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Erziehung & Charakter Was muss man bei einem Welpen beachten, wie sozialisiere ich ihn, die meisten allgemeinen Probleme mit dem TWH, wie löse ich sie

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Old 21-02-2005, 10:50   #1
Silvester
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Jagdtrieb

Zunächst einmal grüße ich alle hier- habe aus verschiedenen Gründen über Jahre nichts mehr geschrieben, möchte aber gerne mal eine kleine Umfrage bezüglich des Jagdtriebs der von anderen Haltern gemachten Erfahrungen starten. Ich weiß natürlich sehr wohl, daß dies eine etwas heikle Frage ist, da das Jagen-lassen und der evtl. "Jagderfolg" von Hunden in Deutschland illegal ist, so man selbst nicht im Besitz eines Jagdscheins und entsprechenden Reviers ist und keinen ausgebildeten Jagdhund führt.

Ich hoffe aber, daß die Anonymität dieses Mediums genügend Spielraum zur Umfrage bzw. Diskussion bieten wird .

Um Rückfragen und Irritationen zu vermeiden, möchte ich vorab mitteilen, daß die nachfolgenden Dinge in Polen stattfanden, wo einer meiner Verwandten Förster ist- und ich bin auch im Besitz eines deutschen Jagdscheins!

Ich besitze seit nunmehr 9 Jahren einen TWH-Rüden, den ich mir als 8-wöchigen Welpen in Tschechien gekauft habe.
Zu dieser Zeit lebte ich inder Nähe von Dresden, von wo aus es nach Tschechien und Polen nicht weit ist, und da mein o.g. Verwandter ( der vorher von TWHs noch nie etwas gehört hatte) von der Rasse sofort fasziniert war, nahmen wir meinen Rüden schon als Welpen oft mit ins Revier, ohne aber irgendwelche jagdliche Ausbildung mit ihm zu betreiben.
Ein "Lernen durch Nachahmen "war auch nicht möglich, da mein Verwandter nur einen Teckel zur Bauarbeit und Nachsuche führt und dieser bei allen Gängen ins Revier nicht mit von der Partie war. Tatsächlich haben wir beide Hunde niemals zusammen mitgenommen.

Da Mariusz und ich beide sehr interessiert am natürlichen Verhalten meines TWH bezüglich Wild waren, haben wir stets versucht ihn in dieser Richtung so wenig wie möglich zu beeinflussen. (Also keinerlei Kommandos, Ansetzen auf Fährten oder andere Dinge der Jagdhundausbildung).
Zunächst war auffallend, daß "Wodan" im Revier schon als Welpe unter 6 Monaten sehr aufmerksam war. von der Notwendigkeit der Erstmotivation, Vertrautmachen mit erlegtem Wild zur Geruchsgewöhnung usw. wie bei Jagdhunden üblich hatten wir Abstand genommen und sie war auch nicht nötig.Ferner war hundeunüblich, daß er bis etwa zum gleichen Alter ( 6 Monate) selbst in menschlicher Begleitung im Revier nur ungern über freies, ungedeckter Gelände lief. Eigenartigerweise zeigte er dieses Verhalten in der Stadt, selbst in Parks, in keiner Weise.
"Wodan" war von Anfang an sehr interessiert an Wildfährten, Losung und auch an allen akustischen Reizen, z.B.der Lautgebung von Rehwild oder Füchsen.( Wir haben ihn im Revier stets ohne Leine geführt).
Sein natürlicher Appell, d.h. sein folgen auf unsere Ortsveränderung war immer ausreichend, ihm in unserer Nähe zu halten. Das hat sich erst nachdem er über 13 Monate alt war ,geändert. Gelockt habe ich ihn im Revier nie mit den üblichen Kommandos, sondern nur mit einem leisen aber scharfen "sssssst" - Laut, wie ich es auch oft bei meinen früheren Jagdhunden ( Deutsch- Kurzhaar) getan habe. ( Das ist unauffälliger, für den Hund aus der Nähe trotzdem gut zu hören und vergrämt das Wild nicht)
Im Alter von 10,5 Monaten hat er dann in einem sumpfigen Wiesenbereich sein erstes, weder angebleites noch sonstwie krankes Schmalreh gerissen.
Dabei war auffällig, daß er erfahrungslos gezielt den Kehlgriff anwandte, was ich bei keinem Jagdhund in diesem Alter und ohne vorherigen Erfolg oder Training gesehen oder von dem ich gehört hätte.

