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Zucht Informationen über die Zucht, Selektion und Würfe

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Old 31-01-2011, 13:24   #1
Katrin
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Ich züchte zwar nicht und habe auch keine Ahnung davon aber da ich selbst jetzt längere Zeit auf der Suche nach einem zweiten Hund war ist mir dieses Thema auch irgendwie aufgestoßen.
Da ich den Hund zum Therapiehund ausbilden möchte sind mir da die Gene schon wichtig, denn ein scheues Tier kommt da nicht in Frage.
Wenn ich mir einen Husky, einen Schäferhund oder eine Dackel kaufen will gucke ich danach wie die Eltern und Großeltern sind und suche danach den Hund aus. Das geht bei den Wolfhunden garnicht immer, denn auch wenn der Stammbaum angegeben ist sieht man häufig (sogar ich), dass das einfach so nicht sein kann. Da es sowieso schon so wenige Züchter gibt macht das die Sache dann noch schwerer. Man wird da echt für dumm verkauft, das ist traurig. Das schlimme daran finde ich, dass es nicht zum Wohl der Tiere ist. Wenn ich mit meinem Hund im Wald spazieren gehe kommen oft Leute auf mich zu und sprechen mich auf ihn an. Und es kommt immer der gleiche Satz: „ So einen haben wir schonmal gesehen, das war aber so einer aus Holland. Der war aber so scheu der ist bis ans Ende der 8 Meter leine ausgewichen und hatte panische Angst.“ Und sie sind ganz begeistert wenn meiner sich dann ganz entspannt neben mich setzt. Dieses Bild der „scheuen“ Tiere sorgt nicht grade für ein gutes Ansehen der Rassen.
Ich finde es ok wenn Menschen TWH und AWH oder SWH kreuzen und dann dazu stehen solange die Welpen aus dieser Verpaarung gesellschaftsfähig werden. Immerhin gibt es auch tolle husky/schäferhund mischlinge oder retriever/labrador Mischlinge oder was weiß ich. Nur diese müssen dann auch als solches verkauft werden, da die Käufer verschiedene Ansprüche an einen Hund haben und der Hund verschiedene Ansprüche an den Käufer.
Werden immer wieder Wölfe verpaart und die Welpen dann als TWH verkauft wird es die scheuen Tiere immer weiter geben. Solche Tiere als normalen Haushund zu halten und dann auch noch mit auf Ausstellungen zu schleppen halte ich für äußerst fragwürdig und sicher nicht im Sinne des Hundes. Vielleicht , müsste man ja nichtmal einen generellen DANN Test machen, sondern nur bei begründetem Verdacht ?
Auf der andern Seite sollte aber auch nicht mit zu aggressiven Tieren weiter gezüchtet werden. Ursprünglich wurden ja wohl nur die aggressivsten zur Zucht genommen da sie für den Grenzschutz ausgebildet werden sollten. Da sie aber heute eher als Familienhunde gehalten werden und sie da ihr angezüchtetes Aggessionsverhalten nicht ausleben können muss man das entsprechend anpassen. Diese Linie weiter zu verfolgen wäre wohl auch fatal, denn dann landen wir bald auf dieser schönen Liste der „gefährlichen Hunde“ wo ja nun auch keiner hin will.
Zusammenfassend bin ich also der Meinung, dass nur die arbeitswilligen, nicht oder wenig aggressiven und nicht scheuen Hunde weiter verpaart werden sollten um den Tieren ein schönes Leben bieten zu können und nicht eines, wo sie ständig Angst haben müssen oder auf der anderen Seite ständig voller Aggressionen stecken. Für die Tiere, die offensichtlich keine reinen TWH sind könnte man dann den DNA Test machen. Sollte rauskommen dass da wer betrogen hat sollte man ihm das züchten verbieten.
Katrin jest offline   Reply With Quote
Old 31-01-2011, 20:14   #2
Torsten
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Hallo
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Vielleicht , müsste man ja nichtmal einen generellen DANN Test machen, sondern nur bei begründetem Verdacht ?
