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Allgemeines Alles über Tschechoslowakische Wolfshunde...

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Old 15-04-2009, 22:22   #1
Beowulf
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Hallo Leute!
Mein Wuff ist am 06.04.09 10 Jahre alt geworden. Die Zeit ist schnell vergangen und wir sind beide nun älter. Ich frage mich nun, ab wann ein Hund Alt ist. Laut meiner Vergleichstabelle "Menschenjahre = Hundejahre" ist er nun 56 Jahre umgerechnet. Nun ist ein Mensch mit 56 Alt? Braucht er nun eine andere Ernährung oder Bewegung "light"? Ich meine seniorengerechte Bewegung. Er ist immer nocht topfit, dh. kein Lahmen oder schweres Aufstehen. Wir machen so am Tag zwischen 15 und 20 km Wegstrecke zu Fuss, immer noch mit springen, klettern, rennen und kämpfen. Ja, er ist bequemer geworden und hat abends nicht immer die Lust noch raus zu gehen. Jedes schwarze Barthaar was ausfällt wächst weiss nach. Die Augen sind noch nicht trüb und die Zähne fast unbenutzt. Er nagt nur das Fleisch vom Knochen und das Mark raus. So einige artgenössige Stinkstiefel kann er jetzt von sich aus ignorieren, was ich als sehr positv bewerte. Die Prostata macht einmal im Jahr Probleme. Nun man ist keine 2 Jahre mehr oder als Mensch 20 Jahre. Auch habe ich nun meine Wehwehchen aber bin ich deswegen alt? Man ist so alt wie man sich fühlt, nur was sagt der Körper dazu? Eigendlich das richtige, nur was mache ich mit meinen Hund? Mit Volldampf weiter durchs Leben oder langsam kürzer treten? Sollte man etwas beachten und/oder ändern oder warten ob irgendwann Beschwerden auftreten?
Als mein erster Hund alt wurde habe ich es nicht richtig wahrgenommen, weil ich selber noch jung war. Im nachhinein denke ich, das ich ihn überfordert habe. Mit 12 Jahren noch 40 km am Fahrrad und das als 42cm Hund mit ca. 15 km/h. Heute würde ich solche Leute dafür erschlagen. Der Hund wurde langsamer wenn er nicht mehr konnte, ich wertete es als gesundes Körpergefühl. Heute weiss ich es besser, der Rudeltrieb ist stärker als die körperliche Erschöpfung. Am Rad ist mein jetziger Hund nie gelaufen. Sicher kann man einen Hund zu Fuss nicht verheizen, wir sind nur so auch viel unterwegs und damit verbunden eine starke Reizüberflutung.

Gruss
Beowulf
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Old 21-04-2009, 21:10   #2
BIRK
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[quote=Beowulf;205356]Hallo Leute!
Mein Wuff ist am 06.04.09 10 Jahre alt geworden. Die Zeit ist schnell vergangen und wir sind beide nun älter. Ich frage mich nun, ab wann ein Hund Alt ist. Laut meiner Vergleichstabelle "Menschenjahre = Hundejahre" ist er nun 56 Jahre umgerechnet.

Naja, diese Tabelle ist aber eigentlich auch einer Gliederung der Größe und des Gewichtes des Hundes unterlegen.
Kleine Rassen erreichen ja beispielsweise doch ein höheres Alter, als die Großen...
Wie groß/schwer ist denn dein Hund ?


Nun ist ein Mensch mit 56 Alt? Braucht er nun eine andere Ernährung oder Bewegung "light"? Ich meine seniorengerechte Bewegung. Er ist immer nocht topfit, dh. kein Lahmen oder schweres Aufstehen. Wir machen so am Tag zwischen 15 und 20 km Wegstrecke zu Fuss, immer noch mit springen, klettern, rennen und kämpfen.

Na das hört sich doch gut an ! Wenn er noch so aktiv ist, kannst du denke ich ruhig noch Adult füttern.
Man merkt es recht schnell, wenn der Energiebedarf abnimmt, denn dann wird dein Hund recht schnell zunehmen



Ja, er ist bequemer geworden und hat abends nicht immer die Lust noch raus zu gehen.