Von einer Verteidigung seiner Beute bei unserer Annäherung - was demgegenüber viele Jagdhunde bei Ersterfolg zunächst durch Knurren oder auch Drohschnappen tun- war hingegen weder zu diesem Zeitpunkt noch jemals später etwas zu bemerken.

Hingegen hat sofort das Stück angeschnitten und versucht, so viel wie möglich davon zu verzehren. Auch das tut er gelegentlich- trotz sofortiger entsprechender gegenteiliger Erziehungsmaßnahmen- heute noch, so daß er als tatsächlich als Jagdhund nicht sehr zuverlässig und geeignet ist.

Des Weiteren erwies es sich trotz langen Trainings als unmöglich, ihm irgendeine Form von Spur- oder Sichtlaut beizubringen, auch Totverbellen
konnte er nicht lernen. Sein Jagen erfolgt stets völlig ohne Lautgebung.
Dabei bellt er ansonsten in anderen Situationen ganz wie andere Hunde( wenn auch sehr wenig)
ein wölfisches Heulen habe ich aber von ihm nie gehört.

Als klassischen Jagdhund kann ich ihn daher nicht verwenden. ( Ich habe noch eine Deutsch- Kurzhaar Hündin von 3,5 Jahren).

Hinsichtlich seines Jagdverhaltens ist zu sagen , daß er viel weniger als Jagdhunde spürt ( d.h. Fährten folgt und mit der Nase arbeitet), sondern stark optisch und akustisch orientiert ist. Obwohl er in Punkto Laufgeschwindigkeitkeit nicht mit meiner Jola konkurrieren kann, hat er beim Packen und Reissen von Stücken wesentlich mehr und schnelleren Erfolg als diese.
Er ist ausgesprochen " raubzeugscharf", d.h. Katzen, Marder oder auch Füchse würgt er ,wenn notwendig ,in kürzester Zeit ab.

Es würde mich sehr interessieren, zu erfahren ob es weitere Halter gibt, die wie ich einen TWH als Jagdhund führen und einsetzen, ich habe in meinen Jägerkreisen noch von keinem gehört, deshalb nun diese Bitte um Antwort .

Ansonsten bin ich auch über alle Anworten hinsichtlich Jagdverhaltens eurer Hunde sehr interessiert

Bis bald, ich freue mich auf eure Antworten

Smartwolf
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Old 21-02-2005, 11:53   #2
Dajka
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Hallo Smartwolf,
1.Der TW ist ein Schäferhund und kein Jagdhund

kenne einen Jäger und war schon ab und zu mit ihm spazieren im Wald.

Mit meiner TW Hündin geb.1996, zeigt sie an in welcher Richtung das Wild steht.
geht aber nicht von alleine jagen, der jagdtrieb ist vorhanden,kann aber von einer spur leicht abgerufen werden.
auch brauchen katzen sie nicht zu fürchten, da ich ihr das jagen und hetzen abtrainiert hab.

TW, die die nächsten Verwandten zum Deutschen Schäferhund sind und somit zur FCI-Gruppe 1 gehören,sind als Jagdhunde untauglich.

In der neuen SV-Zeitung steht ein super Artikel über Sinn und Zweck der Hundeausbildung, und woher das schlechte Image von Schäferhunden kommt.

gruß birgit
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Old 21-02-2005, 12:55   #3
hanninadina
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Interessanter Bericht, denn du schreibst, Smartwolf.