Das wäre eine andere Alternative und sicher auch einfacher realisierbar. Die Frage ist dann nur, wer mit dem Finger auf den Hund und dessen Züchter zeigen soll um ihn anzusch.... Ich denke Denunzianten haben wir schon genug in diesem, wunderbaren Land, da muss man sich in den militärisch durchorganisierten strategisch dilettantisch gestalteten Feldzug Einiger nicht noch rein hängen. Gerechter wäre eben eine internationale Anweisung zur ZZL durch die FCI, so kommt Jeder in den Genuss ohne vermuten zu müssen, dass man es nicht gut mit ihm meint.
Quote:
Auf der andern Seite sollte aber auch nicht mit zu aggressiven Tieren weiter gezüchtet werden. Ursprünglich wurden ja wohl nur die aggressivsten zur Zucht genommen da sie für den Grenzschutz ausgebildet werden sollten.
Zum Einen, sollte man die Frage klären was einige Menschen heut zu Tage unter aggressiven Tieren verstehen. Also ehrlich, so lange ich mit TWH zu tun habe, habe ich noch keinen gesehen den ich als aggressiv einstufen würde. Die Hunde die ich bisher kennen gelernt habe, ließen sich anstandslos von mir anfassen und haben auch bereitwillig den Kontakt zu mir gesucht. Nur für den Fall, das ein par ganz Schlaue wieder mit Ausstellungen und Treffen anfangen auf denen sie mich nicht gesehen haben und mir unterstellen wollen, nicht genug Hunde zu kennen, muss ich sagen, das was ich kenne und gesehen habe reicht locker um mir ein Urteil zu erlauben.
Wesensfestigkeit und die dadurch so oft fehlinterpretierte Schutzhundearbeit gibt absolut keinen Aufschluss über Aggressionen. jeder Hund wird immer nur so gut wie sein Besitzer ihm es bei bringt. Hunde passen sich nun mal ihrer Umgebung und ihrem Umfeld an. Von daher sollte man auch von erlernter Aggressivität durch äußere Einflüsse und angeborener unterscheiden. Ich halte es für dilettantisch einfach zu verallgemeinern, zumal es immer öfter von Menschen gemacht wird, die angeblich Ahnung haben und die sich so profilieren. Natürlich wird jeder Züchter der nur ein wenig dazu beitragen will, die Rasse im Wesen etwas fester zu machen, ehr Hunde nahmen die ausgeglichen und gelassen auf Das warten was da kommt.
Kommen wir mal zu der selektiven Auswahl beim Urschleim, ich habe nicht lesen können, dass man besonders aggressive Tiere selektiert hat, ehr denke ich, das man darauf bedacht war, wesensfeste Tiere zu bekommen. Die Aggressionen haben sich sicher dann entwickelt weil man aus den verschiedensten Gründen in ihrer Ausbildung auch Fehler gemacht hat oder es sogar wollte. Eine Selektion auf besonders aggressiver Tiere ist so nicht erfolgt, zu mindest ist es mir nicht bekannt.
Quote:
Da sie aber heute eher als Familienhunde gehalten werden und sie da ihr angezüchtetes Aggessionsverhalten nicht ausleben können muss man das entsprechend anpassen. Diese Linie weiter zu verfolgen wäre wohl auch fatal, denn dann landen wir bald auf dieser schönen Liste der „gefährlichen Hunde“ wo ja nun auch keiner hin will.