Das ist ja auch völlig legitim, er wird eben ruhiger...


Die Prostata macht einmal im Jahr Probleme. Nun man ist keine 2 Jahre mehr oder als Mensch 20 Jahre.

Ja, das kennen wir mit unserem Großen auch.
Vasco ist ein Schäfer-Stockhaar-Mix, ist 65cm groß und hat immer so um die 38-40kg gehabt.
Die Probleme mit der Prostata sind bei ihm auch aufgetreten, allerdings erst ab einem Alter von ungefähr 7 Jahren, vorher hatte er damit keine Probleme.
2x ging es sogar so weit, das er anfing zu bluten.
Wir haben damals auch ausführlich mit unserem TA die Stuation beraten, und da es keine weiteren Beeinträchtigungen gab und das "bluten" auch wirklich nur an den 2 "Stehtagen" der Hündinnen auftrat, haben wir von einer späten Kastration abgelassen, und sind auch bis jetzt gut damit gefahren.
Vasco ist mittlerweile fast 13 Jahre alt und hat auch seit er 10 ist keinerlei Probleme mehr damit gehabt.



Auch habe ich nun meine Wehwehchen aber bin ich deswegen alt? Man ist so alt wie man sich fühlt, nur was sagt der Körper dazu? Eigendlich das richtige, nur was mache ich mit meinen Hund?

Du sagst es doch schon selber, eigentlich kannst du da nach deinem Gefühl gehen, denn keiner kennt dich so gut wie du dich selbst und keiner kennt deinen Hund so gut wie du !


Mit Volldampf weiter durchs Leben oder langsam kürzer treten? Sollte man etwas beachten und/oder ändern oder warten ob irgendwann Beschwerden auftreten?

Darauf brauchst du nicht zu warten, das wird unweigerlich irgendwann passieren, und dann wirst du es merken.
Zu diesem Zeitpunkt kannst du dann entsprechend handeln.
Das passiert ja nicht von heute auf morgen, wenn du jetzt merkst er mag abends nicht mehr lange raus gehen, gut, dann eben nicht...
Ist doch ok so, und genau so geht es auch weiter, denn wenn du deinen Hund kennst und beobachtest, wirst du wissen was gut für ihn ist, und wann es zu viel wird.


Als mein erster Hund alt wurde habe ich es nicht richtig wahrgenommen, weil ich selber noch jung war. Im nachhinein denke ich, das ich ihn überfordert habe. Mit 12 Jahren noch 40 km am Fahrrad und das als 42cm Hund mit ca. 15 km/h. Heute würde ich solche Leute dafür erschlagen. Der Hund wurde langsamer wenn er nicht mehr konnte, ich wertete es als gesundes Körpergefühl. Heute weiss ich es besser, der Rudeltrieb ist stärker als die körperliche Erschöpfung.

Na siehst du, sieh genau hin, du wirst merken was Ihm/Euch guttut.

Am Rad ist mein jetziger Hund nie gelaufen. Sicher kann man einen Hund zu Fuss nicht verheizen, wir sind nur so auch viel unterwegs und damit verbunden eine starke Reizüberflutung.

Diesen letzten Satz verstehe ich nicht wirklich, vielleicht kannst du das mit der Reizüberflutung noch mal genauer ausführen, denn das ist eigentlich ein Negativbegriff....


Ich kann nur von uns sprechen, und es ist mit Vasco so, das es mit der Zeit so gewesen ist, das er bestimmt hat, wie weit er noch gehen möchte, mit ein bischen Gefühl merkt man das schon.
Am Rad geht er nicht mehr seit er 10 war.
Mittlerweile ist es so, das er nur noch 2x täglich eine kleine Runde von weniger als 1km gehen kann/will.
Er ist mit dem Einzug von Birk noch einmal "aufgeblüht", hat wieder ein wenig mehr gespielt, ist sogar mal ein bisschen gerannt, das war eine sehr schöne , aber auch kurze Phase.