Zunächst zu Birgit: Der TWH ist nicht nur Schäferhund, sondern hat Wolf in sich und zwar mehr als ein "normaler" Hund. Bei meiner TWHündin sind in der 6., 7. und 8. Generation 28x der Wolf drin. Davon natürlich mehrmals derselbe.

Der DSH gehört in die FCi-Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde! Dass er deshalb als Jagdhund ungeeignet sein soll, ist mir absolut neu. Und weißt du warum, weil das Hüten von z.B. Schafen nichts anders ist, als das kanalisierte Jagen von Schafen! Das Thema, dass Hütehund genauso einen starken Jagdtrieb haben, wie ein Jagdhund hatten wir hier auch schon mal vor einem Jahr oder so.

Was glaubst du eigentlich, was ein Border Collie macht, der sich geduckt vor die herde legt und auf einen (vom Schäfer gestatten) (Jagd)sprint zur Herde wartet, um sie dahin zu treiben, wo der Schäfer sie hin haben möchte? Es zeigt sich wieder, das 30 Jahre Hundeerfahrung gar nichts heißen!!

Deine Ausführungen Smartwolf decken sich und bestätigen meine Beobachtungen, die an unserer knapp 13 Monate alten TWHündin mache. Sie liebt Jagdspiele, die sie mit unserem Briardrüden durchführt. Wenn ich z.B. beide von der Leine lasse, dann laufen sie ca. 200 m nebeneinanderher und sie versucht immer wieder ihn in den Hals/Kehle/Kopf zu beißen. Oder er schnüffelt so vor sich hin und sie kommt mit einem 50 Sprint angelaufen und springt in seiner Höhe volles messer auf ihn zu und versucht ihn beim Vorbeisprinten inden Hals/Kehle/Kopf zu beißen. Dass ist ihr absolut liebstes Spiel mit ihm!

Ich habe ca. 10 Wolfsdokumentationen, wo auch viele Jagdszenen sowohl von erwachsenen als auch von jungen 1jährigen Wölfen zu sehen sind. Und gerade die jungen spielen genauso verrückte Spiele, wie ich sie bei Myla beobachten kann. Mir tut mein Rüde manches mal Leid, aber häufig hat er auch Spass dran und fordert Myla auf. Es geht dabei schon heftig zur Sache.

Deine Beobachtungen, dass ein TWH nicht erst lernen muss in die Kehle zu beißen, deckt sich meiner Meinung nach mit den noch spielerisch ausgeführten Angriffen meiner jungen Hündin.

Ansonsten geht Myla schon mal 300 - 400 m hinter Wild her. Hannibal kann ich nach ca. 150 m abrufen. Wenn Myla dann merkt, dass sie allein ist, kommt sie auch gelaufen. Ich glaube aber schon, dass wenn sie erwachsen ist, dass sie dann weiter hinter her geht.

Es gibt hier ein paar Spezialisten, die ihre TWHs mit Strom im Wald usw. führen, um das Jagen zu unterbinden. Vielleicht können die sich ja hier beteiligen.

Spannend finde ich es schon, wie du deinen Hund seinem Instinkt nachgehen läßt.

Zum Thema anonym, eigentlich schreibt hier jeder offen.

Grüße

Christian
hanninadina jest offline  
Old 21-02-2005, 13:48   #4
Dajka
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Sehr geehrter Christian....

Diese Aussage stammt nicht von mir, sondern vom Jagdverband!

So long
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Old 21-02-2005, 16:02   #5
Danje
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Hi Dajka,
ich könnte da ein paar Tipps von dir gebrauchen, wie du deiner Hündin beigebracht hast mit Katzen friedlich umzugehn.
Dies ist kein Scherz oder gar Ironie; ich bräuchte wirklich dringend brauchbare Ratschläge.

