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Erziehung & Charakter Was muss man bei einem Welpen beachten, wie sozialisiere ich ihn, die meisten allgemeinen Probleme mit dem TWH, wie löse ich sie

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Old 12-01-2009, 12:34   #1
Blackrider1965
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Default Mimik & Körpersprache - Verhalten gegenüber anderen Hunden

Aloha an alle Hundefreunde und ein frohes neues Jahr!!!!
Da ich in keinster Weise nachtragend bin, und mein Stolz es auch erlaubt, möchte ich doch noch mal versuchen meine Erfahrungen hier kund zu tun, und auch durch Erfahrungen anderer zu lernen.

was mich nun brennend interessiert interessiert ist die Mimik und Körpersprache des TWH im Vergleich zu einem domestizierten Hund. Durch Selektion Zucht und was weiß ich was noch alles hat der Haushund nach 14000 Jahren einige Körpersprachen und Instinkte verloren, die der TWH durch die Kreuzung mit einem Wolf sozusagen wieder erlangt hat. Ganz einfach gesagt. Oder grundsätzlich falsch?? Wie komme ich darauf. Was mir spontan einfällt ist das Anspringen und versuchen seinen (menschlichen) Rudelführern die Schnauze zu lecken. machen unsere anderen nicht. Die Sprache mit den Ohren ist meiner Meinung nach viel differenzierter. Das Spielen unter unseren Hunden (Weimaraner, Mischlingshündin, TWH) ist auch ganz anders. Die TWH´s "ärgern" und "reizen" ihre Artgenossen nun mal gerne. Unsere Hündin, Chefin des Hunderudels gibt zu verstehen, - Ende ich will nicht mehr. Sie gibt es dann mit Fletschen (sieht dann aus wie ein Alien im 2. Stadium) zu verstehen. Der Weimaraner zieht von Dannen. Der TWH geht in gebeugter Stellung mit gesenktem Kopf, angelegten Ohren und dem Versuch ihre Schnauze zu lecken weiter auf sie zu. Sie scheint es nicht zu verstehen, und verbeißt ihn. Worauf will ich nun hinaus. 1. "Verblöden" die TWh´s wenn sie nur in Kontakt mit Nichtwolfshunden sind. Der Mensch degeneriert ja auch wenn er nicht mehr sprechen darf. Ist es anders herum sinnvoller einen 2. TWH zu halten? Und zu guter Letzt: Ist es sinnvoll Bücher über Wesen, Psychologie und Verhaltensweisen des Hundes zu lesen wenn man einen TWH sein Eigen nennt. Oder muss doch noch unterschieden werden?
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Old 12-01-2009, 13:59   #2
Alpharanger
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Das was du hier beschreibst kennen wir auch.
Das der TWH andere Rassen nicht versteht oder nur teilweise.
Ich finde es immer wieder angenehm wenn wir besuch von seiner TWH Freundin haben oder wir bei ihr sind.
Die Mimik und Gestik ist einfach unter TWH´s meiner Meinung nach unmissverständlich und mit den typischen Beschwichtigungsgesten schnell wieder in Ordnung gebracht.
Es gibt halt auch Situationen wo Arandil andere Hunde falsch versteht bzw. sie nicht verstehen kann.
Das ist besonders schlimm bei kupierten Hunden, mit denen kann er überhaupt nichts anfangen und sieht sie erstmal als Bedrohung.
Schließlich kommt noch die Hochnäsigkeit (dazu haben wir schon mal in nem anderen Thread geschrieben) zu den den typischen Schleimerrassen die nicht mal mit dem Arsch angeschaut werden bzw. hochnässig behandelt werden (geh weg du schleimer )
__________________


Ich wünsche euch was, vor allem viel Spaß mit den Hunden
http://www.wolfs-hunde.com
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Old 12-01-2009, 14:15   #3
Thorin
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... wir haben neben unseren 2 TWHs noch 2 Laiki (mit Ringelschwanz) und einen Akita.

