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Allgemeines Alles über Tschechoslowakische Wolfshunde...

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Old 23-06-2010, 13:07   #1
saphira
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Question TWH geeignet?

Hallo zusammen!

Seit einigen Wochen bin ich auf der Suche nach einer passenden Hunderasse, nach dem Motto "welcher Hund paßt zu mir" bin ich durch eine hundekundige Freundin auf den TWH gestoßen. Ich kannte die Rasse bereits, habe aber jede Menge Fragen und hoffe, dass ich hier Antworten bekomme.

Wir hatten immer Hunde, aber Jagdhunde. Mein letzter war ein Irish Setter, der nach beinahe 14 Jahren heuer Anfang des Jahrs über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Meine These: ohne Hund kann man nicht leben. Trotzdem möchte ich erst 2011, wenn Haus und Garten fertig sind einen Welpen zu uns holen.
Nun stellt sich die Frage bin ich als TWH-Frauerl geeignet? Setter sind bekanntlich keine einfachen Hunde. Besonders meiner - er kam als verschlagenes, 8monatiges Ungetüm zu uns, war nicht stubenrein, sehr ängstlich, teils fast panisch und hat alles kaputt gemacht was nicht niet- und nagelfest war, nein falsch sogar das hat er abmontiert *lach* ... es hat eine gute Weile gedauert bis "Sam" ein treuer und toller Begleiter wurde.

Was ich suche ist ein Hund der mich viel begleiten wird, besonders auch zu den Pferden (ich züchte Pferde), der kein sogenannter Modehund ist, der auch mit Kindern kein Problem hat. Ich werde wohl künftig viel von zu Hause arbeiten. Dennoch möchte ich keinen Hund den man später keine Minute alleine lassen kann. Wenns sein muß, sollte der Hund schon mal 1-2 Stunden alleine bleiben können. Dass man Hunde daran natürlich langsam gewöhnt versteht sich von selbst. Aber grundsätzlich möglich sein, sollte es schon.
Wie gesagt ich komme aus der Pferdezuchtszene und verzichte für meine Pferd auf viel. Manche Menschen können das natürlich nicht nachvollziehen. Aber ich tu es aus Leidenschaft und möchte das alles nicht missen. Nicht die Erfolge, nicht die persönlichen schönen Moment, nicht die Niederlagen und manchmal auch traurigen Geschichten und jetzt bin ich eben auf der Suche nach einem Hund der dazu paßt und bei uns glücklich sein könnte. Freu mich auf Antworten, lieben Dank schon mal!

LG
Saphira
saphira jest offline   Reply With Quote
Old 23-06-2010, 14:40   #2
Manni
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Hallo Saphira,
schön das du dich für die Rasse interessierst und dich auch vorab informierst.
Zum Thema Kinder und Alleinebleiben kann ich - aus eigener Erfahrung folgendes berichten.
Mit Kindern gibt es bei meiner Hündin keine Probleme, meine Tochter ist jetzt 11 und hat mit Ihr letztes Jahr den PEC gemacht. Auch mit anderen Kindern hat sie keine Probleme - allerdings würde ich sie nie alleine mit kleineren Kindern lassen. Wichtig sind die ersten Wochen beim Züchter und bei Dir. Soweit ich weis gibt es viele Halter wo die Hunde keine Probleme mit Kindern haben.
Zum Thema "Alleine sein" - auch das klappt bei uns gut. Natürlich sollte zur Sicherheit das Gelände relativ ausbruch sicher sein, aber wenn das Grundverhältnis stimmt, es dem Hund gut geht, er zufrieden ist und seine Auslastung ( wie auch immer - körperlich oder/und geistig) hat, kann zumindest meine Hündin auch mal länger ( 3 - 6 Stunden) bleiben. Länger haben wir es noch nicht probiert.
Viel Spaß bei weiter stöbern und informieren.
LG
Manfred
Manni jest offline   Reply With Quote
Old 23-06-2010, 15:58   #3
saphira
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Hallo Manni!

Danke für deine rasche Antwort. Grundsätzlich denk ich, ist vieles beim Hund eine Sache des Erziehens bzw. des dran gewöhnens von klein auf. Aber genau deshalb möchte ich gern viel über die Rasse wissen, weil ich dm Hund nciht gegen seine Natur erziehen will. Wie man weiß ist sowas meistens zum Scheitern verurteilt. :P

Hm ich schreib vielleicht mal am Besten wie es bei uns aussehen würde. Welpenkauf > heißt für mich so ziemlich rund um die Uhr beim Hund sein, das wird möglich sein.

Junghundeerziehung > ich fühle mich dem durchaus gewachsen. Der Hund wird sicher in erstern Linie "mein" Hund (sofern man das so sagen kann und der Hund das nicht anders sieht und sich sein Herrl/Frauer in der Familie selbst wählt). Trotzdem soll unser künftiger Hund auch für andere Familienmitgliedern "händelbar" sein.

Auslauf > Der Hund sollte ein Begleiter sein und mich auf vielen Wegen, eben auch 2 mal täglich in den Stall, beim Laufen, spazierengehen usw. begleiten. Ziel ist es auch, den Hund auf Ausritten mitnehmen zu können. Ein Garten ist dann ebenfalls zusätzlich vorhanden. Ich denke der Hund hätte somit 2-3 Stunden Auslauf plus Garten, reicht das? Fördern würde ich den Hund seinen Neigungen entsprechend >

Wofür eignen sich TWH´s besonders? Welche Aufgaben machen ihnen besonders Spaß?