Grüße,
Wulfin
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Old 21-02-2005, 16:07   #6
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hallo wulfin,

geb dir die tage bescheid
bis denne
birgit
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Old 22-02-2005, 11:08   #7
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Hallöchen, Christian ich glaub hier wird an einander vorbei geredet. Weder der Border Collie, noch der Schäferhund sind gute Jagdhunde.
Ein Jagdhund (der wirklich zur Jagd des Menschen mit genommen wird) darf nicht selbst jagen. Es gibt Rassen die sind zum aufstöbern da und es gibt Rassen wie Retriever z.B. die sollen das geschossene Wild bringen. Aber selbst jagen ist nicht gestattet.
Natürlich hast du recht das Border Collie und Schäferhund nicht weit von einander entscheiden, es sind beides Rassen die zum hüten und treiben der Schafe eingesetzt werden/wurden.
Und auch der THW könnte (wenn man es richtig anstellt) zum hüten der Schafe eingesetzt werden.
Man muss aber beachten das Border Collies ein sehr starken hüte trieb haben und das auch bei falscher Haltung und unterforderung zu starken Problemen kommen kann. Z.B. gibt es Border Collies die auf der Strasse Menschen umkreisen und anbellen oder sich auf der nächst besten Weide Kühe schnappen und ihren trieb ausleben...das wird bei einem Schäferhund kaum der Fall sein, genaus so wie beim TWH. Sie ähneln sich zwar, aber sind nun mal anders gezüchtet worden.
Aber diese drei Rassen, wären auch in der Lage eigenständig zu jagen wenn man sie liese. Ich bin mir sicher (merk ich auch bei meinem Leo) das der TWH da stark im Vorteil wäre.
Auch hier liegt es wieder meiner Meinung nach an der Zucht. Die TWHs sind noch sehr natürlich und haben ihre urinstinke (oder wie man das auch nennen möchte) behalten. Sie wissen vieles ohne es vorher gelernt zu haben.
Z.B. der Kehlbiss oder das jagen...das ist jetzt ein schlechtes Beispiel, aber ich möchte es euch trotzdem schreiben. Ich züchte Frettchen und wer Fretts kennt, weiß das sie nah verwant mit Marder und Iltis sind. Frettchen sind zwar Haustier, aber würde ich sie frei lassen, wären sie eine der besten jäger auch wenn sie nie vorher eine Maus oder ähnl. gefangen, geschweige gesehen haben.
Frettchen werde auch oft zur Jagd auf Hasen eingesetzt. Sie werden in den Bau geschickt, um die Tiere raus zu treiben. Aber dabei tragen sie immer einen Maulkorb! Das hat auch sein guten Grund, denn ein Frettchen brauch nicht erst beigebracht zu werden, daß ein Hase = Futter bedeutet. Würde man sie ohne reinschicken, würde das Frettchen erst nach stunden wieder raus kommen...bis es satt ist natürlich
Ich hab ein Versuch bei meinen Frettchen mal gemacht. Ich hab eine lebende Maus (ich weiß das ist in Deutschland verboten) mit ins Gehege genommen und sie meinem Rüden gezeigt. Ohne das er vorher jemals so etwas gesehen hat, hättet ihr mal seine Augen sehen sollen. So ein wilden Blick hab ich vorher noch nie in Frettchen Augen gesehen. Ich hab die Maus auf den Boden gesetzt um zu sehen wie meine Fretts reagieren. Mein Rüde ist gleich drauf los und hat sich die Maus geschnappt. Allerdings wusste er da noch nicht wo er zubeissen muss. Nachdem die Maus aber anfing sich zu wehren, biss er sofort in den Hals, als wenn er das schon Jahre gelernt hätte...ich möchte euch damit nur meine Meinung über das "wilde jagen" erklären. Ich bin mir sicher das es viele Hunde gibt die selbst erfolg beim jagen hätten und erst recht unsere Wolfshunde!
Aber Jagdhunde und Hunde die selbst jagen könnten...das sind zwei verschiedene Sachen.