Letzterer zeigt überhaupt keine mimische Regung, von der Ohrenstellung abgesehen. Unser junger TWH hat aber überhaupt kein Problem zuerkennen, wenn es eng wird. Zu Anfang hatte unser alter TWH Probleme mit den aufgestellten Ringelschwänzen - er wusste nicht so recht was das zu bedeuten hatte - mittlerweile verstehen sich die Burschen aber sehr gut...
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Old 12-01-2009, 14:25   #4
Manni
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Hi,
ich bin zwar nicht der "Experte", einen TWH habe ich seit knapp 9 Monaten, aber klar isehe ich auch, das die Mimik und das Verhalten anders ist, als bei den anderen Rassen.
Meine Hündin kommt allerdings überwiegend gut mit allen möglichen Rassen aus - meist noch mit jüngeren Hunden - sie wird jetzt grade mal 1 Jahr - kann sein das sich das noch ändert.
Interessant finde ich, das sie und unser Nachbarhund, ein Labrador, mit dem wir jeden Morgen spazieren gehen, wie ich meine - sich immer mehr gegenseitig anpassen - der Nachbarhund zeigt jetzt viel mehr Mimik als vorher - er wird leider überwiegend im Zwinger gehalten oder im Haus und es wurde nicht viel mit ihm unternommen.
Auch im Spielverhalten und anderem passen die Zwei sich immer mehr an.
Generell findet Ragna andere Hunde - wenn nicht an der Leine - klasse - besser als alle Leckerlies und Spielzeug und eine wilde Jagd ist überhaupt das schönste für sie.
Unsere Hundetrainerin, bei der sie öfters tagsüber untergebracht ist, meint, das im Spiel schon heftiger ist als die anderen - aber doch sehr "sozial kompetent"sei d.h. sie weis wann sie aufhören muss.
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Old 23-01-2009, 10:28   #5
Gernot160
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Nun, blackrider, es ist ganz witzig was Du über Deinen TWH schreibst, das gleiche habe ich mit meiner TWH-Hündin Tala und unserer alten Schäferhundmixhündin Ronja erlebt. ABER: Jetzt haben wir einen 5 Monate alten Weimi, Cheyenne, dabei, und sie treibt mit Tala exakt das gleiche Spiel, welches diese damals mit Ronja getrieben hat!
Daher die Frage: Ist es nicht eher eine individual spezifisches Verhalten, also weniger rassespezifisch? Versuchen wir nicht einfach manchmal etwas in unsere Tiere hineinzulegen (Wolfsverhalten) weil sie für uns etwas Besonderes sind?
Gruß
Gernot
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Old 23-01-2009, 11:26   #6
michaelundinaeichhorn
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Originally Posted by Gernot160 View Post

Versuchen wir nicht einfach manchmal etwas in unsere Tiere hineinzulegen (Wolfsverhalten) weil sie für uns etwas Besonderes sind?

Hallo Gernot,

das sehe ich ganz genau so.
Viele der sogenannten rassespezifischen "Probleme" entstehen genau dadurch.
Und die damit einhergehende Überhöhung von TWH's.
Wobei es natürlich (bei jeder Rasse) Verhaltensweisen gibt, die durch Genetik und Selektion sich mehr oder weniger deutlich ausgeprägt zeigen.

Grüße,
Michael
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Old 23-01-2009, 15:24   #7
Blackrider1965
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Dazu bin ich halt zu unerfahren. Ich beobachte halt nur, dass mein Hund anders reagiert, wenn er einem gestutzten Hund, oder so einem Flokati, wo man manchmal nicht weiß, wo vorne und hinten ist gegenübersteht, oder eben einem schäferhund, mali, husky oder ähnlichem. Da ich aber nun kein genetiker bin, wäre es doch interessant zu wissen, was in den f1 bis f4 generationen so passiert ist. es sind doch eindeutig gene des wolfes mit dem des hundes vermischt worden. was bei einigen rassen nun ca. 14000 gedauert hat, sprich das Domestizieren ist doch beim TWH wieder reduziert worden. Oder sehe ich das falsch?
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Old 23-01-2009, 18:35   #8
michaelundinaeichhorn
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Das mit den sogenannten Flokatis und "Plattnasen" geht oft auch anderen Hunderassen so. Das hat nichts mit TWH's oder gar Wölfen zu tun.
Ein Shar Pei z.B. muß auf einen anderen Hund wie ein Alien wirken um es mal so zu formulieren.
Aber dies alles ist Gewöhnungssache und erlernbar.
Ein Beispiel:
Unsere Wölfe kannten bis zum Alter von 8 Wochen nur unsere TWH's, die zumindest leichte Ähnlichkeit mit Wölfen haben.
Damit meine ich TWH's im Allgemeinen.
Sie kamen dann aus dem Haus in ein Gehege neben den Gruppenausläufen unserer Hundepension.
Den ersten anderen Hund den sie zu Gesicht bekamen war ein Beagle, den sie sofort als "Artgenossen" erkannten und ihr gegenüber erst submissives Verhalten zeigten und dann Spielaufforderungen machten.
Sie erkennen auch heute noch im großen Gehege "verstümmelte" Hunde als die gleiche Gattung wie sie.
Deswegen ist es auch bei F1-F4 Generationen nicht anders.
Das bestätigt mir auch das Verhalten derartiger Tiere (Wolf-Hundmischlinge) die ich kannte und kenne.
michaelundinaeichhorn jest offline   Reply With Quote
Old 23-01-2009, 21:28   #9
buccaneeroo
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Zitat:
Versuchen wir nicht einfach manchmal etwas in unsere Tiere hineinzulegen (Wolfsverhalten) weil sie für uns etwas Besonderes sind?
Gruß
Gernot