Entschuldige, aber ich weiß nicht wo du deine Informationen her beziehst, aber es gibt keine Linien von aggressiven Hunden beim TWH. Warum hat man eigentlich immer ein Problem, mit Tieren die sich eben nicht immer so unterordnen wie man es gern möchte? Wie ich schon mal sagte, schaffen sich die Bestzer ihre Probleme mit den Tieren selber und schieben ihre Fehler dann mal locker auf die Hunde. Als Züchter kann man predigen was man will, wenn die Besitzer es nicht verstehen wollen oder sich nicht an bestimmte Dinge halten, müssen sie eben ihre eigenen (nicht immer erfreulichen) Erfahrungen machen. Auch ist ein großes Problem, der Hype, der von einigen Fanatikern geschaffen wird, weil sie ihre illegalen Methoden sich einen hochgradigen Hybrideden zu besorgen und ihn dann auch zu rechtfertigen, so besser vertreten können. Dazu kommen dann die Menschen die dem Abenteuer verfallen sind, wenn dann das Tier nicht so ist wie sie es sich vorstellen oder von einem offensichtlich kranken Fachmann erklärt bekommen haben, bricht eine Welt zusammen und man bezeichnet die Hunde als aggressiv. Auch ist es Schwachsinn zu behaupten, dass Hunde deren Vorfahren in gewissen Arbeiten geführt worden, als Hunde für Spezialisten zu bezeichnen. Es gibt beim TWH keine selektive Auslese auf "Spezialhunde", Jeder der das behauptet hat mit Verlaub keine Ahnung wovon er spricht. Ich würde mich persönlich immer für einen Hund entscheiden, dessen Vorfahren und er selbst auch gearbeitet haben (damit meine ich Arbeit in dem Sinne wie sie auch sein sollte und nicht den komischen Ausdauerlauf), da ich hier schon zu einem gewissen Grade von einer zu mindest relativen festen Wesensstruktur das Hundes ausgehen kann, was wiederum für mich gut ist in dem Zusammenleben mit ihm. Natürlich muss sich an dieser Stelle auch einräumen, dass es Zeitgenossen gibt, die Angst haben vor großen Tieren und so natürlich die Tiere die Führung ihres Lebensraumes bestimmen, das sind dann die Tiere die diese Zeitgenossen als aggressiv oder starkes Kaliber bezeichnen. Dies Leute kommen mit Tieren die ihre Meinung eindeutig kund tun, meist nur bedingt klar und erzählen den Leuten dann Märchen vom Verhalten eines Wolfs oder aggressiven Verhalten....
Quote:
Zusammenfassend bin ich also der Meinung, dass nur die arbeitswilligen, nicht oder wenig aggressiven und nicht scheuen Hunde weiter verpaart werden sollten um den Tieren ein schönes Leben bieten zu können und nicht eines, wo sie ständig Angst haben müssen oder auf der anderen Seite ständig voller Aggressionen stecken.
Nun, das ist sicher ein schöner Wunsch, der aber gerade beim TWH nicht immer realisierbar ist weil eben zu wenig Potential vorhanden ist und es immer noch Idioten gibt, die eben einen Mix als TWH deklarieren, der das was bis her an Positiven erreicht worden ist, unter Umständen wieder kaputt macht. Wenn einige Spinner mal ehrlich wären, was sie sich aber nicht trauen, würden sie nicht die fadenscheinige Begründung haben, einen nicht zu aggressiven Hund zu züchten, sonder würden endlich mal ehrlich sein und zu geben ihren Wolfsgefröhne nach zu gehen. Und genau deswegen immer wieder versuchen Mixe und wer weiß Was noch ein zu kreuzen.
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Last edited by Torsten; 31-01-2011 at 20:23.
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Old 31-01-2011, 20:26   #3
Katrin
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Sicher gibt es keine hunde die als aggressive Tiere geboren werden, aber es gibt GHunde mit einer niedrigeren Reizschwelle als andere. Im endeffekt, da gebe ich dir recht, ist es im wesentlichen davon abhängig was der halter daraus macht. Trotzdem wöre es doch schön die hunde weiter zu züchten die etwas "einfacher" sind.
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Old 31-01-2011, 20:47   #4
Torsten
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Hallo Katrin
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Originally Posted by Katrin View Post
Sicher gibt es keine hunde die als aggressive Tiere geboren werden, aber es gibt GHunde mit einer niedrigeren Reizschwelle als andere. Im endeffekt, da gebe ich dir recht, ist es im wesentlichen davon abhängig was der halter daraus macht. Trotzdem wöre es doch schön die hunde weiter zu züchten die etwas "einfacher" sind.
