist Chef. Habe ich gerade am letzten Samstag auf der großen Hundewiese in Hannover Stadt wieder erlebt. Ca. 8 Hunde, alle mehr oder weniger Schäferhundgröße, 2 DSH, 1 BelgSchäferhündin, Briardhündin, Irish Wolfhündin, Herdenschutzhundrüde kastriert - ca. 80 cm widerrist - und Tala und ein paar kleinere. Die Irish Wolfshündin fing an den Herdenschutzhund zu mobben. Wahrscheinlich weil er kastriert war. Alle schauten zu, obwohl es gerade erst anfing. Das konnte ich nicht ansehen, bin hin, habe die beiden angebrüllt, die haben mich verduzt angeschaut und die Irish Wolshundbesitzerin nutzte die Gelegenheit und nahm ihre Hündin am Schlawitchen und führte sie weg. Die andere meinte noch, schade, mein Hund ist ein Jahr lang allein groß geworden. Er fängt gerade erst an, sich an andere Hudne zu gewöhnen - er hatte am Anfang die ganze Zeit gebellt = Unsicherheit -, die Kastration hat der tierschutz vorgenommen. Aber hätte ich nicht eingegriffen und so war nichts passiert, wäre es rund gegangen und bei den beiden Löhken wäre es schwierig geworden, sie zu trennen.

Darum, solange wir der Chef sind, jeder Hund sollte wissen, das der Mensch - egal welcher - über ihn steht und er ihn nicht anzugehen hat, schon klar, dass wissen nicht alle, dann kann man auch dazwischen gehen. Notfallplan B sollte natürlich in der Schublade liegen.

christian
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Old 20-02-2007, 18:09   #18
Frauke
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Ach Christian
Hab Du doch einfach Deine Meinung und lass mir meine, Du wirst mich hier nicht überzeugen.

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Originally Posted by hanninadina
Wo hast du denn das her, dass ein Hund zum Alpha oder Omega geboren wird? Hast du dir mal überlegt, dass die sog. Omega, die es nicht wirklich gibt in der freien Natur eines Wolfsrudels, ab 2 Jahren abwandern?
Ähhhhm, ja, Christian Du verstehst mich nicht, ich kann und will ein Rudel aus domestizierten Hunden, (teilweise unterschiedlicher Rassen), "willkürlich" zusammengewürfelt, lebend in menschlicher Obhut nicht mit den Gegebenheiten vergleichen unter denen "Wölfe in der Natur" leben.
Falls das mißverständlich war:
Meine Betrachtungen gelten für ein Hunderudel.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Aus dieser Sicht rechtfertigt es sich meiner Meinung nach auch, in das Rudelleben einzugreifen
Ja, weil Du die Maßstäbe eines Wolfsrudels anlegst und DANN ist Eingreifen natürlich begründet, weil die Möglichkeit des Abwanderns fehlt.
Ich bin der Meinung, dass Hunderudel anders beurteilt werden müssen als Wolfsrudel.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Jedenfalls habe ich einen guten Führsprecher mit meiner Meinung, denn Gesa Kluth hat aus ihren eigenen Betrachtungen bei den Wölfen genau dass auch bestätigt, in der freien Wolfsnatur gibt es keinen Omega und das kritisiert sie in gewisser Weise auch an der Gehegehaltung von Wölfen.
Ich kann da eine BESTÄTIGUNG Deiner Meinung nicht erkennen,
wenn ich das richtig verstehe, vertritt sie die Meinung, dass es in freier Wildbahn keinen Omega gibt, das im Gehegerudel aber der Fall ist.
Ich weiß nicht was Dich dazu veranlasst den Vergleich mit der freien Wildbahn näher zu legen als den mit Gehegewölfen. Wenn das Konzept "Omega" in der freien Wildbahn nicht und im Gehege "ein bischen" funktioniert ist es für mich nicht unlogisch, dass es sich im Hunderudel als funktionierend erweist. Das ist wohl gemerkt meine Sicht der Dinge.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Man kann unterschiedliche Ansichten haben, man sollte dabei aber auf Fakten zurückgreifen, auf denen die Ansichten basieren. Sich eigene Meinungen zu bilden, die in der Hunde-/Wolfsrealität kein Spiegelbild finden, sind dann leider nicht wirklich zu belegen.
Jup.
Ich akzeptier, dass Du es für richtig hällst die Maßstäbe von Wolfsrudeln anzulegen und Du freunde Dich damit an, dass mein Wissen über HUNDEverhalten mich darin bestärkt andere Aussichten auszubilden und mein Rudel aufgrund derer zu führen.
Wäre das sooo falsch dürfte es weder bei mir noch bei Anderen so funktionieren und bei mir wohl am Wenigsten, da hier unterschiedliche (wenn auch sich im Verhalten sehr ähnliche) Rassen und Individuen sehr unterschiedlichen Alters und Vorgeschichte gemeinsam leben ohne das jemand eingreift.