Hallo zusammen,

man muss wirklich Tomaten auf den Augen haben, wenn man nicht in der Lage ist zu sehen, dass die TWH´s eine andere Körpersprache haben als die meisten anderen Hunderassen. Ich denke auch, dass diese Hunde nicht nur was Besonderes für uns sind, sondern auch besonders sind (wie auch Dackel, Labradore, von mir aus auch Shar Pei´s besonders sind).
Nur, wenn ich bei uns in einen ehemaligen Truppenübungsplatz mit meiner Hündin spazieren gehe treffen wir dort innerhalb von 2 Stunden auf mindestens 50 verschiedene Hunderassen. Von diesen 50 verschiedenen Hunderassen "verstehen" auf Anhieb vielleicht 8-10 die sogenannte Sprache meiner TWH-Hündin. Und die anderen 40?
Leute, ich habe keine Tomaten auf den Augen, und das ist auch nicht mein 1. Hund und ich bin auch nicht mehr 18... Die TWH´s legen ein anderes Verhalten an den Tag als andere Hunderassen. Könnte das vielleicht daran liegen, dass vor ca. 60 Jahren ein Hund mit einem Wolf gepaart/gekreuzt worden sind und daraus diese uns allen bekannte Rasse Tschechoslowakischer Wolfhund enstanden ist? Neeeeeeiiiiiinnn! Natürlich nicht! Und wir alle haben uns nur für einen TWH entschieden weil er so aussieht wie ein Wolf, alle anderen Eigenschaften, die damit einhergehen...die "nehmen" wir mit.
Achso, die anderen Herrchens und Frauchens auf besagtem Truppenübungsplatz wundern sich über das Verhalten, Mimik und Gestik meines TWH´s...komisch!?

In diesem Sinne.

Schönne Nabend noch
Luis
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Old 23-01-2009, 22:29   #10
Pavel
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http://www.tierpro.de/shop/hund/buec...erabrantes.php

Eine Bibel von alle, die etwas mit Hund zu tun wollen haben.
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Old 24-01-2009, 02:17   #11
Nebelwölfe
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Hallo Luis

Zu deinem Beitrag hätte ich ein paar Fragen:

1. Inwiefern findest du, unterscheidet sich die Körpersprache von TWHs zu anderen Rassen? Wo liegen die Unterschiede bzw. welche Unterschiede sind das genau?

2. Welche 8-10 Rassen verstehen deine TWH, welche 40 Rassen nicht?

3. Woran machst du fest, dass die 40 anderen Hunderassen deine TWH nicht verstehen? Was genau verstehen sie nicht? Wie verhalten sie sich? Woran machst du fest, dass das rassebedingt und nicht hundebedingt ist? Weisst du, ob sich die anderen 40 Hunderassen jeweils untereinander verstehen?

4. Welche Verhalten legen die TWH deiner Erfahrung nach an den Tag, die andere Hunde bzw. Rassen nicht an den Tag legen?

5. Warum machst du deine Erfahrungen an Rassen fest und nicht an Individuen?

6. Inwiefern wundern sich die anderen Hundehalter über Mimik, Gestik und Verhalten. Über welche genau und inwiefern? Wie unterscheidet sich nach deren eigener Meinung die des eigenen Hund diesbezüglich?

