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Erziehung & Charakter Was muss man bei einem Welpen beachten, wie sozialisiere ich ihn, die meisten allgemeinen Probleme mit dem TWH, wie löse ich sie

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Old 24-05-2004, 21:59   #1
Beowulf
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Default Beschützerinstinkt

Hallo Leute!
Mein Wau hatte schon immer einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Jetzt mit 5 Jahren, scheint er es zu übertreiben. Habe auch den Eindruck, als ob er mit 5 Jahren erst richtig Erwachsen geworden ist. Ich arbeite u.a. oft in Gärten oder fremden Häusern. Habe eigendlich keine Probleme mit den Leuten den Hund mitzunehmen. Das sind alles fremde Reviere für ihn, wo er sich vorher neutral verhalten hat. Ich meine, er hat die Leute die da wohnen ignoriert, oder sich ihnen vorsichtig aber freundlich genähert. Auch wenn ich, aus seiner Sicht, in einer angreifbaren Position war. Jetzt ist jeder Garten oder Haus sein Revier, wo er die Leute anbrummt (nicht knurren) um klar zu machen, das er hier aufpasst. Das ist nun mal eine dumme Situation, auch wenn ich da sofort eingreife.
Meine Frage ist die. Wie kann ich auf den Hund einwirken, damit er nicht mehr jedes fremde Territorium als seins betrachtet. Ich will ihm aber nicht abgewöhnen, einen Menschen auch als Bedrohung für mich zu sehen. Denn was nützt mir ein Hund, wenn mir einer was böses will, der freundlich wedelnd daneben steht. Ich muss noch dazu sagen, das er 4 angestammte Gebiete hat. Ich pendel halt immer zwischen 4 Städten. Dh. er hat nicht ein angestammtes Heimatrevier sondern 4. Vieleicht meint er daher, das ihm die ganze Welt gehört, denn wir reisen dazu auch noch sehr viel. Er ist von klein auf sehr viel unterwegs gewesen und überall mit dabei. Fremde Häuser, Wohnungen, Veranstaltungsorte und Gärten, haben ihm vorher nicht dazu veranlasst, den Superaufpasser zu spielen. Was bringt ihm jetzt dazu, so den Max zu machen? Es ist zumindest aus meiner Sicht, nichts passiert, was ihn so empfindlich gemacht hat.

Gruss
Beowulf
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Old 25-05-2004, 11:31   #2
Torsten
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Hi Beowulf
das Verhalten deines Hundes kann verschiedene Ursachen haben ( Hormone oder eine Phase die er durchmacht bei der er zeigen will , das er der Chef ist ,was auch altersbedingt sein kann ) Es kann aber auch sein , das er eine Situation erlebte die ihn in seinem Verhalten bestärkte. Diese Situation kannst du z.B.gar nicht so wahr genommen haben aber für deinen Hund war es ein Schlüselerlebnis. Zum anderen , habe ich die Erfahrung gemacht , das Rüden die mit einer Frau " innig " zusammen leben ( Frauenhunde ) meißt eine sehr große Dominantzs zeigen . Du solltest auf jeden Fall auf den Hund einwirken wenn er Anzeichen für so etwas zeigt . Du must ihm klar machen , wer der Chef ist ( Gehorsamsübungen ) sonst könnte die Sache eines Tages eskalieren ( für deine Kunden ) Den Schutztrieb den dein Hund zeigt , haben viele Hunde da sie ja Rudeltiere sind und ihr Rudel schützen wollen , aber du als Rudelführer solltest ihm klar machen , das keine Gefahr von deinem Kunden aus geht und ich würde ihm auch nicht so viel in fremden Revieren " revieren " lassen . Du solltest in solchen Fällen auf ihn bestimmend einwirken . Nun ist es so , keiner kann für solche Sachen ein Patentrezept geben , da Jeder seinen Hund anderst behandelt und anderst mit ihm um geht ( die Einen lassen alles durchgehen und die Anderen sind konsequent ) Ich weiß nicht zu welcher Kategorie Herrchen du gehörst . Es ist aber falsch verstandene Tierliebe sich dem Tier bedingungslos anzupassen ( ein Beispiel : wenn meine Rüden ( oder HUnde ) irgendwo einen interessanten Geruch gefunden Haben , dann lasse ich sie eine Weile schnüffeln , aber dann ziehe ich sie weg , denn ich bestimme was sie machen sollen und wie lange . Andere lassen die Hunde schnüffeln und warten bis sie fertig sind - der Hund hat dem Herrchen damit seinen Willen aufgedrängt und bestimmt selber wann er weiter gehen will . Das kann man auch in vielen anderen Situationen feststellen .
Bei aller Liebe zu meinen Hunden - der Rudelführer bin aber immernoch ich und so wird es immer bleiben . Hundeerziehung ist , das sagte ich an anderer Stelle schon mal , Zuckerbrot und Peitsche !
Das kann man natürlich verschieden interprätieren , ich jedenfals halte mich daran und bin bis jetzt sehr gut damit gefahren .
Gruß Torsten
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es ist egal gegen Wen oder Was man kämpft, wichtig ist Wofür...!