Alleine bleiben > Ziel ist es schon, dass der Hund ab und zu auch alleine bleiben kann für einige Stunden. Aber Manni hat sich dazu bereits geäußert und ich fände es toll wenn noch wer was dazu sagen würde?
saphira jest offline   Reply With Quote
Old 23-06-2010, 16:53   #4
Andita
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Hallo Saphira,

unsere bisherigen Erfahrungen mit unserer TW-Hündin:
Tala hat mit der Stubenreinheit viel länger gebraucht als alle Hunde vor ihr (sie ist unser 1.TWH und etwa 17 Monate alt jetzt), sie war ca. 4 Monate alt, als man von "Stubenreinheit" sprechen konnte. Seitdem aber gibt's keinerlei Probleme diesbezüglich, im Gegenteil, wenn's draußen regnet, dann scheint die Tala eine extra große Blase zu haben, weil da muss man sie dann fast zum "Pipi-Gehen" nötigen. Regen mag sie gar nicht, so sehr sie auch das Wasser ansonsten liebt und sie für ihr Leben gerne plantscht. Unser Hund ist relativ stur, und wenn sie etwas wirklich will, versucht sie immer wieder, ans Ziel zu kommen. Bsp: Sie will etwas klauen, fühlt sich aber von uns beobachtet und weiß, dass das begehrte Ding nicht für ihre Kiefer bestimmt ist... sie tut absolut desinteressiert und plötzlich - oft nach mehreren Stunden - hat sie sich das Teil dann doch geklaut, wenn man es nicht vorher in Sicherheit gebracht hat.
Man sollte es dinglich vermeiden, irgend welches Essen auf Küchentisch oder Küchenanrichte, Ofen.... offen stehen zu lassen (wobei ein Topfdeckel natürlich schnell vom Topf runter ist). Steht irgendwo Essbares rum, wird vom Hund dafür gesorgt, dass das Zeug nicht verkommt, und deshalb wird es aufgefressen.
Tala bekommt wahrscheinlich auch vom Schuster unseres Vertrauen inzwischen Provision, denn wir haben schon einige Schuhe, Leinen und andere Ledergegenstände zum Schuster bringen müssen, weil die Tala Leder einfach "liebt".
Auch so mancher Blumentopf hat schon dran glauben müssen, Spielsachen der Kinder (die sind inzwischen sehr ordentlich geworden und lassen nur noch selten was liegen)...
Unser Gartenzaun (1,80m Höhe) ist für Tala überhaupt kein Hindernis wenn sie sich einbildet, zu ihrer Schwester gehen zu müssen, die bei den Nachbarn lebt. Ansonsten betätigt sie sich schon mal als "Gärtner" und kappt den einen oder anderen Ast unserer Obstbäume, auch verschiedene Gummiteile unseres Traktors sind offensichtlich von Interesse (alles inzwischen in Sicherheit gebracht), ja und wenn halt sonst gar nix anzustellen ist, dann gräbt sie in Blitzgeschwindigkeit Riesenbunker im Garten, die wir dann immer wieder zuschaufeln, was uns die völlig verständnislosen Blicke unserer Tala einbringt.
Tala ist neugierig und offen. Sie begleitet mich fast überall hin, egal ob im Wald oder auch in der Stadt. Sie geht mit mir in Geschäfte oder auch mal auf ein Fest, wobei ich sie auf sehr laute Menschenansammlungen mit z.B. Livemusik oder Jahrmärkte nicht mitnehmen würde, da ich das aber selber auch nicht mag, stellt sich dieses Problem gar nicht.
Es kommt immer wieder mal zu Situationen, wo bei Tala Unsicherheit aufkommt , so z.B. kürzlich in einem Baumarkt wo sie mit ihrem Schwanz ein am Boden stehendes Schild erwischt hat, das dann stark gewackelt hat. Dieses Schild hat ihr gar nicht behagt und sie wollte dann den Baumarkt so schnell wie möglich verlassen, was wir dann auch getan haben. Ich habe sie dann draußen "runterkommen" lassen und bin dann nochmal in den Markt mit ihr rein, was dann auch kein Problem mehr war.
Manche Menschen mag Tala sofort, andere sind ihr völlig egal, die ignoriert sie. Aufpassen muss ich, wenn wir jemandem begegnen, den ich persönlich gar nicht mag. Mein Hund reagiert auf Leute die ich nicht mag mit Anspannung. Sie reagiert also sehr sensibel auf mein eigenes Verhalten.
Mit anderen Hunden gibt es im großen und ganzen keine Probleme, außer der andere Hund knurrt und kläfft sie an, dann kommt natürlich auch von der Tala eine Reaktion. Sie ist überhaupt nicht unterwürfig anderen Hunden gegenüber, ich habe aber schon von TWH gehört, die bis zur Geschlechtsreife recht unterwürfig sind. Mit unserem Terrier klappt das Zusammenleben einigermaßen gut, wobei Zoff bisher immer vom Terrier ausgeht. Aber eine ernsthafte Auseinandersetzung haben die beiden sich noch nicht geliefert, da würden wir aber auch dazwischenfunken.
Mit ganz kleinen Kindern würde ich Tala nicht alleine lassen wollen. Sie ist recht ungestüm und grob im Spiel. Unser jüngerer Sohn ist 11 Jahre alt, der ältere bereits 17. Beide werden von der Tala heiß geliebt und beide toben täglich mit ihr herum und haben sog. "Narrenfreiheit" bei ihr, wobei unsere Jungs schon gelernt haben, dass Hunde kein Spielzeug sind!
Ich könnte hier noch stundenlang schreiben, das würde aber den Rahmen sprengen.
Meine persönliche Erfahrung mit einem TWH zusammengefasst:
Man muss meiner Meinung nach schon eher ein "Naturmensch" sein und sich viel draussen bewegen. Tala hat inzwischen einen ganz guten Grundgehorsam und es hat sich herausgestellt, dass sie sehr gerne Fährten arbeitet. Wir fangen aktuell an, Rad zu fahren, was ihr auch Spass bereitet.
Tala ist sehr anhänglich, liebt die ganze Familie und ist auch von allen "händelbar", Hauptbezugsperson allerdings bin ich. Im Verlauf der Zeit die Tala jetzt bei uns ist, hat sie ein sehr sehr intensives Verhältnis zu uns entwickelt, wir haben uns im Gegenzug aber auch auf unseren Hund eingestellt. Man muss meines Erachtens schon eine gehörige Portion Humor mitbringen, darf nicht wirklich täglich bestimmte Leistungen erwarten (wenn Tala keine Lust hat, dann hat sie keine Lust und man muss das einfach akzeptieren). Tala ist uns ein wertvolles Familienmitglied geworden das eben auch seine Ecken und Kanten hat (wie halt wir Menschen auch) und wir akzeptieren sie so wie sie ist. Sie hat halt ihre "eigene Persönlichkeit".