7. Hast du diese Erfahrungen im gleichen Rahmen auch ausserhalb deines Truppenübungsplatzes gemacht?

Danke für deine Antwort

Grüsse, Petra
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Old 24-01-2009, 12:16   #12
Beowulf
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Hallo Leute!
Nach fast 25 Jahren Hundeerfahrung mit zwei eigenen Hunden und eine ganze Menge Hunden die mir über Jahre eng bekannt waren oder sind und einer Pflegehündin, ist mir aufgefallen:
1. Alle Welpen zeigen eine ausgeprägte Mimik und Körpersprache so gut sie es anhand ihres Aussehens können. Als Junghunde und junge Erwachsene verlernen sie es zum Teil, weil sie auf dem Menschen geprägt werden. Bzw. Verhalten als unerwünscht in der Erziehung unterdrückt wird. ZB. der Hund legt sich als unterwürfige Geste vor dem anderen auf dem Rücken. Halter will das nicht und zieht den Hund hoch.
2. Mein erster Hund, ein sogenannter "Flockati" wurde oft von anderen Hunden aller Rassen angegriffen, weil er Aufgrund seines Aussehens nicht alle Verhaltensweisen zeigen konnte. Ein Wolfhund war nicht dabei, den habe ich erst Jahre nach seinem Tod gesehen. Was dabei nicht lesen seiner Körpersprache oder reine Antipahtie der einzelnen Individuen war, kann ich nicht beurteilen, da ich nicht einer der beiden Hunde war. Es war wohl das Eine sowie das Andere.
3. Mein Wolfhund kann mit allen Hündinnen und kastrierten Rüden sehr gut kommuniezieren. Mit Rüden leider so gut wie gar nicht. Die will er halt nicht verstehen. Das heißt aber nicht das er es nicht kann, sondern das er es nicht will. Bei denen geht er sehr hart und konsequent vor, wenn sie nicht haargenau das Verhalten zeigen was er sich erwünscht.
4. Einzige Ausnahme macht er bei einen TW-Rüden, den er das erste mal mit 8 Monaten gesehen hat. Ihm gegenüber war er seit der ersten Begegnung ausgeglichen, milde und tolerant. Die Kommunikation zwischen den beiden ist sehr fein, sie sprechen die gleiche Muttersprache und nicht eine einfacher strucktuierte erlernte Fremdsprache. Um es so mal auszudrücken. Auch jetzt, wo der TW so langsam Erwachsen wird, ist meiner freundlich Tolerant. Wer weiss ob das Verhalten meines Hunden daran liegt, ob der TW seine gehobene Sprache spricht oder ob es einfach nur Symphatie ihm gegenüber ist? Auch hier kann man es nicht wirklich sagen, da man nicht einer der beiden Hunde ist. Interpretieren kann man viel und es nach seinen Wünschen auslegen.

Gruss
Beowulf
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Old 24-01-2009, 12:22   #13
Chris&Kathy
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also bei unserer großen twh 2Jahre ist es so das sie große dunkle hunde unheimlich findet aber bei welcher rasse ist es nicht so, aber sie spielt mit jeder rasse.ud je nach laune klappt es mal mit hündinnen gut und mal nicht ebenso bei rüden.
bei unserem kleinen 3monate ist es so das er sich erst an unserer großen orientiert, was die da so mit dem anderen hund macht, und es dann bei ihr abschaut. wenn sie häufig nicht dabei ist, steht er oft da und schaut blöde drein, wenn der andere ihn zum spielen auffordert.wobei ich denke das es normal ist das sich welpen an großen hunden erst orientieren müssen.

jedoch wenn unsere katzen ihm den weg kreutzt dann findet der kleine das ganz toll und will mit ihnen spielen(die katzen finden das nicht so toll) aber sie sind ja auch keine hunde und wenn sie mit bällen oder kneulen spielen wolle unsere twh auch mit ihnen spielen.sieht immer lustig aus.
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Old 24-01-2009, 21:59   #14
Nebelwölfe
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Vor drei Jahren habe ich im Sommer für drei oder vier Wochen ein Praktikum in einer Hundepension mit Grossgruppenhaltung (bis 50 Hunde) gemacht - und hatte Chester auch dabei. Er befand sich täglich in der sich laufend ändernden Hundegruppe von 30-40 Hunden. In der ganzen Zeit, in der ich dort war, konnte ich nicht feststellen, dass er dort mit anderen Hunden anderer Rassen (und derer gab es auch einige verschiedene) mehr oder weniger Verständigungsprobleme hatte (oder umgekehrt), als die anderen Hunde untereinander auch. Auf der anderen Seite konnte ich feststellen, dass Hunde genauso persönliche Sympathien und Antipathien haben, wie wir auch - was dementsprechend auch das Verhalten bestimmt.
Der grosse Vorteil an diesem Praktikum war, dass ich alle Hunde in einer Gruppe beobachten konnte - und damit den direkten Vergleich untereinander hatte.

Was ich festgestellt habe, ist, dass Kommunikation und Verhalten auf verschiedene Faktoren basieren:

1. Logischerweise die körperlichen Gegebenheiten. Schwierig oder gar nicht zu erkennen ist z.B. ein Nasenrückenrunzeln bei einem Shar Pei oder einem Pekinesen, ein Augenbrauen hochziehen bei einem ganz schwarzen oder ganz weissen Hund, ein Lefzen heben bei einer Bordeaux Dogge, ein "Ohrenspitzen" bei einem Schlappohr, eine Rute in Imponierstellung bei einem Ringelschwanz... Der Wolfshund hat durch seinen normalen und gesunden Körperbau und seine optimale Gesichtsfärbung (wie die des Wolfes) auch die optimale Ausgangslage, dass seine Mimik und Körpersprache so offensichtlich ist, dass sogar wir Menschen diese - eigentlich - ohne Probleme erkennen können. Aber - nur weil sie bei manchen Rassen evtl. nicht oder nur schwer erkennbar sind - heisst es noch lange nicht, dass sie nicht da sind!!!