Generell gebe ich dir Recht, und was ich schreibe ist ausschließlich meine Meinung mit keinem Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Aber ist der TWH nicht gerade auch ein TWH, weil er so ist wie er ist ? Der deutsche Schäferhund war auch mal ein guter Hund, heute möchte ich keinen mehr haben, da ich, wenn ich einen Collie möchte mir auch einen hole. Ich persönlich habe mich für die Rasse entschieden weil sie eben so ist wie sie ist, ich brauche die Herausforderung die meine Hunde mir geben, und das in jeder Hinsicht. Nur so ist es möglich zu lernen und auch zu verstehen. Schau mal, vielen Rassen wird Vieles nachgesagt udn wer einen Hund nach seinen Ansprüchen braucht, sollte eine Rasse nehmen die dafür (ich sag mal) zugeschnitten ist. Wenn sich dann doch einer mit einer Rasse übernommen hat, sollte er es sich auch eingestehen und nicht seine Fehler auf die gesamte Rasse projizieren. Du darfst mich gerne besuchen, solltest aber nicht enttäuscht sein, dass meine Hunde sich wie ganz normal erzogene Hunde benehmen. Sie stehen im Gehorsam und "hampeln" nicht herum und sagen mir nicht das ich der Letzte in der Rangfolge bin. Jeder lebt mit seinen Tieren so wie er es für richtig hält, aber ich finde es zum Kotzen, wenn dann die eigene Philosophie oder manchmal auch das eigene Chaos, auf die gesamte Rasse projiziert wird und man sich so als Experte ausweist ......
Aber du hast Recht, Zucht sollte selektiv immer so betrieben werden um die Rasse weiter zu bringen ..... das aber auf ehrliche Art und Weise.
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Old 31-01-2011, 23:44   #5
Katrin
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Also ich habe keine Problem mit meinem Hund. Er hört besser als so mancher Labrador und lebt glücklich bei mir im Haus. Das liegt aber daran, weil der hund mein Hobby ist. Ich investiere da meine gesamte Freizeit. Ich habe bis vor kurzen alle Menschen nicht verstanden, die immer von "schwierigen Rassen" sprechen weil ich eben der Meinung war dass wenn man viel zeit und geduld mit den tieren hat und dazu sich bemüht den Hund zu verstehen man jeden Hund hinbekommt. der meinung bin ich auch weiterhin. Allerdings hatte ich neulich ein erlebnis wo ich diese Leute zum ersten mal verstanden habe. ich bin mit einem labrador für ihn das erste mal in ein tierfuttergeschäft gegangen. dieser muss ich dazu sagen ist völlig unerzogen. dieser ist ohne zu zucken über einen Glasboden gegangen, ist an den ganzen Futtersachen vorbei an meiner Seite und als ich ihn auf die Wage gehoben habe hat er sich postwendend hingesetzt. ich habe ihn den ganzen einkauf über nicht bemerkt.
um so durch diesen laden gehen zu können brauchte ich mit meinem hund 30 anläufe. Da ich vorher keine anderen hund hatte fand ich das normal. da habe ich aber gesehen, dass es das eben nicht ist.

es geht mir also hier nicht nur um aggressionen, sondern um die Alltagstauglichkeit. Ich gebe dir vollkommen recht, dass es für jeden den richtigen hund gibt. Aber du weißt es doch selber wie es ist. die leute informieren sich nicht und dann haben sie den salat. sie sind überfordert und verkorksen den hund so dass er irgendwann nichtmehr in unsere Gesellschaft passt. und dann kommt wieder das Märchen von dem bösen Kapfhund. Ich verstehe was du meinst, die könnten sich ja auch einen labrador kaufen. aber die realität sieht anders aus wie man bei den ganzen "kampfhunden" im tierheim sieht. Es gibt schon jetzt nicht genügend Menschen die solchen Hunden gerecht werden können!
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Old 01-02-2011, 02:00   #6
Torsten
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Also ich habe keine Problem mit meinem Hund. Er hört besser als so mancher Labrador und lebt glücklich bei mir im Haus.
dazu frage ich dich einfach mal wie alt dein Hund ist, sicher ist er in seinem früheren Leben nicht einfach in die Ecke gestellt worden, sondern hat auch Einiges bei gebracht bekommen.
Quote:
Ich habe bis vor kurzen alle Menschen nicht verstanden, die immer von "schwierigen Rassen" sprechen weil ich eben der Meinung war dass wenn man viel zeit und geduld mit den tieren hat und dazu sich bemüht den Hund zu verstehen man jeden Hund hinbekommt.