Wenn wir alle in der ARbeit/Schule sind, dann ist Tala im ausbruchsicheren Zwinger (wurde schon mehrmals nachgebessert bzgl. Ausbruchsicherheit) untergebracht. Sie war bisher nie länger als höchstens 3-6 Stunden alleine und das auch höchstens 1x/Woche. Ich habe das Glück, zwar Vollzeit zu arbeiten, aber viel von zu Hause arbeiten zu können, da ist Tala immer dabei.

So, das war jetzt ein grober Überblick über unser Leben mit unserer Tala-Hexe! Sie macht viel Blödsinn (wird aber in letzer Zeit mit zunehmendem Alter immer besser), aber es kommt unwahrscheinlich viel von ihr an uns zurück! Wir würden sie niemals mehr missen wollen.

Gruß,
Andrea
Andita jest offline   Reply With Quote
Old 23-06-2010, 17:12   #5
saphira
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*gg* oh was muß ich da grinsen ... also einige der Geschichten könnten auch von meinem "Sam" sein ... ich kenne keinen Hund der so stehlen konnte wie er! Und das "Schlimme" dran, man konnt dem Monster nie lange böse sein.

Spaß beiseite. Dein Bericht war sehr aufschlußreich und wie ich sehe, lebt eure Tala auch in einer Familie mit Kindern, was dem Hund offenbar auch gut bekommt.

Na ja ich sehe schon ich werde euch hier einfach noch eine Weile "auf die Nerven gehen" und euch Löcher in den Bauch fragen. Aber ich muß ja rauskriegen ob ich "wolfgeeignet" bin
saphira jest offline   Reply With Quote
Old 23-06-2010, 18:47   #6
Astrid
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Hi,

also die Chinua findet Kinder klasse und kann zu denen sogar richtig vorsichtig sein. Sonst ist sie - v.a. bei Leuten, die sie kennt - schon eher ein recht ungestümer Trampel. Und prinzipiell sieht sie in 2-Beinern potentielle Futter- & Aufmerksamkeitsspender - ist also Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen.

Alleine bleiben - sicherlich ein Thema. Chinua ist 4x/Woche am VM an die 5-6 Std. "alleine" mit unserem 2. Hund. Wir haben keinen Zwinger, kein Gehege im Garten, keinen Elektrozaun und ich hab auch keine Boxen in der Wohnung, aber sie hat halt nicht die ganze Wohnung für sich. Mittlerweile kennt sie das und es ist kein Problem. Nach einer Gassi-Runde in der Früh bekommen die Hunde, wenn ich weggehe, ihren Kong mit Futter, den sie ausschlecken und danach wird erstmal gepennt (an meinem freien Wochentag braucht man die am VM gar nicht ansprechen). Hat natürlich seine Zeit gedauert; einiges ist kaputt gegangen und Anfangs hat sie auch Radau gemacht, aber das fand ich jetzt nicht ungewöhnlich.

Auslauf - ich muss immer schmunzeln, wenn ich lese, dass man bei einem TWH schon 4, 5 Std. am Tag in der Natur umherstreifen muss. Ich geh mit meinen beiden unter der Woche im Durchschnitt 1-1,5 Std. am NM, dazu kommen eine halbstündige Morgen-Pipirunde und ein kurzes lösen lassen am Abend. Meistens ist 1x/Woche noch einer unserer Hundefreunde mit dabei. 1x/Woche haben wir UO-Training am Hundeplatz. Wochenende gibts dann öfters nen längeren Spaziergang oder Ausflug und einer der beiden Tage ist meist Mantrailing-Training. Ich hab hier 2 recht ausgeglichene Hunde liegen, die natürlich für Action zu haben sind, aber keine 24 Std. am Tag bespasst werden. Ich denke, eine ausgewogene Mischung aus Bewegung und geistiger Auslastung ist für fast alle Hunde am idealsten.

Was dem TWH Spaß macht, hängt, denke ich, wiederum sehr vom Individuum ab. Chin macht mittlerweile eine ganz passable UO - nicht, dass sie diese Sportart wählen würde, wenn sie dürfte, aber mit der richtigen Motivation und wenn man in kurzen knackigen Einheiten trainiert, ist es für sie ok. Auf Mantrailing fährt sie ab, dass ist das, was ihr wirklich liegt und was sie mehr oder weniger von sich aus gerne macht. Ärmel beissen findet sie ab und an auch ganz toll; sieht mir die Sache aber etwas zu ernst und außerdem haben wir keine gute Schutz- oder Mondiotrainingsgruppe in der näheren oder ferneren Umgebung und ich persönlich finde auch an anderen Sparten mehr Spaß. Agility findet sie leider doof - die steht lieber auf der Spitze der A-Wand und geniesst den Überblick, als sich mit Spaß durch einen Parcours führen zu lassen... Gibt aber durchaus TWH die im Schutz oder Agility gearbeitet werden. Ich würd daher meinen, grundsätzlich "Allrounder", aber wofür wirklich geeignet hängt vom einzelnen Tier und dessen Präferenzen ab.