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Das größte Problem ist doch, das viele Hundehalter sich gar nicht trauen, ihren eigenen Hunden "Bescheid" zu sagen.
*lach* das ist nicht mein Problem

Quote:
Originally Posted by hanninadina
Das konnte ich nicht ansehen, bin hin, habe die beiden angebrüllt, die haben mich verduzt angeschaut
.......
Aber hätte ich nicht eingegriffen und so war nichts passiert, wäre es rund gegangen und bei den beiden Löhken wäre es schwierig geworden, sie zu trennen.
Wie gesagt, wenn meine Hunde rudelfremde Wuffs mobben setzt es hier was.
Dein "Eingreifen" hätte übrigens super heftig nach hinten los gehen können..
Wenn absehbar ist, dass sich zwischen zwei Hunden etwas im Argen befindet, dann ist es angeraten, dass die Halter sich voneinander entfernen und ihre Hunde dabei rufen. Ist die Situation so brenzlig, dass man sich nicht entfernen möchte gehen zwei Personen (im Bestfall die Halter) hin, nehmen jeweils ihren/einen Hund ruhig und entfernen sich mit ihm, ist man alleine nimmt man den "Stänkerer" schenken die sich nichts kann man alleine wenig machen und muss genau abwägen.

Die "Kontrahenten" anzubrüllen birgt die Gefahr, die notwendige "Aktivierungsaggression" beizusteuern und führt häufig dazu, dass die Situation wirklich eskaliert.
Also würd ich, unverbindlich da "Ferndiagnose" mal vermuten, dass die Situation nicht so brenzlig war, sonst hätte Dein "Eingreifen" sehr wahrscheinlich zur Eskalation geführt.

Mods: Könnt ihr das hier vielleicht auskoppeln? vielleicht unter "Rudelstreitigkeiten - Eingreifen oder nicht?" oder sowas?
Denn die Diskusion ist arg Offtopic, aber ich finde sie interessant und wichtig.

Fraukie
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Old 20-02-2007, 19:21   #19
hanninadina
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Warum, ist doch nicht off topic, denn das ist der Grund, warum Ounara vielleicht den Standort wechseln muss, weil sie im Rudel nicht klar kommt, nicht mit allen, aber offensichtlich gibt es immer wieder jemanden. Von daher passt es doch, da Anette ja nach möglichen hilfestellungen gefragt hat.

Sicher sollen wir die Hunde nicht vermenschlichen und insoweit könnte man argumentieren, unsere Hunde sind quasi wie Gehegewölfe, die nicht das weite suchen können. Da wir aber nun mal ein gedeihliches Zusammenleben favorisieren, stellt sich die Frage, alles hinnehmen, eingreifen oder weggeben? Den Stress würde ich einem meiner Hunde nicht antun, dass er immer und ständig was auf die Mütze bekommt. Denn so gesehen, hast du recht, der Vergleich mit Gehegewölfen und Freilandwölfen hinkt. Dabei geht es aber darum, wie entwickelt sich so ein Streit, woran liegt es und was kann man dagegen tun. Und dazu blicke ich dann auf die Natur und die sagt mir, es ist unnatürlich, dass es einen Omega gibt, der haue bekommt. Denn in der Natur wandert er ab. Wenn Gehegewolfbesitzer sowas verkaufen, es gibt bei den Wölfen immer einen Omega, der als Blitzableiter fungiert, dann ist das nur die halbe Wahrheit, weil in der Natur gibt es das nicht, sondern es ist ein Hausgemachtes Problem, weil Gehegewölfe entweder Geschwister sind, die nicht getrennt worden sind, oder aber wild zusammengesteckt. In dem ein oder anderen Zoo findest du manchmal für 2 Jahre tatsächlich ein Rudel, wie in der Natur, Eltern, 1jährige, Welpen.

Für ein/mein Hunderudel bedeutet das aber, dass ich es in gewisser Weise schon natürlich halten möchte. Und die Natur - wie gesagt, sieht keinen Prügelknaben vor -. Also muss ich was dagegen tun, nämlich eingreifen.