2. Erlernen der "Hundesprache". Auch Hunde müssen ihre Sprache erlernen. Ein isoliert aufgewachsener Hund z.B. wird mit Sicherheit massive Probleme haben, Körpersprache und Verhalten von anderen Hunden zu verstehen und selber gezielt zu kommunizieren.

3. Die Erfahrung. Hunde, die in der Welpen/Junghundezeit viele andere Hunderassen getroffen haben, konnten eben diese Unterschiede lesen und verstehen lernen. Sie konnten lernen, dass es Hunde gibt, die Ringel- oder dauernd aufgestellte Schwänze haben, dass das Gesicht eines drohenden schwarzen Hundes mit Schlappohren anders aussieht als das eines Hundes mit Maske und Spitzohren, dass es Hunde gibt, die ständig den Nasenrücken runzeln, dass es Hunde gibt, die stänig starren, usw usw. Hunde, die diese Erfahrung nicht gemacht haben - haben logischerweise die grösseren Kommunikationsprobleme.

4. Training. Siehe Punkt 1 von Beowulfs Ausführungen. TWHs, die gelernt haben, dass sie am Menschen nicht hochspringen und Mundwinkel lecken dürfen, werden dieses Verhalten auch nicht zeigen. Mein spanischer Winzling ist Weltmeister im Hochspringen und Nasswäsche durchführen.

5. Die Nuancen. Bei gleichem Verhalten kann es dennoch rassespezifische Unterschiede geben. Schäferhunde, z.B. spielen anders als Jack Russel, die spielen wieder anders als Möpse, die wieder anders als Border-Collies, usw. usw. Auch diese Erfahrung will erst gemacht sein, um es verstehen zu können. Auch da gibt es Sypmpathien und Antipathien. Es gibt Hunde, die können die Spielart von anderen überhaupt nicht ab...
Dass sich "Gleich und Gleich" gerne gesellt und Hunde Rassisten sind - das dürfte eine alte Binsenweisheit sein - und nicht nur für die TWH gelten. Genauso wie TWHs sich am liebsten mit ihresgleichen (oder ähnlichen Rassen) abgeben, geben sich Doggen, Retriever, Pinscher am liebsten mit ihresgleichen ab.

6. Individuelle Unterschiede. Jeder Hund hat seine Eigenheiten, die sich in unterschiedlicher Körpersprache und Verhalten ausdrücken, auch innerhalb der gleichen Rasse. Beispiel: Wenn ein Hund mit einem anderen Hund nichts zu tun haben will, kann er ihn anknurren, ihm drohen, ihn ankeifen, ignorieren oder weglaufen. Gleiche Situation, unterschiedliches Verhalten.

Und manchmal - denke ich - interpretieren wir Menschen auch ganz einfach unsere Hunde (egal ob eigen oder fremd) falsch, weil wir vielleicht etwas annehmen, was gar nicht so ist oder etwas nicht sehen, was eigentlich da ist.
Nebelwölfe jest offline   Reply With Quote
Old 24-01-2009, 23:25   #15
Nebelwölfe
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Originally Posted by Black_rider65 View Post
was mich nun brennend interessiert ist die Mimik und Körpersprache des TWH im Vergleich zu einem domestizierten Hund. Durch Selektion Zucht und was weiß ich was noch alles hat der Haushund nach 14000 Jahren einige Körpersprachen und Instinkte verloren, die der TWH durch die Kreuzung mit einem Wolf sozusagen wieder erlangt hat.
Wenn du dir mal Strassenhunde, Pariahunde, "ursprüngliche" Rassen aber auch andere ganz "normale Rassen" (wie unter anderen(!) die ganzen nordischen oder spanischen Hunde) anschaust, wirst du feststellen, dass sie in Mimik und Körpersprache und Verhalten dem TWH das Wasser durchaus reichen können. Ohne dass vor 60 Jahren Wolf eingekreuzt wurde.

Beide meine spanischen Winzlinge sind in Mimik, Körpersprache und Verhalten genauso gewitzt und ausdrucksstark wie Chester oder Amber. Ihnen kann man jede Regung im Gesicht und in der Körperhaltung mindestens genauso gut ablesen. Chester und Fina ebenso wie Amber und Fina konnten z.B. auch stundenlang nebeneinander liegen und dieses "TWH-typische" Schnauzenspiel betreiben - oder miteinander "kabbeln"...







Quote:
Die Sprache mit den Ohren ist meiner Meinung nach viel differenzierter.
Mal abgesehen davon, dass sich Schlapp- und Stehohr logischerweise differenzieren, kann ich das aus meinen Erfahrungen so nicht generell bestätigen.