Erwähnenswert - gerade im Bezug auf Reitbegleithund - vielleicht noch der durchaus vorhandene Jagdtrieb...
__________________
Liebe Grüße aus Wien,
Astrid mit Nanook & Chinua - jetzt auch auf Facebook

Astrid jest offline   Reply With Quote
Old 23-06-2010, 22:34   #7
Andita
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Hallo nochmal,

ich hatte heute Nachmittag ein paar Sachen vergessen zu schreiben:
1. Unsere Tala ist erst knapp 1 1/2 Jahre alt, schon jetzt zeigt sich, dass sie anderen Hunden gegenüber nicht wirklich unterwürfig ist. Es gibt im weiteren Umfeld auch 2 Hunde mit denen sie sich schon jetzt nicht vertragen würde. Wenn wir mit denen zusammentreffen, muss ich mich konsequent durchsetzen, sonst würde sie sich aufführen "wie die Axt im Wald"
Wie die Tala sich entwickeln wird bis sie richtig erwachsen ist, kann ich selbstverständlich jetzt noch nicht wissen oder ahnen. Ich schätze aber, dass ich bei meiner doch recht selbstbewußten Hündin sehr auf Gehorsam achten muss, damit ich sie im Fall der Fälle abrufen kann...

2. Wenn Tala der Meinung ist, dass sie jetzt ihr "Rudel" um sich haben möchte, aber halt eben grad keiner da ist uns sie im Zwinger sitzt, dann heult sie so laut, dass die Luft vibriert (und ihre Schwester auf dem Nachbargrundstück antwortet ebenso lauthals heulend).
Der eine oder andere Nachbar ist sicherlich von dem zugegeben schaurig lauten Heulen nicht so sehr begeistert, wir haben aber das "Glück" dass alle Nachbarn selber Hunde haben, und die kläffen eben auch oft über einen längeren Zeitraum, und wenn man im Glashaus sitzt....

3. Tala verteidigt schon jetzt mit ihren erst 17 Monaten konsequent Haus, Hof und Auto wenn sie alleine ist und sich eine fremde Person nähert.

4. Da Tala alles mit der Schnauze untersucht, eben auch ihr unbekannte Zweibeiner, kann das mitunter schon zu Mißverständnissen bei nicht richtig aufgeklärten Personen führen, die fühlen sich dann mitunter schon mal "angeknabbert".

Ich persönlich bin der Meinung, man muss sich mit einem TWH wesentlich intensiver auseinandersetzen als mit einem Hund anderer Rasse. Man muss sein eigenes Verhalten und Tun immer wieder aufs Neue hinterfragen. Man ist auch nie vor Überraschungen sicher und man braucht unzweifelhaft eine große Liebe zu diesen Hunden, um die Herausforderungen mit denen sie uns konfrontieren, gewachsen zu sein.
Man darf sicher kein Freund eines aufgeräumten und piekfeinen Gartens sein, man darf nicht erschrecken, wenn der Hund plötzlich vom Dach des Carports oder vom Schuppendach herunter auf einen runterschaut und mit seinem Blick zu sagen scheint "schau mal wo ich bin, hi hi". Mit der Tala war es noch keinen Tag "langweilig" und man muss das schon akzeptieren, und das nicht nur für eine begrenzte Zeit, sondern im Idealfall für viele viele Jahre!
Wenn ich sehe, wie stark mittlerweile die Bindung von Tala zu ihrer Familie ist, wie sehr sie sich auf uns und das Leben mit uns eingestellt hat... es wäre der Supergau für dieses wundervolle Tier, wenn sie abgegeben würde! Und weil dies sicher bei allen TWH's so ist, dass sie sich völlig auf ihre Familie einlassen, drum denke ich, sollte jeder Interessent es sich wirklich lieber 10x überlegen, ob er sein Leben für die nächsten etwa 15 Jahre so leben will und kann. Mir tun die Hunde die abgegeben werden einfach alle sehr leid.
Auch wird man wegen des ruppigen Spiels des eigenen Hudnes von Hundebesitzern andersrassiger Hunde sehr oft gemieden, später dann wohl weil die TWH's sich nicht mehr mit anderen gleichgeschlechtlichen Hunden vertragen, aber das kommt auf uns ja noch zu, dass andere Hunde nicht mit Tala spielen (dürfen), sind wir aber mittlerweile gewöhnt. Die anderen Hundebesitzer haben anscheinend meist Angst um ihre Hunde...

Es wird also sicher auch bei uns noch so manche Überraschung und Herausforderung geben, aber wir werden nicht aufgeben und ich denke, wir haben auch genug "Galgenhumor" und vor allem lieben wir unsere Tala wirklich sehr, denn wie ich heute schon geschrieben habe, sie macht viel viel Blödsinn, aber es kommt auch unheimlich was zurück. Erst letzte Woche hat sie die Brille meines Mannes umdesignt und ihm ins Glas ein Gucklock gebissen. Die Käppie's meiner Söhne die die achtlos irgendwo liegen lassen, sind fast durchgängig ohne Schild oder haben zumindest Bissspuren, einige andere Dinge habe ich ja schon geschrieben. Es wird wirklich mit zunehmendem Alter immer besser und sie wird immer leichter zu händeln. Wir sind auch gespannt, wie die Tala sich entwickelt wenn sie voll erwachsen ist...