Geschilderter Fall, hätte ich auch nicht eingegriffen im frühen Stadium und hätte ich darauf gewartet, dass die Irish Wolfshündin loslegt, dann wäre es zu spät gewesen, weil ich körperlich gegen das "Pony" sicher nicht so viel hätte ausrichten können. Es war aber klar erkennbar, dass sie zum "Angriff" übergeht. Die Halterin hat es auch erkannt, hat aber zu lange gewartet. Sie nahm die Hündin dann auch dankbar, als sie mich verduzt angeschaut hat. Meine Erfahrung ist, dass wenn man rechtzeitig einschreitet, indem man z.B. die Hunde anbölkt, sie so verduzt sind, das man sie bequem trennen kann. Aber manche Leute sehen gar nicht, dass sich da was entwickelt. Zu deinem Hinweis steigern der Aggression, das könnte bei dem eigenen Hund vielleicht geschehen, man sagt immer so schön, der nimmt das Gebrüll quasi als Anfeurung. Ich finde, anbrüllen und sich den Kopf schnappen hilft. Konnte man bei dem am Samstag gezeigten Stress der 5 europäischen wölfe im Wildpark Lüneburger Heide auch gut sehen, die gingen sich - Ranzzeit war - plötzlich alle jeder gegen jeden an die Wäsche und das vor Publikum. Tanja Askani, Jörg Ahrends - die beiden betreuen die Wölfe - und Zoltan Horkai - hat selbst 28 Wölfe und trainiert mit denen für Film usw. - sind in das Gehege und haben mächtig Lärm gemacht. Dadurch wurden die Wölfe skeptisch nach dem Motto, huch, was machen die denn da??? Und in wenigen Momenten war das Rudel getrennt. Das deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen. Aber wie gesagt, früh genug und nicht warten, bis sie sich gegenseitig festgebissen haben, denn dann kannst du sie kaum noch trennen.

christian
hanninadina jest offline   Reply With Quote
Old 20-02-2007, 20:59   #20
2bach
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Hallo!Schön so viele Ideen zu bekommen.Ounara wurde übrigens nicht aus Bequemlichkeit kastriert,sondern um das Krebsrisiko zu mindern.Ich muss noch schnell dazusagen,bevor ich hier wieder gesteinigt werde,dass ich 2 eigene Hunde bisher wegen Krebs habe einschläfern lassen müssen.Danach habe ich mit mehreren Tierärzten gesprochen und mich dann dazu entschlossen,wenn man nicht züchten will,die Hunde kastrieren zu lassen.
Noch ein paar Worte zu Ounara:
Sie läuft gerne am Rollwagen, Sacco oder Fahrrad. Für sie ist die Zugarbeit aber nicht das entscheidende Thema. Sie will vor allem dabei sein und beschäftigt werden (natürlich braucht sie auch ihre Bewegungseinheiten). Ansonsten macht sie eigentlich alles gerne mit: Wanderungen mit und ohne Leine, Stöckchen werfen, mit irgendwelchem Spielzeug herumtoben, usw.
Sie bleibt auch alleine.
Wir haben mehrere Meerschweinchen und einen Hamster. Die Nachbarn haben Katzen. Bei ihr ist das alles kein Problem (im Gegensatz zu den Huskys, bei denen man ständig dran bleiben muss).
Sie ist einfach ein rundherum toller Hund, mit dem wir super zurechtkommen (und eigentlich glauben wir auch, dass sie mit uns zurechtkommt).... wären da nicht unsere anderen nach ihr kommenden Huskys (die kein Problem damit haben dominiert zu werden)...
Wenn wir andere Hunde z.B. beim spazierengehen treffen, ist das mit Ounara auch kein Problem. Selbst mit Gasthunden auf unserem Grundstück gibt es keine Probleme, selbst, wenn diese sich falsch verhalten, solange sie am Abend wieder nach Hause gehen.
Die Kleine auf den Rücken zu legen funktioniert wunderbar. Sie akzeptiert es und Ounara steht daneben und guckt es sich an (Prima!). Es ist aber nicht das gleiche, weil ich die Kleine damit ja dominiere und nicht Ounara. Die kritischen Situationen entstehen ja auch nur, wenn ich in weiterer Entfernung stehe. Wenn ich dann loslaufe ist die Situation wieder entspannt, da Ounara mir sofort Platz macht und wenn ich nicht loslaufe klärt sich die Situation nicht (ich müsste mich unsichtbar machen können )

Gruss Annette
2bach jest offline   Reply With Quote
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