Nun zu meinem Hund. Leo wäre ein sehr guter jäger, wenn ich ihn lassen würde.
Wenn ich auf den Feldern mit den Hunden spazieren gehe muss ich schon sehr auf ihn aufpassen. Er jagd auch nach Sicht, also Tiere die weg laufen/fliegen, aber er geht auch stark Spuren von Wild hinterher und das macht es nicht immer einfach. Ich lauf in einem Gebiet, wo die Hunde eigentlich gut frei laufen können, weil man weit sehen kann ob jemand kommt (Mensch/Hund) oder Wild uns den Weg kreuzt, aber das reicht bei Leo nicht. Es gibt Tage da ist er richtig nach jagt aus und sucht sich die nächst beste Fährte und verfolgt sie mehrere Hundert meter weit. Wenn ich ihn nicht rufen und aus seinem "Traum" reißen würde, wären es mehr als nur paar hundert meter. Normalerweise läuft er nicht weit alleine, dafür ist er auch viel zu ängstlich, aber sein trieb zum selbstständigen Jagen lässt ihn sogar seine Angst vergessen. Ich finde das unsere Wolfshunde allgemein eine sehr selbstständige Rasse ist und vieles gern mal alleine ausprobiert. Dagegen ist mein Schäfer-Mix ein kleiner Dummkopf er tut das was man ihm sagt und Probiert recht wenig alleine aus. Natürlich kann er jagen, hat leider auch schon Erfolg gehabt und somit ist er bei Wild das wegläuft kaum zu halten, aber er würde keine Spur selbst verfolgen. Obwohl ich mit ihm ab und zu Fährten geh und er weiß was Spuren sind...aber selbstständig jagen? Da sieht er keinen Sinn drin. Wenn etwas vor ihm wegläuft, dann natürlich ja, aber da werden auch natürliche Reize im Hund geweckt.
Leo ist da anders. Ich will nicht sagen uriger, aber ich finde ein sehr natürlicher Hund...ein Hund der dem Wolf sehr nahe ist im Verhalten. Ist auch klar, es steckt viel mehr Wolf drin als in anderen Rassen. Aber manchmal hör ich hier im Forum raus das manche den Wolfshund eher unter Schäferhund einordnen würden, als mehr zum Wolf. Ich würde jedenfalls MEIN Wolfshund zum Wolf einordnen, da ich selbst viel mit Schäferhunden gearbeitet habe und ein ein Hund mit 3/4 Schäferhund, der vom Verhalten ganz nach Schäfer. kommt. Schäferhunde arbeiten um uns zu gefallen. Sie führen freiwillig unsere Befehle aus, ganz egal wie blöd sie sind. Sie sind fasst zu jeder Arbeit zu gebrauchen...da ist mein Wolfshund ganz anders. Er befolgt nicht blind Befehle, ich denke das er oft überlegt ob das wirklich einen Sinn hat, einen Sinn der ihm zu gute kommt und manchmal tut er mir auch einen gefallen und macht etwas für mich, weil er weiß das ich mich dann freu.

Jetzt hab ich ein Roman geschrieben und vergessen was ich eigentlich alles schreiben wollte...

Egal, ich wünsch allen ein schönen Tag

LG Nicole & Rudel
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Old 22-02-2005, 11:17   #8
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Ah ich weiß was ich vergessen hab. So wie Christian das Verhalten von Myla beschreibt, mit dem anderen Hund. Das macht Leo bei Kimba auch.
Er übt richtig das anpirschen und angreifen bei Kimba. Wenn wir spazieren gehen und die Hunde trennen sich für paar Meter, dann liegt Leo oft hinter der nächsten Hecke und wartet bis Kimba vorbei kommt und er springt ihn dann wie ein kleiner Wolf an, mit Kehl oder Kopfbiss und dann wird zum gemeinsamen Sprint eingeladen...das machen meine Fretts übrigens auch wenn sie jung sind und viel Spielen
Sowas beobachtet man viel bei jungen Hunden, aber ich habs noch nicht so extrem wie bei Leo gesehen. Machen eure das auch? Sehr ihr unterschiede beim Spielen im Vergleich zu anderen jungen Hunder, anderer Rasse?