Hier geht es doch in Wortklauberei über, was ist eine schwierige Rasse ? Und ja, man bekommt jeden Hund hin, wenn man von seinen Wertvorstellungen aus geht, die ja bekanntlich sehr unterschiedlich sein können. Vorausgesetzt man beherzigt einige Dinge die Astrid schon erwähnte und der Hund ist klar im Kopf. Hinzu kommt die mehr oder wenigere Kompetenz des Halters.
Quote:
ich bin mit einem labrador für ihn das erste mal in ein tierfuttergeschäft gegangen. dieser muss ich dazu sagen ist völlig unerzogen. dieser ist ohne zu zucken über einen Glasboden gegangen, ist an den ganzen Futtersachen vorbei an meiner Seite und als ich ihn auf die Wage gehoben habe hat er sich postwendend hingesetzt. ich habe ihn den ganzen einkauf über nicht bemerkt.
um so durch diesen laden gehen zu können brauchte ich mit meinem hund 30 anläufe. Da ich vorher keine anderen hund hatte fand ich das normal. da habe ich aber gesehen, dass es das eben nicht ist.
Worauf willst du hier hinaus? Es ist doch überhaupt nicht relevant, du vergleichst hier deinen Hund mit dem Labrador was von vorn herein so nicht geht. Da ein TWH eben ein TWH ist und ein Labi ein Labi. Genau das ist es doch was ich und auch Astrid schrieben, eben weil unsere Hunde eine gewisse Herausforderung sind, haben wir uns sie auch geholt und lieben den TWH genau so wie er ist. Da du einen erwachsenen Hund hast, der einen Glasboden sicher nicht kennen gelernt hat, wird er sich auch erst ein wenig zieren, hinzu kommt, die generelle Sozialisierung und natürlich auch die Bindung und das Vertrauen zu seinem Besitzer. Ein Hund der sich sicher fühlt und weiß dass er dir vertrauen kann, wird sich anderes verhalten als einer der eben nicht vertraut. Schau dir an wo dein Hund her kommt, er hat schon so Einiges mitgemacht was sein Vertrauen zu den Menschen oder so, schon ganz schön auf die Probe gestellt hat. Und wenn du das schon als Vergleich nimmst, möchte ich nicht wissen was du schreiben wirst, wenn du einen Welpen groß ziehen wirst.
Aber es geht hier nicht mehr um das eigentliche Thema, und ich denke nicht , dass man einen Labi ein kreuzen muss um mit einem TWH über einen Ladenfußboden gehen zu können.
Quote:
es geht mir also hier nicht nur um aggressionen, sondern um die Alltagstauglichkeit.
Katrin, wie alltagstauglich dein Hund einmal sein wird, dass liegt allein in deiner Hand, denn wie hast du so schön geschrieben, man bekommt jeden Hund hin.
Ich weiß nicht wer den ganzen Schwachsinn von sich gibt, das ein TWH aggressiv ist und nicht alltagstauglich ist, wer ihn mit einem Labi vergleicht, und das als Maßstab setzt, sollte sich einen Labi holen. Ein TWH hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen Wesensmerkmale, genau wie sie der Labi hat... wenn sie auch der gleichen Spezies angehören. Der Mensch gehört auch der gleichen Spezies an, aber ein Japaner ist eben anders als ein Neger oder Europäer. Wenn du vergleichst, dann mit Tieren der gleichen Rasse und nicht der gleichen Spezies. Ich könnte dir auch genug andere Rassen nennen, die du mit Sicherheit nicht haben wolltest, weil sie auch spezifische Merkmale haben die dich fordern oder überfordern würden. Von daher hinkt dein Beispiel in meinen Augen gewaltig, da zu viele unterschiedliche Faktoren eine zu große Rolle spielen.
Quote:
...die leute informieren sich nicht und dann haben sie den salat. sie sind überfordert und verkorksen den hund so dass er irgendwann nichtmehr in unsere Gesellschaft passt.