Wie gesagt, unsere Tala ist sicher eine Herausforderung (wie wohl auch manch anderer TWH) und man braucht viel Geduld, Nerven, absolute Konsequenz, viel Liebe und eine große Portion (Galgen-)Humor! Nicht zu vergessen ist auch die finanzielle Seite, denn was kaputt geht, muss ja auch wieder ersetzt oder repariert werden!

Ja, Saphira, ich möchte Dich nicht von den TWH abschrecken, ganz sicher nicht. Ich finde der TWH ist ein wundervoller Hund. Ich denke aber auch, man sollte ungeschönt und ehrlich jedem Interessenten sowohl die positiven, als auch - und vor allem - die "negativen" Eigenheiten und Erfahrungen mitteilen. Nur so kann jeder für sich entscheiden, ob ein TWH der richtige Hund für einen selber ist.

Den unzweifelhaft vorhandenen Jagdtrieb haben wir inzwischen gut im Griff. Tala lässt sich auch hinter Hase oder Reh abrufen.

Schöne Grüße,
Andrea
Andita jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 07:57   #8
Dajka
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Hallo,
unsre TWH machen keinen Radau, wenn sie alleine im Zwinger bleiben müssen nur haben wir festgestellt, dass sie sich im Haus viel wohler fühlen, auch wenn wir weg sind. Natürlich wird das ein oder andre mal untersucht, aber klpf auf Holz es ging noch nie was grösseres kaputt...das Sofa schaffen unsre Kids und die Hunde haaren es voll...Wozu gibts Ebay da wirds dann nicht so teuer...In 8 Jahren 2 Sofas...Unsre Kids haben es durchgebrochen.
unsre kleine 5 Monate alt, hatte schon früh 4.Woche damit angefangen Haus und Hof gegen Fremde zu verbellen Auto selbstverständlich auch.
Durch konsequente Erziehung sagen wir unsren dreien aber was geht, und was nicht.
Unsre Hunde springen auch nicht auf die Garage obwohl sie es schaffen könnten, aber dazu sind sie zu faul...mit der kleinen hab ich gestern für 1km 30min. gebraucht...
Sie springt auch noch an aber nicht mehr so häufig und das anknabbern wurde schon früh unterbunden.
Wir gehen auch dreimal in der Woche auf unsern Hundeplatz.
Dort machen wir obedience, agility, mantrail machen wir privat
Kinder finden sie klasse, wir waren erst gestern in unsrer Grundschule

DAS SIND MEINE ERFAHRUNGEN
BEI UNS GING DURCH DIE HUNDE NOCH NICHTS KAPUTT,AUSSER DASS FRESSBARES ANGETESTET WIRD.
WIR HABEN AUFRÄUMEN AUS SICHT DER HUNDE GELERNT
__________________
------------------------------------------------
Man kann versuchen Euch zu ändern, aber man kann auch die Zeit sinnvoll nutzen!
-----------------------------------------
Zwinger von der Gölshäuser Lücke

Last edited by Dajka; 24-06-2010 at 08:01. Reason: was vergessen
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Old 24-06-2010, 11:17   #9
saphira
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Vielen Dank für die vielen Eindrücke und Erfahrungen die ihr mir hier vermittelt! Ich merke immer mehr, dass diese Rasse mich wirklich fasziniert und ich denke, dass der Hund wohl gut zu mir passen würde. Trotzdem möcht ich nicht überhastet handeln. Grundsätzlich sehe ich mich in der Lage dem THW ein passendes zu Hause zu bieten. Aber da es ja nicht so ist, dass ich alleine lebe muß es eben auch für alle anderen beteiligten passen.
Wenn ich mich für etwas entscheide, dann immer aus vollem Herzen und ich bleib grundsätzlich dabei.
Unser Sam war eine einzige Katastrophe und sogar wirklich erfahrene Hundeleute rieten uns, ihn wegzugeben. Dieser Hund hat mir damals in die Augen geschaut und beschlossen, dass er für mich lebt (Setter sind von ihrem ganzen Wesen her eher so) und ich muss gestehen ich wäre lieber mit ihm und meinen beiden Pferden unter die Brücke gezogen als ihn wegzugeben. Gedankt hat er es mit hunderfach ... auch wenn ich ihn die ersten 1-2 Jahre oft am liebsten erwürgt hätte *lol*

Die Dinge stehen jetzt natürlich etwas anders. Inzwischen habe ich als Hobby eine kleine Pferdezucht und mache alles selber. Wir bauen Haus und planen Kinder. Und ein Hund gehört für mich dazu, so wie es immer war. Aber ich weiß genau, dass wenn ich wo mein Herz dranhänge, es auch da bleibt und ich will einfach "vernünftig" genug sein, mir nicht etwas aufzuhalsen, was dann in einer Belastung ausartet. Ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass das wieder Weggeben eines Hundes für mich grundsätzlich KEINE Option ist.

Bitte mich an dieser Stelle nicht falsch verstehen!!! Ich sehe es nicht als Belastung, einen Welpen aufzuziehen, inklusive aller kleinerer und größerer "Problemchen" die das so mit sich bringt. Auch nicht die unvermeidliche Flegelphase :P aber ich möchte einen händelbaren Hund, der zwar voll in der Familie integriert ist aber der nicht ständig den Mittelpunkt der Welt darstellen muss um glücklich zu sein. Es gibt solche Hunde und auch wenn mein künftiger Hund sicher ein ständiger Begleiter wird, gibt es auch noch andere Dinge auf dieser Welt um die ich mich kümmern muß und möchte.
saphira jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 13:37   #10
timber-der-wolf
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Hallo Saphira,

schön, dass Du Dich für TWH´s interessierst und informieren möchtest. Hier wurde Dir ja bereits ausführlich, und wie ich meine, sehr realistisch von Andrea, Astrid und Birgit zum TWH und über das Leben mit einem TWH berichtet. Man kann auch gut erkennen, wie unterschiedlich die Tiere sein können.