Quote:
Das Spielen unter unseren Hunden (Weimaraner, Mischlingshündin, TWH) ist auch ganz anders. Die TWH´s "ärgern" und "reizen" ihre Artgenossen nun mal gerne.
Guckst du mal bei den Terriern Finde ich, kann man auch nicht generalisieren.




Quote:
Unsere Hündin, Chefin des Hunderudels gibt zu verstehen, - Ende ich will nicht mehr. Sie gibt es dann mit Fletschen (sieht dann aus wie ein Alien im 2. Stadium) zu verstehen. Der Weimaraner zieht von Dannen. Der TWH geht in gebeugter Stellung mit gesenktem Kopf, angelegten Ohren und dem Versuch ihre Schnauze zu lecken weiter auf sie zu. Sie scheint es nicht zu verstehen, und verbeißt ihn.
Ich finde, das ist eine ziemlich klare und eindeutige Ansage deiner Hündin. Sie will in Ruhe gelassen werden, dein TWH ignoriert es und dafür kriegt er eins aufs Dach. Das hat nichts damit zu tun, dass deine Hündin das Verhalten deines TWHs nicht versteht - oder dein TWH die Warnung deiner Hündin.
Ich kann mich gut daran erinnern, wie oft Chester von seiner Oma und seiner Tante so richtig eins auf die Mütze bekommen hat, weil er deren deutliche Warnung "ich will meine Ruhe" auf die genau gleiche Weise missachtet hat.

Quote:
1. "Verblöden" die TWh´s wenn sie nur in Kontakt mit Nichtwolfshunden sind.
Ich habe Chester jetzt seit 4 Jahren und er lebt in Gesellschaft von 2 DSH und eines Spaniers. Ich konnte bisher nicht feststellen, dass er deshalb "verblödet" wäre...

Quote:
Ist es anders herum sinnvoller einen 2. TWH zu halten?
Es ist doch für jeden Hund jeder Rasse schön, wenn er einen gleichen (oder zumindest ähnlichen) Partner hat. Und oftmals ist es ja auch so, dass sich Hundehalter zwei oder mehr Hunde der gleichen Rasse zutun...

Quote:
Und zu guter Letzt: Ist es sinnvoll Bücher über Wesen, Psychologie und Verhaltensweisen des Hundes zu lesen wenn man einen TWH sein Eigen nennt. Oder muss doch noch unterschieden werden?
Gegenfrage: Warum nur für den TWH?

Last edited by Nebelwölfe; 24-01-2009 at 23:39.
Nebelwölfe jest offline   Reply With Quote
Old 24-01-2009, 23:39   #16
Astrid
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Warum muss hier eigentlich immer gleich so ein feindseliger Ton herrschen?

Ich hab übrigens auch keine Tomaten auf den Augen, aber nicht das Gefühl, dass TWH großartig anders kommunizieren (wobei mit Sicherheit manche Rassen aufgrund ihrer angezüchteten speziellen Optik Probleme haben werden, sich aller Ausdrucksformen zu bedienen).

Ich räume aber ein, dass sie ev. manchmal etwas hmmmm, wie soll ich sagen - überschwänglicher/ exzessiver (?) kommunizieren; zumindest meine noch junge Hündin. Verstanden wird sie dennoch von anderen Hunden - wenns mal kracht, dann wohl eher deshalb, weil sie a) entweder zu frech wird oder b) mit ihrem fiddeln (= überspielen, herumkasperln - neben fight, flight und freeze eine der 4 Möglichkeiten die Hunde haben, um Konflikte zu lösen) schon so extrem lästig, dass es kontraproduktiv wird.

Und es gibt mit Sicherheit Rassen, mit denen sie tendenziell besser zurecht kommt, als mit anderen - weil sie ähnliches Spielverhalten haben, weil da einfach mehr Sympathie ist oder weil sie von klein auf mehr mit Hunden dieser Rassen zu tun hatte (so liebt sie zB. Border Collies und kommt auch mit Schäferartigen sehr gut zurecht).

Die Grundformen der Ausdrucksweise bei Hunden ist übrigens allen und auf der ganzen Welt gemein - sofern sie die Möglichkeit hatten, sie überhaupt zu lernen und praktizieren können, sind sie eine universelle Sprache, die von jedem anderen Hund auf der Welt (unabhängig seiner Rasse oder Mischung) sofort verstanden wird.

Interessant ist übrigens, dass gerade die Gesichtsmimik aller Caniden die der Menschen sehr ähnlich ist (Mund/Lefzen, Augen, Augenbrauen, Falten... bei Gefühlen wie Angst, Zorn, Aufregung, Entspannung...).

Wenn ein einzelner Hund vom Großteil aller anderen nicht verstanden wird, würd ich mich zuerst fragen, ob dieser eine Hund möglicherweise Probleme mit der Kommunikation hat, bevor ich allen anderen Hunden unterstelle, diesen einen Hund nicht zu verstehen. Aber das ist nur meine persönliche Einstellung.