Er hat mittlerweile eine recht heftige Arthrose und es fällt ihm sichtlich schwer aufzustehen und den 1 km schafft er zunemhmend nicht mehr...
Die Augen beginnen sich zu trüben und auch die Zähne sind mittlerweile sehr abgenutzt
Er schläft viel und gern, am liebsten im Garten im Schatten.
Er ist aber zufrieden und freut sich noch immer über alles.
Die Zeit , da wir Abschied nehmen müssen rückt rasend schnell näher, das wird uns jeden Tag bewußter und es tut verdammt weh....
Aber solange er noch selbstständig aufstehen kann , noch läuft und sich freut, bleibt er bei uns !
Sollte dies nicht mehr der Fall sein, wird er es uns wissen lassen und wir werden ihn in Würde gehen lassen, auch wenn es die Hölle für uns werden wird.
Er würde nie jammern oder klagen, aber er wird es uns wissen lassen !


Gruss
Evi
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Last edited by BIRK; 21-04-2009 at 21:13.
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Old 23-04-2009, 22:28   #3
Beowulf
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Hallo!
Reizüberflutung ist meiner Meinung nach ein neutraler Begriff. Ich meine damit die vielen Reize auf einer Hundeausstellung oder ein Besuch im Zoo. Nach solchen Erlebnissen ist er fertiger als nach körperlicher Belastung und auch die Erholungszeit ist länger. Ich sags mal so, der Kopf ist matschig wie nach dem lernen für eine Prüfung. Nach harter Kopfarbeit passieren mir oft schusselige Dinge.

Gruss
Beowulf
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Old 24-04-2009, 11:37   #4
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Originally Posted by Beowulf View Post
Hallo!
Reizüberflutung ist meiner Meinung nach ein neutraler Begriff. Ich meine damit die vielen Reize auf einer Hundeausstellung oder ein Besuch im Zoo. Nach solchen Erlebnissen ist er fertiger als nach körperlicher Belastung und auch die Erholungszeit ist länger. Ich sags mal so, der Kopf ist matschig wie nach dem lernen für eine Prüfung. Nach harter Kopfarbeit passieren mir oft schusselige Dinge.

Gruss
Beowulf
Sorry, aber Reizüberflutung ist ganz klar ein Negativbegriff..."Überflutung"- sagt es ja schon !
Es ist ja nun ein Begriff aus der Pädagogik/Psychologie mit dem eine negative Verstärkung gegeben ist.

Und einen Hund mit in den Zoo nehmen...naja, das ist jedem selbst überlassen, aber wir machen das nicht.
Wozu ?
Der Hund hat Stress, wie Du schon richtig erkannt hast, du kannst nicht wirklich mit ihm arbeiten/dich um ihn kümmern, denn ein Zoobesuch dient Deinem Vergnügen, keinesfalls dem des Hundes.
Was soll er also dort ?

Ich möchte damit nicht sagen, das ein Hund nur sein gewohntes Umfeld begehen sollte, nicht das das falsch verstanden wird.
Natürlich soll ein Hund Neues kennenlernen, viele Menschen, verschiedene Situationen, ect.
Aber all das gehört meines Erachtens nach verstärkt in die Prägungsphase.
Natürlich sollen sie das lernen und können.
Aber wenn sie es können, warum sie dann so einem Stress bewußt aussetzen ?
Wozu ?
Da gibt es unzählige andere Dinge die ich mit meinen Hunden machen kann, von denen sie auch etwas haben, bzw. Spass daran haben.
Und Spass hat ein Hund im Zoo keineswegs...das kann mir niemand erzählen.

Es gibt Unternehmungen, da müssen sie einfach nicht mit.
Meine Meinung !