Das stimmt, oft ist es aber auch so, das man sich nicht eingestehen will, weil man sich aus irgend einen Grund in eine Rasse verliebt hat, dass man überhaupt nicht Das bieten kann, was die Rasse braucht. Das beste Beispiel sind die Hybridenhalter, man setzt sein Ego über das Wohlbefinden und die Bedürfnisse der Tiere nur um sich Einen zu schleudern und mit reden zu können, weil man denkt dass man nur so akzeptiert wird.
Es gab hier auch schon Leute, die schreiben über ihre Rasse und haben als Neuling ohne Kenntnisse über TWH, den Leuten die schon seit Jahren einen TWH haben und dem zu folge auch die nötigen praktischen Erfahrungen, erzählen wollen was sie alles für Mist gemacht haben bis zu dem Zeitpunkt. Diese Leute wurden dann höflich darauf aufmerksam gemacht, dass man hier über TWH schreibt und nicht über ihre Rasse. Die Folge war, dass sie in Deutschland von Züchter zu Züchter tingelten um sich einen TWH zu kaufen, da aber keiner der Züchter den Fachleuten die anderen erzählten was sie alles falsch machen in ihrem Zusammenleben mit einem TWH, gerecht werden konnten und dann letztlich für sich entschieden den Fachleuten keinen Hund zu verkaufen, da ihre fachliche Kompetenz doch nicht so hervorragend war. Zogen genau diese Leute ins Ausland und bekamen ihren Hund, so konnten die dann auch mitreden (dachten sie), aber den Hund nur schwer gerecht werden, weil man sich doch alles etwas anders vorgestellt hatte. Diese Erfahrungen werden dann von solchen Leuten, als Erfahrungen geschildert die eine Rasse auszeichnen. Das es ihre Unfähigkeit und ihr Egoismus waren die, die Schwierigkeiten hervor riefen, wollten sie sich nicht eingestehen. So was hat sich bis zum heutigen Tag hin gezogen. Der Mensch tötet Das was er liebt in dem er seinen Ego freien Lauf lässt ohne auch nur ein Mal an die Spezies zu denken die er damit quält.
Quote:
Es gibt schon jetzt nicht genügend Menschen die solchen Hunden gerecht werden können!
Diese deine Aussage solltest du mir mal begründen. Ich finde es immer wieder faszinierend und zu gleich anmaßend, wenn sich Jemand ein Urteil über Andere zurechtlegt. Du kannst also einschätzen, dass es nicht genügend Menschen gibt die der jeweiligen Rasse gerecht wird. Woher nimmst du deine Erkenntnis? Ich hoffe doch nicht, dass du nur einfach was nach quatscht was ein Mensch vor gibt, der selber sehr starke Probleme hat mit Dem was er tut.
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Last edited by Torsten; 01-02-2011 at 02:04.
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Old 01-02-2011, 08:38   #7
Astrid
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Originally Posted by Torsten View Post
Schau dir an wo dein Hund her kommt, er hat schon so Einiges mitgemacht was sein Vertrauen zu den Menschen oder so, schon ganz schön auf die Probe gestellt hat. Und wenn du das schon als Vergleich nimmst, möchte ich nicht wissen was du schreiben wirst, wenn du einen Welpen groß ziehen wirst.
Das war und ist z.B. einer der Punkte, die mich bei meiner Hündin total fasziniert haben. Als ich sie als Welpe bekam, hat die mir nicht (wie meine bisherigen Hunde) einen Vorschuß an Vertrauen geschenkt und mich sofort bereitwillig als Führer akzeptiert. Bei ihr hab ich mir das wirklich hart erarbeiten und verdienen müssen. Sie war eine neugierige Wildsau, aber wenn ihr was unheimlich war, konnte sie auch richtig Panik schieben, so dass ich eine Zeit lang fürchtete, sie nie überall hin mitnehmen zu können. Mit der Zeit wurde unsere Bindung stärker und sie begann, mir wirklich zu vertrauen. Heute mag sie sich in der einen oder anderen Situation nicht ganz wohl fühlen, aber sie erträgt sie - weil sie weiß, dass sie mir vertrauen kann.