@ Petra: toller Beitrag!
__________________
Liebe Grüße aus Wien,
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Astrid jest offline   Reply With Quote
Old 24-01-2009, 23:51   #17
Astrid
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P.S: noch zu diesem Beitrag

Quote:
Unsere Hündin, Chefin des Hunderudels gibt zu verstehen, - Ende ich will nicht mehr. Sie gibt es dann mit Fletschen (sieht dann aus wie ein Alien im 2. Stadium) zu verstehen. Der Weimaraner zieht von Dannen. Der TWH geht in gebeugter Stellung mit gesenktem Kopf, angelegten Ohren und dem Versuch ihre Schnauze zu lecken weiter auf sie zu. Sie scheint es nicht zu verstehen, und verbeißt ihn.
Zum einen hab ich bei meiner Hündin immer das Gefühl, sie gibt keine Ruhe, bis es nicht wirklich ordentlich "geboscht" hat - erst dann ist sie zufrieden. Offenbar muss sie es wirklich immer erst ganz deutlich erfahren, bevor sie´s wirklich glauben kann.

Zum anderen kann das durchaus auch dieses "fiddeln" sein, das Chinua übrigens auch bis zur Perfektion beherrscht. Ihre Absicht ist es, die angespannte Situation zu entschärfen und den anderen Hund friedlich zu stimmen; mit ihrer penetranten Art Unterwerfung zu zeigen (Lefzen lecken, auf den Boden werfen, aufspringen, herumlaufen, "Spielaufforedrung" machen, wieder auf den Boden werfen usw.) erreicht sie allerdings oft das Gegenteil. Diese Art mit Konflikten umzugehen ist halt leider ein bissi kritisch, weil sich das Ganze wie ein Teufelskreis immer mehr zuspitzt - der andere Hund wird noch ungehaltener, der Fiddler legt sich noch mehr ins Zeug usw.

Wie schon erwähnt ist es einfach eine von mehreren Strategien, mit Konflikten umzugehen, wobei ein Hund sich nicht auf eine Strategie versteifen muss, sondern durchaus auch - je nach Situation - auswählen kann. (kommt eine Gruppe sich kennender Hund auf einen "neuen" zu, wird er vielleicht eher flüchten, während er beim Aufeinandertreffen mit einem einzelnen, weniger selbstsicheren Hund stattdessen "Angriff" wählen könnte.) Interessanterweise werden von verschiedenen Rassen verschiedene Strategien besonders häufig verwender - ich kenne eine ganze Reihe DSH die recht gerne auf fight zurück greifen, während unzählige Golden Retriever (und mein TWH) besonders oft zum "fiddeln" tendieren...
__________________
Liebe Grüße aus Wien,
Astrid mit Nanook & Chinua - jetzt auch auf Facebook

Astrid jest offline   Reply With Quote
Old 25-01-2009, 01:20   #18
Nebelwölfe
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Hallo Astrid

Danke

Quote:
Originally Posted by Astrid View Post
Zum einen hab ich bei meiner Hündin immer das Gefühl, sie gibt keine Ruhe, bis es nicht wirklich ordentlich "geboscht" hat - erst dann ist sie zufrieden. Offenbar muss sie es wirklich immer erst ganz deutlich erfahren, bevor sie´s wirklich glauben kann.
Das ist nicht nur bei deiner Hündin so - das ist schon eine Eigenheit der Wolfshunde. Als Jungspund hat Chester seine Oma und Tante immer so lange mit seinem aufdringlichen Verhalten genervt, bis es richtig gebatscht hat. Und er war kein "Fiddler". Aber erst dann war Ruhe. Das gleiche Verhalten kannst du bei den meisten Jungspunden beobachten. Die "lechzen" regelrecht nach "Prügel" und verhalten sich entsprechend aufdringlich - bis sie sie auch bekommen.
Das festigt die Rudelstruktur...

Grüssle, Petra

Last edited by Nebelwölfe; 25-01-2009 at 01:48.
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Old 25-01-2009, 18:32   #19
buccaneeroo
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Wenn ein einzelner Hund vom Großteil aller anderen nicht verstanden wird, würd ich mich zuerst fragen, ob dieser eine Hund möglicherweise Probleme mit der Kommunikation hat, bevor ich allen anderen Hunden unterstelle, diesen einen Hund nicht zu verstehen. Aber das ist nur meine persönliche Einstellung.