Wobei, ich habe ein wenig den Eindruck, dass Deine Entscheidung im Grunde schon feststeht, hab ich Recht?

Quote:
Originally Posted by saphira View Post
... aber ich möchte einen händelbaren Hund, der zwar voll in der Familie integriert ist aber der nicht ständig den Mittelpunkt der Welt darstellen muss um glücklich zu sein.
... und auch wenn mein künftiger Hund sicher ein ständiger Begleiter wird, gibt es auch noch andere Dinge auf dieser Welt um die ich mich kümmern muß und möchte.
Wenn ich allerdings die 2 gelb markierten Stellen Deines Posts lese, und da sei mir bitte nicht böse, rate ich Dir ganz ehrlich vom TWH ab, such Dir eine "pflegeleichtere" Rasse!

Im Mittelpunkt der Welt muss ein TWH nicht stehen, aber er erfordert und fordert (!) mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit, Zeit, ... etc. als es bei vielen anderen Rassen notwendig und erforderlich ist.

Da auch in meiner näheren Verwandschaft bis vor kurzen 12 Jahre lang ein Irish Setter lebte, kann ich Dir nur versichern, dass zwischen beiden Rassen "Welten liegen".

Ein TWH ist eine Lebensphilosophie in jeglicher Hinsicht! Das sollte man unbedingt bei der Entscheidung für die Anschaffung eines TWH beachten.
__________________
LG, Norbert mit seinen Graupelzen Onka v. Böhmerwald & Kira
"Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" (Kant)

Last edited by timber-der-wolf; 24-06-2010 at 13:40.
timber-der-wolf jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 14:13   #11
saphira
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Hallo Timber!

Ja ... meine Herzensentscheidung und meine persönliche Entscheidung stünden fest. Ich lebe und arbeite von klein auf mit Tieren und habe mich auch von Kindesbeinen an damit auseinandergesetzt. Andere Kinder waren Fans von Rock-Bands oder Filmstars. Ich habe unter anderem Konrad Lorenz verehrt und alles "verschlungen" was Verhaltensweisen von Tieren anging *lach* ... das ist mir geblieben, vielleicht auch der Grund warum ich Züchterin bin.

Nein, im Ernst das ist der Grund warum ich euch hier auf die Nerven gehe. Ich versuche rauszukriegen ob der "Wolf "und ich auch für den Rest der Familie erträglich wären und ich bin dankbar für solch ehrliche Antworten.

Dass der Setter sich vom TWH um Welten unterscheidet ist mir natürlich klar ... ich wollte damit auch nur sagen, dass ich kein gänzlicher Anfänger bin, auch im Umgang mit sogenannten "Problemhunden" und Pferden (wobei ich der Meinung bin, dass fast alle Tiere dazu gemacht werden und das nicht mal immer böswillig sondern leider oft aus Unwissenheit und Desinteresse).

Ich bin auf jeden Fall auch offen für Vorschläge. Wenn jemand eine Idee hat welcher Hund zu mir (uns) passen könnte immer her damit.
saphira jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 15:04   #12
engel63
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Hallo

Ich möchte doch auch mal was schreiben hier ..Mein Twh Rüde ist jetzt kanpp 8 Monate .. Und ich hatte vorher auch schon andere Hunde .Husky und Schäferhunde .Beide sind auch so unterschiedlich gewessen wie Tag und Nacht ,
Durch den SV habe ich mit beiden Hunden Prüfungen machen können .Beide haben gut gehört . Der twh ist was ganz anders der hat unser Leben total umgekrempelt und ich habe mich weiss gott gut informiert ..

Nano bleibt überhaupt nicht alleine .sofort fängt er das jaulen an ..ich habe ihn von anfang an immer mal alleine gelassen .es funktioniert nicht gut , also geht er fast überall mit hin .

Kaputt machen .würde ich sagen wie alle junge Hunde da geht schon mal was zu bruch ..

er hört schon ganz gut ..kann ihn frei laufen lassen aber wenn er nicht will ..will er nicht .er ist sowas von stur .mit meiner Tochter 14 jahre ist er auch teilweise sehr ruppig .

Noch verträgt er sich mit jedem Hund .ist sehr unterwürfig denke das wird sich aber geben .wenn er älter wird .Dann wird er mit sicherheit nicht mehr mit jedem Rüden klarkommen .Ist aber finde ich normal ..

ich weiss nicht ob du bereit bist dein ganze , leben auf so einen Hund einzustellen .und ich denke das wirst du machen müssen ..

Neben Pferd herlaufen ??? frei oder an der Leine . vlt ist ein Border collie .. auch ein netter begleiter für dich ...