Ich bin der Meinung, dass jede Rasse ihre Besonderheiten hat und ich weiß, dass der TWH nicht die einzige "schwierige" (wobei das immer relativ ist) Rasse ist. Aber ich hatte bisher immer Hunde, die eher nach dem Typ Labrador kamen. Ich hab sie geliebt, aber eine so innige Beziehung wie zu meiner TWH Hündin hatte ich zu keinem anderen Hund. Das liegt sicher zum Teil daran, dass sie mich in ihrer Art einfach extrem fasziniert und ich sie ganz große klasse finde, zum anderen aber wahrscheinlich auch daran, dass ich mich mit ihr viel mehr auseinander setzen musste. Ich habe von keinem anderen Hund so viel gelernt wie von ihr. Nein, um nichts in der Welt würd ich in ihr lieber das Wesen eines Labradors (der steht jetzt einfach mal stellvertretend für alle als leichtführig und "einfacher Familienhund" verschrieene Rassen) haben.

Wer so einen Hund möchte, soll sich doch so einen Hund holen. Es gibt nahezu 400 von der FCI anerkannte Rassen und wahrscheinlich ebenso viele von der FCI nicht anerkannte Rassen. Da muss doch bitte für wirklich jeden das Passende dabei sein. Vorausgesetzt natürlich, man legt bei der Auswahl den Schwerpunkt auf Charaktereigenschaften der Rasse und nicht auf deren Aussehen oder "wie hip man mit diesem oder jenen Hund ist".
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Liebe Grüße aus Wien,
Astrid mit Nanook & Chinua - jetzt auch auf Facebook

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Old 01-02-2011, 11:39   #8
Katrin
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@tosten

Ich glaube du hast mich falsch verstanden Torsten. Selbstverständlich hat jede Rasse (eigentlich ja jeder Hund) seine eigenen Charakter. Es ist gut dass wir so viele Rassen haben denn dann ist für jeden etwas dabei. Ich wollte auch niemals einen Labrador haben!
Ich habe auch nicht gesagt dass ich es schlimm fand dass es bei meinem Hund alles länger dauert (zumal man das sowieso schwer vergleichen kann weil er wie du schon sagst aus dem Tierheim ist). Ich habe das gerne gemacht weil ich wusste worauf ich mich einlasse und ich habe es keine Tag bereut. Ich wollte damit nur sagen, dass es für die Menschen die immer solche hunde hatten schon das wort „schwierigere Hunde“ gibt.
Mein Hund ist 7 und sicherlich hatte ich es mit ihm in manchen Bereichen leichter als andere mit einem Welpen. Ich maße mir ja auch garnicht an zu sagen dass ich der perfekte Menschen bin für einen TWH oder dass es andere nicht sind und natürlich kann ich auch nicht 100%ig sagen wie es mit einem Welpen wird. Aber irgendwann muss ich ja schließlich mal anfangen (ich nehme an das hast du auch gemacht) und ich gebe mir sicherlich viel Mühe. Ich weiß zummindst theoretisch was auf mich zu kommt und dass es an mir liegt was aus dem hund wird.
Meine Aussage dass viele Menschen mit ihrem Hund nicht klar kommen nehme ich daher, dass die Tierheime voll sind von diesen tieren. Das sind nicht nur Schäferhunde oder die sog. Kampfhunde, sondern auch total verkorkste Herdenschutzhunde die auch eine intensivere Erziehung brauchen.
Außerdem sehe ich es jeden Tag auf der Straße wie wenig manche menschen mit ihren tieren klar kommen, egal welcher Rasse.

Ich wollte eigentlich nur ausdrücken dass wir die Hunde über die Jahre hin so gezüchtet haben, dass sie eine Chance haben sich UNSERER gesellschaft anzupassen. Auch der TWH wurde dahin gezüchtet und ist deshalb ja auch als Hunderasse anerkannt worden. Kreuzt man hier nun erneut Wölfe ein macht man den Hund dadurch in den meisten Fällen weniger „Alltagstauglich“ und das ist zu lasten des Tieres. Es mag ja sein dass viele von denen tolle familienhunde sind, aber wie ist das außerhalb des grundstücks? Es ist für ein Tier sicher kein schönesLeben wenn es mit niemandem vernünftig kommunizieren kann, wenn es vor allem draußen angst hat oder aber auch wenn es sich ständig unter kontrolle haben muss.