@ Petra: toller Beitrag! [/quote]


na wunderbar...

entschuldigt, wenn ich nicht auf eure fragen antworten kann. hundepsychologie überlasse ich denen, die davon verstehen oder auch denen, die glauben davon zu verstehen.

ich habe über einen teil meiner erfahrungen mit unserer hündin berichtet. ort und zeitraum spielen dabei keine rolle.

was mir hier auffällt ist, dass sich die lager ein bisschen spalten. da sind diejenigen twh-besitzer, die glauben einen wolf zu haben und die anderen, die darauf pochen, dass sie einen hund besitzen. nun ja, jeder soll es so sehen, wie er es für richtig hält.

ich wollte mit meinem posting auch keine tiefenpsychologische diskussion entfachen oder jemanden ärgern.

ich habe nun mal beobachtet, dass unsere hündin anders kommuniziert als viele andere rassen. nordische rassen und promenadenmischungen aus rumänien, spanien, griechenland oder wo auch immer her, sind bevorzugte spielpartner. und ja, sie "verstehen" sich auf anhieb nach dem üblichen herantasten. warum ist das wohl so...?

buenas noches
buccaneeroo jest offline   Reply With Quote
Old 26-01-2009, 00:15   #20
hanninadina
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Astrid schildert doch genau das "Problem", welches fast alle Wolfshundbesitzer haben. Die Junghunde vor dem Erwachsen werden "nerven" die anderen Hunde. Und warum ist das so? DAs hat Luis doch gut beschrieben, weil die anderen Hunde die Wolfshunde nicht lesen können!

Jeder, der "Der Wolf" von Zimen und andere Wolfs- bzw. Wolfsverhaltenbücher gelesen hat, weiss doch, dass Wölfe bis zum erwachsen werden extrem unterwürfig sind. Nichts anderes hat Herr Eichhorn von seinen Wölfen beschrieben. Aber jeder, der weiss, was passiert, wenn die Geschlechtsreife mit 2 bzw. 3 Jahren bei Wölfen eingetreten ist, weiss auch, dass das dann absolut vorbei ist!

Bestes Beispiel Arctic Wolf Noran, bester Freund meiner Wolfshündin Noomi, konnte bis zum knapp 2 Lebensjahr mit allen Rassen und Mischlingshunden problemlos spielen. Nach erreichen des 2. Lebensjahres war es vorbei! Nur noch Noomi und sonst keiner. Für die, die es nicht wissen, für einen Kostenbeitrag konnte man einen Wolfsspaziergang buchen und seinen Hund mitnehmen. Jetzt nicht mehr mit Hund.

Wer sich mit Wölfen auskennt und sich mal die "Mühe" gemacht hat, diese und sei es nur im Zoo beobachtet hat, weiss, dass die Wölfe gut 43 Mimiken beherrschen. Ein durchschnittlicher normaler Hund oder Mischling bringt es nur noch auf 4- 8 Mimiken. Der TWH liegt da noch deutlich drüber. Da wundere ich mich doch stark über die Aussagen von einigen hier, die auch noch irgendwelche Hundepsychologiestudien u.ä. gemacht haben. Das ist doch gerade das, was klasse ist, der TWH hat noch was drauf, was der durchschnittliche Hund nicht mehr hat.

Das bei derartigen Kommunikationslücken Stress entstehen kann, liegt doch auf der Hand. Warum hat Astrids Hund Stress? Klar, die anderen "Deppen" schnallen einfach nicht, dass das unterwürfigkeits GEsten sind.

Man man man, ich wundere mich, wie wenig hier einige Wissen über die TWHs. Wie soll bei einem Tier das F 7 ist, das Wolfsverhalten schon komplett rausgezüchtet sein? Wovon träumt ihr.

Ein tolles, aber auch endloses Thema. Astrid du wirst auch noch erleben, wie dein Hund andere platt machen wird, wenn er denn erwachsen ist.

Petra, Chester hat schlicht eine Situation der Überforderung, deshalb funktioniert das problemlos. Das habe ich mit Tala auch erlebt, deshalb hat er auch den VDH-hundeführerschein.

Komisch das meine Wolfshunde und andere Wolfshunde problemlos mit meinen Welpen klar kommen, während "normale" Hunde sich sehr schnell genervt fühlen und richtig zupacken. Ich lebe hier noch mit 6 anderen Mischlingshunden. Träumt weiter. Luis super Beitrag! Die sollten mal mit ihren erwachsenen TWHs auf die Bult nach Hannover kommen, dann wären sie ganz schnell klein mit Hut. Künstlicher Pech, wenn ich meine Hunde immer nur in meinem Rudel führe oder in abgesperrten Gelände, dann weiss ich eben nicht was draußen abgeht.

Warum könnt ihr nicht Stolz darauf sein, Wolfshunde zu haben. Warum wollt ihr aus ihnen Labbies machen? Ich versuche das gerade mit meinem Wurf, damit es die nachfolgenden Generationen einfach leichter haben.

Christian
hanninadina jest offline   Reply With Quote
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