lg gaby

Last edited by engel63; 24-06-2010 at 15:07.
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Old 24-06-2010, 15:20   #13
Astrid
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Kritisch zu hinterfragen und seine Meinung kund zu tun, dass ein TWH hier oder da vielleicht doch nicht so passend sein könnte, ist eine Sache. Aber halt statt dessen irgendeine andere Rasse zu empfehlen finde ich schon etwas strange... Auch andere Rassen haben Bedürfnisse und das Recht, das ideale zu Hause zu bekommen. Und ich frag mich grade ernsthaft, wie man da ausgerechnet auf den Border Collie, einen der Workaholcis unter den Hunden kommt...?!?
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Liebe Grüße aus Wien,
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Old 24-06-2010, 15:26   #14
saphira
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Obwohl ich den Border wirklich absolut faszinierend finde (besonders wenn man diese Tier bei der Arbeit beobachtet) ist er sicher nicht der Hund der für mich geeignet ist. Genau deshalb weil er ein total Arbeitshund ist. Ich habe schon 2 Border erlebt, die wieder abgegeben wurden weil sie einfach völlig unterfordert waren.
Wenn der TWH genauso ist, dann muß ich mir hier und jetzt eingestehen, dass es leider NICHT der richtige Hund für mich wäre.
Ich rede hier jetzt nicht vom Zeitaufwand sondern von der Art Arbeit die ein Border fordert.
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Old 24-06-2010, 15:46   #15
halfbreed
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Ich möchte hier doch auch mal ein wenig von meinen Erfahrungen mit meinen Rackern berichten.
Ich habe 3 TWH-Mädels (15 Monate, 3 Jahre und 4 Jahre) und einen Rüden, 2 3/4 Jahre und sie sind alle ziemlich unterschiedlich in ihrem Charakter.
Und ich finde auch nicht dass man sein Leben nach seinen Hunden ausrichten sollte, sondern die Hunde nach dem eigenen Leben, sonst is da irgendwas verkehrt herum*g*. Natürlich müssen dazu passende Grundvoraussetzungen gegeben sein.
TWHs binden sich sehr eng an ihre Leute, trotzdem kann man es ihnen beibringen auch mal alleine zu sein und meine liegen hier auch firiedlich um mich rum ohne den ganzen Tag nach Beschäftigung und Aufmerksamkeit zu heischen. Sie kriegen diese natürlich trotzdem in dem mir je nach Tag zur Verfügung stehenden Rahmen. Und sie sind da absolut anpassungsfähig und diesbezüglich problemlos. Natürlich kommt es sehr auf das jeweilige Tier an und was man damit macht und wie man ihn von klein auf an ins Leben einbindet.
Mal zum alleine bleiben. Ich hab es meinen NICHT beigebracht, ich brauch es nicht, weil wenn ich nicht zu Hause bin kommen sie in den Garten.
Hier also meine Erfahrungen mit meinen Hunden und alleine zu bleiben ohne das zu üben ;o)
Cajou hab ich das erste mal mit 16 Monaten alleine gelassen drinnen, da war sie läufig und ich musste sie von den Rüden trennen. Obwohl sie das nicht kannte hat sie nichts kaputt gemacht, nie, sie jault nicht und das Wohnzimemr sieht hinterher aus wie vorher, und das bis zu 8 Stunden lang.
Iowa kann ich eigentlich auch alleine lassen ohne dass ise was zerstört, nur wenn sie grade trächtig ist oder Welpen hat durchwühlt sie alles (Schränke, Kühlschränke, etc) nach was essbarem, stellt dabei aber "nur" eine große Verwüstung an. Ansonsten gehts, ich würde sie aber nicht länger als 4 Stunden alleine lassen weil ich ihr nicht hundertpro traue.
Azrael geht mittlerweile, als er noch jung war konnte ich ihn teilweise keine 5 Minuten alleine lassen weil er irgendwas gefunden hat was er in Stücke reißen konnte oder drauf rumkauen. Mittlerweile kann ich ihn auch mal 2-3 Stunden alleine lassen (wen ner nicht eh schon den ganzen Tag drinnen rumlag und ihm irgendwann langweilig wird ;o)
Und Vally lass ich auch nur mal ein paar Minuten alleine, die ist noch recht einfallsreich ;o)
Wie gesagt muss ichs auch nicht, ansonsten wäre das sicherlich schneller gegangen ihnen das beizubringen ;o).
Ein TWH braucht schon seine mehr oder weniger sinnvolle Beschäftigung, man muss ihn aber nicht den ganzen Tag "bespaßen". Am Glücklichsten sind sie natürlich wenn sie einfach nur dabei sein dürfen.
Und auch zum Ausreiten kann man sie mitnehmen, das machen auch einige, gabs hier auch schon Themen zu.
Lernen tun sie eigentlich sehr schnell. Ob und worauf sie dann Lust haben ist ne andere Sache ;o).
Einige TWHs sind sehr hart im Nehmen, andere wiederum ziemlich sensibel. Man muss natürlich schon individuell drauf eingehen
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Old 24-06-2010, 17:07   #16
Rani
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Hallo,