Es soll weiterhin verschiedene Rassen geben und der TWH soll bestimmt kein Labrador werden aber er soll sich nicht wieder in die andere Richtung entwickeln. Problematisch wird es nur wenn sich irgendeine Rasse qaufgrund welcher Dinge auch immer kaum in der Gesellschaft zurecht finden kann und am ende leidet darunter dann das Tier. Das gilt für irgendwelche wolfmischlinge (auch hier mag es ausnahmen geben) genau wie für Tiere die so viel“ Pfeffer unterm Arsch“ haben dass sie nicht wissen wohin damit.
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Old 01-02-2011, 00:02   #9
Astrid
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Originally Posted by Katrin View Post
Sicher gibt es keine hunde die als aggressive Tiere geboren werden, aber es gibt GHunde mit einer niedrigeren Reizschwelle als andere. Im endeffekt, da gebe ich dir recht, ist es im wesentlichen davon abhängig was der halter daraus macht. Trotzdem wöre es doch schön die hunde weiter zu züchten die etwas "einfacher" sind.
Stimmt nicht, jeder Hund bringt sogar von Haus aus ein gewisses Aggressionspotential (Beuteaggression, territoriale Aggression & Dominanz - Aggression) mit. Sie gehört zum Verhaltensspektrum beim Caniden, ist ein elementares Verhalten und überlebenswichtig für alle Raubtiere. Selbstverständlich kann ich als Mensch meinen Hund nicht mit der Ausrede "das ist natürlich" nach dessen Gutdünken schalten und walten lassen - Hunde sind mit Sicherheit intelligente Lebewesen, aber die menschliche Welt und deren Moralvorstellungen können sie einfach nicht erfassen und sich deshalb automatisch richtig und nach unseren ethischen und ethnischen Maßstäben verhalten. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Mensch seinem Hund ein guter Führer (im positiven Sinn!) ist. Erziehung und Ausbildung hilft, die angeborene Aggression zu kontrollieren.

Ich hänge garantiert nicht der "alten Schule" nach, aber die häufig herrschende Verniedlichung des Hundes ist mit Sicherheit auch nicht der richtige Weg. Der Hund ist kein Kuscheltier und kein Spielzeug, sondern ein Lebewesen. Jeder Hund stammt ursprünglich vom Wolf ab, ist somit ein Raubtier (auch wenn man´s bei manchen kaum mehr glauben mag) und trägt als solches noch einige der dazu gehörenden Eigenschaften in sich.

Was die Reizschwelle betrifft, so hast du sicher Recht - manche Rassen wie auch Individuen haben eine höhere, manche eine niedrigere. Ich kenne mittlerweile einige TWH - der Großteil davon ist alles andere als scheu und ich für meinen Teil mag die Rasse eigentlich so wie sie ist. Sie haben einfach Charakter - sind intelligent, haben ihren eigenen Kopf, können bei der Arbeit 100% geben und haben (zumindest meine Hündin und die Individuen die ich kenne) Pfeffer im Hintern. Ich habe TWH als sehr überschwängliche und auch kompromisslose Hunde kennen gelernt. Meist gibts ganz oder gar nicht - ein bisschen ist nicht wirklich Ihres. Genau deshalb liebe ich sie auch. Ich würde keinen Labrador im "Wolfspelz" wollen...

P.S: Uninformierte Leute, die sich nicht auf das Lebewesen Hund und die Bedürfnisse des jeweiligen Tieres einlassen, schaffen es auch, den unkompliziertesten Labrador zu verkorksen. Wenn man danach und nach den perversen Vorstellungen der Gesellschaft geht, wäre es wohl am besten, in Zukunft Hunde ohne Zähne, Krallen und Stimmbänder zu züchten und ihnen einen Chip zu implantieren, den man 1x programmiert und schon funzt das "Vieh". Nicht zu vergessen: einen On-Off Schalter, mit dem man "Fiffi" jederzeit auf Stand-by schalten kann, wenn man grad keinen Bock auf ihn hat... Sollte es einmal soweit kommen, lass ich das Hundehalter Dasein allerdings lieber sein.
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Last edited by Astrid; 01-02-2011 at 00:25.
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