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Old 25-05-2004, 16:25   #3
Danje
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Hallo Beo und Torsten,
sehr gut und verständlich ausgedrückt von Torsten!! Mein Räuber ist auch von der dominanten Sorte und bei uns ist es noch extremer mit seinem Bewachen, denn er hat 3 zweibeinige Weiber und seine vierbeinige *Angetraute* in seinem Rudel. Es scheint wirklich an seinem Beschützerinstinkt zu liegen, wie er sich verhält. Wenn ich alleine mit ihm weg bin, z.B. auf dem Hundeplatz, verhält er sich viel ruhiger, als wenn seine Sina und/oder meine Mädels noch dabei sind.
Aber wie Torsten schon gesagt hat, da muss man als *Rudelführer* grundsätzlich und bestimmt durchgreifen und dem Hund zeigen wer der Chef ist. Bei uns zu Hause funktioniert das mit Besuch schon ganz gut, da ich ihm immer sage, dass es MEIN Besuch ist und er dazu nichts zu melden hat. Und keine Angst, Beo - wenn du wirklich mal in Gefahr sein solltest, wird dein Hund dich dennoch beschützen; jeder Hund mit klarem Verstand kann abwägen, ob sein *Alphatier* auf sich alleine acht geben kann, oder ob er Hilfe braucht.

Viel Erfolg - und halt uns auf dem Laufenden

LG Wulfin und ihr Hagener Rudel *wedel*
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Old 25-05-2004, 23:59   #4
Beowulf
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Hallo!
Danke für die Antwort. Ich gehöhre zu der konsequenten Haltersorte. Es ist nur leider eine peinliche Situation wenn Hundi die Leute in ihren eigenen Garten anbrummt. Werde ihn mal die nächste Zeit bei mir liegen lassen. Ich lasse das Gebrumme nicht durchgehen, aber die Leute sind doch erst mal irritiert.

Gruss
Beowulf
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Old 08-06-2004, 19:59   #5
Beowulf
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Hallo!
War mal für ein paar Tage an der Ostsee, zum ausspannen. Schönes Wetter und am Strand liegen. Es war eine gute Möglichkeit, den Hund zu beobachten, da viele Leute am Strand langkamen oder in der Nähe lagen. Er hat keinen bestimmten Typ auf dem Kieker, sondern springt auf ein bestimmtes Verhalten der Leute an. Es sind nicht die, die sich "freundlich" verhalten, sondern die, die uns ignorieren. Also weder ansprechen noch ansehen, sondern desinteressiert eng an uns vorbeigehen. Es war ein gutes Übungsfeld, da ja nicht Leute in ihren eigenen Terotorium angebrummt wurden. An einen Strand versteht jeder, der zu nahe ist, das ein Hund bewacht. Desweiteren musste er sofort bei mir liegen, wenn Leute kamen. Hat ihm zwar nicht gepasst, aber ich hoffe, dass er jetzt nicht meint, sofort zu mir zu kommen um mich zu beschützen. Also der Schuss nach hinten losgeht. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Gruss
Beowulf
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