hier mal was zu meinen bisherigen Erfahrungen.
Meine Maus ist jetzt 9 Monate, also von daher haben wir bestimmt noch gaaanz viel zu erleben...
Bei uns ist es so, dass wir einen kleinen Reiterhof (unter anderem züchten wir auch) mit Beherbergungsbetrieb haben, ein ziemlich weitläufiges Gelände mit vielen Tieren (Hirsche, Schafe und etliches anderes), das auch nicht komplett umzäunt ist.
Ich habe noch einen zweiten Hund (11jähriger DSH Mix), der mir bei der Erziehung schon echt viel Arbeit abgenommen hat und den sie abgöttisch liebt.
Mit den anderen Tieren gibt es keine Probleme, da sie von Anfang an gelernt hat, das diese dazu gehören und wir keine Familienmitglieder jagen, sogar als unsere Ferkel durch die Gegend gerannt sind, hat eine Ansage gereicht, danach hat sie sie nur noch bis zu Ihrem Zwinger gehütet, aber nie mehr gezwickt oder so...
Beim Ausreiten ist sie total unproblematisch, da mein alter Herr mittlerweile nicht mehr so auf Jagd steht und ich Ihr schon bei den ersten Malen einfach ein Stück abgehauen bin, wenn sie gebummelt hat, weiss sie sehr genau, dass Frauchen da ganz schnell weg sein kann und passt auf wie ein Schiesshund...
Sie liebt es sich im Pferdeschweif festzubeissen wenn ich oben sitze, meine Pferde nehmens locker, aber ich weiss das sie da nicht die Einzige ist, darauf sollte man also achten, sonst kanns böse enden...
Die Sache mit den Feriengästen war Ihr anfangs etwas unheimlich, mittlerweile sucht sie sich bei Trubel ne ruhige Ecke und schläft. Ich passe da auch sehr auf, dass sie niemand anfasst, zu dem sie nicht von allein hingeht.
Ansonsten ist sie ein extrem selbstbewusster und selbstständiger Hund, der immer mindestens 5 Meter abseits liegen muss um dies zu demonstrieren.
Ihren "Anschaffungspreis" hat sie mittlerweile mindestens auch nochmal in Materialschäden umgesetzt, war aber ausnahmslos meine eigene Trantütigkeit Schuld dran.
Wir hatten jetzt auch schon die netten Phasen, in denen mindestens zweimal am Tag ernsthaft überprüft wurde, wie sehr Frauchen die Sachen die sie fordert auch wirklich will (so absurdes wie rankommen beim Rufen...), klappt im Moment wieder hervorragend, aber ich bin mir sicher, sie wird sich da noch was einfallen lassen...
Zur Verträglichkeit kann ich wenig sagen, noch unterwirft sie sich allem was vier Beine und ne Rute hat...
Alles in allem habe ich ungefähr den genialsten Hund, den man sich wünschen kann und abgeben würde nie in Frage kommen, da würden mir glaub ich ein Arm oder ein Bein weniger fehlen, egal was sie noch an spannenden Sachen bereit hält...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit Ihr deutlich leichter ist, als mit meinem Alten, den hab ich total verkorkst mit 9 Monaten übernommen, der war in dem Alter eher zum Erwürgen.
Mein nächster Hund wird definitiv ein zweiter TWH, aber ich hoffe mein Grosser hält noch ne Weile durch, denn wenn er geht ist Staatstrauer angesagt.
Der Mittelpunkt der Welt muss meine Madame nicht sein, auch wenn sie sich für ziemlich wichtig hält, wär sie glaub eher genervt, wenn ich ständig nur um sie herumhüpfen würde...
Und allein bleiben (mit zweitem Hund) war kein Problem als sie kleiner war, im Moment hat sie dafür einfach zu viele kreative Ideen, die man prima ausleben kann, wenn Frauchen endlich mal nicht aufpassen kann, ich glaube aber fest daran, das das wieder geht, wenn die Kiefer nicht mehr ununterbrochen in Bewegung sein müssen, weil heulen oder sowas tut sie gar nicht.
Bei anderen Leuten lassen ist da schon schwieriger, auch bei meinen Eltern oder einer Freundin die sie alle vom ersten Tag an hier kennt, sie jeden Tag sieht und alle heiss und innig liebt, ist es inakzeptabel, da wird geheult, die Tapete von der Wand gekratzt, die Türen malträtiert und alles was Ihr sonst noch einfällt, da lässt sie sich wohl auch nicht regulieren und mein Vater ist da schon sehr konsequent...
Aber zum Glück sind alle sehr belastungsfähig, so dass sie es ab und an mal auf sich nehmen (bei diesem Wetter nehm ich die Hunde halt nicht mit zum Einkaufen oder so)...
Ach ja, ein Leckerli hab ich sozusagen noch oben drauf bekommen und durch diese Rasse eine Freundin gewonnen, die ich sonst wohl nicht kennengelernt hätte, und die uns hoffentlich noch etliche Jahre mitsamt Ihrem durchgeknallten Hund erhalten bleibt
Am Ende musst Du das mit Familie entscheiden und Deinem Partner die Frage stellen, ob er bereit ist eventuelle Schwierigkeiten mit durchzustehen.

Ganz liebe Grüsse

Vivian und Anhang
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Old 24-06-2010, 17:15   #17
Cationa85
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Originally Posted by Rani View Post
Hallo,

Der Mittelpunkt der Welt muss meine Madame nicht sein, auch wenn sie sich für ziemlich wichtig hält, wär sie glaub eher genervt, wenn ich ständig nur um sie herumhüpfen würde...

Der Mittelpunkt? Ist mir noch garnicht aufgefallen!
__________________
LG, Jessica und Rudel (www.howling-dogs.de)

Cationa85 jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 17:32   #18
engel63
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huhu

war doch nicht böse gemeint .nur sie sagt ja selbst Vorschläge ,,und da Border Collies die ich auch kenne .. gerne mit Pferden unterwegs sind .Ist das doch nicht so abwegig ..
engel63 jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 18:24   #19
Astrid
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Hallo Gaby,

von mir auch nicht.

Aber es wird hier generell sehr schnell aufgejault und gefordert, dass sich Interessenten sehr gut über die Rasse TWH informieren sollen. Ist ja auch richtig so und zum Wohle des Hundes. Aber das muss für alle Rassen gelten, nicht nur für den TWH und wenn man sich ein bisschen eingehender mit dem von dir vorgeschlagenen Border Collie auseinander setzt, wird man feststellen, dass das mitnichten einfach nur liebe Hunde, sondern Vollblutarbeitstiere sein können, die entsprechend Probleme bereiten, wenn nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.
__________________
Liebe Grüße aus Wien,
Astrid mit Nanook & Chinua - jetzt auch auf Facebook

Astrid jest offline   Reply With Quote
Old 24-06-2010, 18:48   #20
Rani
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Hallo Jessica,

möchtest Du etwa sagen ich hab mir da ne kleine Diva rangezogen?
Ist mir noch gar nicht aufgefallen...
Haben uns schon lang nicht mehr gesehen, wird mal wieder Zeit...
Haben noch Zuwachs bekommen, eine Hündin in Ranis Alter (Dogge x Rhidgeback), die findet Dein Süsser bestimmt auch gut...
Sag mal Bescheid, wenn Dich die Langeweile packt...

LG

Vivian
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