LG
Evi
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Old 24-04-2009, 13:48   #5
Steffen
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Ich frage mich nun, ab wann ein Hund Alt ist.
Formell ab 8 Jahre, da kommt er auf Ausstellungen in die Veteranenklasse.
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Streite nie mit einem Idioten. Erst zieht er dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dann mit Erfahrung.
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Old 22-11-2009, 01:03   #6
Wolfslied
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Also, mein Hund (DSH-Mix, 66 cm, 38 kg) ist fast 16 geworden. Am Anfang des 15. Jahres war er noch ziemlich fit, keine Ausfallserscheinungen, kein Lahmen usw. Die Zähne waren sehr abgenutzt und die Linsen trüb, aber das hat ihn nicht wirklich beeinträchtigt.
Lange Spaziergänge waren nicht mehr sein Ding, aber das hat er mir deutlich signalisiert. Wenn er nach 10 Minuten angefangen hat, nur noch hinter mir herzuschleichen, sind wir eben heimgegangen. Spielen wollte er zum Schluß auch nicht mehr richtig, aber im Wasser plantschen und Knochen nagen war immer noch eine tolle Sache für ihn. Mit Kindern wollte er im Alter auch nichts mehr zu tun haben, sie haben ihn einfach genervt. Er hat auf sie nicht aggressiv reagiert, aber er war immer froh über eine Rückzugsmöglichkeit, während er sich früher immer in der Mitte des Geschehens am Wohlsten gefühlt hat.
Die meiste Zeit über hat er geschlafen und war froh, wenn er in Ruhe seine Streicheleinheiten bekommen hat. Im Sommer habe ich ihn nochmal auf ein Festival mitgenommen, da ist er noch einmal sichtlich aufgeblüht und hat die Zeit sehr genossen, aber danach hat er rapide abgebaut und angefangen zu lahmen. Dann ging alles sehr schnell und im Oktober habe ich ihn einschläfern lassen, weil nicht einmal mehr die Schmerzmittel anschlugen.
Im Januar wäre er 16 Jahre alt geworden.

Er hat mir die Grenze seiner Leistungfähigkeit deutlich gezeigt und ich denke, wenn du auf die Signale achtest, wirst du auf jeden Fall erkennen, was du deinem Hund zummuten kannst und was nicht. Aber so, wie du es beschreibst, glaube ich, wird das für dich kein Problem sein.
Wenn du mit ihm immer lange Spaziergänge unternommen hast, ist es vielleicht nicht so geschickt, schlagartig damit aufzuhören. Jeder Sportler muss sich auch langsam runtertrainieren. Geh mt ihm einfach so lange, wie es ihm Spaß macht. Wenn er nur noch hinter dir herzockelt und jede sich bietende Gelegenheit nutzt, sich hinzulegen, war es zuviel. Dann machst du das nächste Mal einfach eine kürzere Tour.

Ansonsten brauchst du dir keine Gedanken machen, dein Hund wird dir schon deutlich zeigen, wieviel Belastung ihm noch Spaß macht, wenn du ein bisschen darauf achtest. Und ansonsten lass ihn einfach rumliegen und das Leben genießen.

Eine Umstellung auf Light- oder Seniorenfutter macht überhaupt nur dann Sinn, wenn der Hund stark ab- oder zunimmt, dh. die Nahrung nicht mehr richtig aufschließen kann oder sich der Stoffwechsel umstellt. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich, wenn er zunimmt, fütterst du Light und wenn er abnimmt eben Senior. Ansonsten bleib einfach bei dem Futter, das er mag und gewohnt ist, solange er es verträgt. Bei meinem war die Fütterung im Alter schwierig, weil er vieles nicht mehr vertragen hat. Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker gingen gar nicht mehr, darauf hat er praktisch sofort gekotzt. Es war ziemlich schwierig, ein Futter aufzutreiben, das keine solchen Inhaltsstoffe hatte, aber das hat er dann ganz normal vertragen und bis zu Schluss war Adult völlig ok.

Ich finde es toll, dass du dich so um deinen Hund sorgst und dir Gedanken machst, wie du ihm das Altern erleichterst, das ist leider nicht überall selbstverständlich.
Ich wünsche dir und deinem Wuffz noch viele schöne gemeinsame Jahre, und immer daran denken: das Leben geht erst mit 66 so richtig los!

Liebe Grüße,
Wolfslied
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Zum Schweigen fehlen mir einfach die passenden Worte.
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