LG Nicole & Rudel
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Old 22-02-2005, 11:58   #9
Dajka
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Hallo Nicole,

meine befolgen Befehle ohne nachzudenken sofort! Das wird nicht hinterfragt.
Meine hatte sich mal etwas von meiner freundin ihrem terrier abgeschaut,nachdem sie eine woche dort war,nämlich erst zu schauen,warum werde ich gerufen.
Neulich, als die Katze unserer Nachbarin quasi ihr vor der Nase aufsprang,
jagte sie ihr kurz hinterher, bis mein Ruf sie erreichte, dann brach sie ab, blieb stehen und kam dann zurück!

Beim Spielen kann ich bei mir feststellen,dass sich Rottis,Dobermänner, Bullterrier, Boxer und Belgische Schäferhunde am besten harmonieren...
Die Rassen können beim Spiel mithalten und sind unter Umständen sogar noch ausdauernder...Z.B. Ankas Freund ein Dober-Mix will noch Spielen,während ihr schon die Puste ausgeht

Zu Danielas Frage:
Mit den Katzen in der Nachbarschaft, mit viel Geduld, Konsequenz, Neins, Leinenruck und Ablenkung durch Leckerlis oder Spielzeug und wichtig viiieeel Lob!Schnauzengriff im Notfall
Mit Einzelnen Hunden beginnen, und langsam
ich schick dir meine phonnummer unter pn

see you birgit

P.S. an Ralf zu deiner frage:
meinen Hunden trau ich soweit,ich sie sehen kann...oder werfen....
dasselbe gilt für meine Kleinkinder,wenn man die werder hört noch sieht wirds gefährlich....
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Old 22-02-2005, 12:44   #10
hanninadina
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Schön geschrieben, Nicole, mit Leo hinter der Hecke, solche Aktionen kenne ich auch. Da habe ich auch das Gefühl, dass sie sich wirklich Spässe "ausdenkt". Das was Birgit schreibt, ist bei einem großen Hund sicherlich wünschenswert, dass er nicht erst "hinterfragt", warum werde ich gerade abgerufen. Mein Briard macht das auch, er schaut erst nochmal, warum werde ich eigentlich gerufen. Aber ich übe jeden Tag auf das Neue ihn auch abzurufen, wenn nichts da ist. Das habe ich am Anfangsicher falsch gemacht.

Auch frage ich mich, ob mir da ein bißchen die Konsequenz abgeht. Ich habe - gebe ich gerne zu - nicht 30 Jahre Hundeerfahrung, sondern erst 7. Ich musste sehr sehr viel lernen und lerne jeden Tag dazu.

Zum Thema Jagdhund darf nicht jagen, ich bin kein Jäger, aber ein alter Freund von mir erzählte mir vor ein paar Wochen von den beiden deutschen Kurzhaarjagdhunden seines Vaters, der 50 Jahre Jäger war. Er hat mir anschaulich beschrieben, wie die beiden gerne hinter Wild her gegangen sind. Und von anderen weiß ich das auch. Ein Jagdhund geht nicht nur auf Spuren, sondern er "jagt" das Wild auch.

Zum Thema Hütehunde = Jagdhunde kann ich gerne vertiefend vortragen. Da ich ja auch ein Briardfan bin und im club und Hanni ein Deckrüde ist, habe ich mich auch sehr viel mit Literatur dazu beschäft. Es ist eben so, hüten ist kanalisiertes Jagen.

Schöne Woche noch

Christian

P.S.: Ich finde auch,dass ein TWH mit gewissem "Nachdenken" aggiert. Er ist eben nicht so "gutgläubig" wie ein DSH.
hanninadina jest offline  
Old 22-02-2005, 16:22   #11
Vincent
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An alle" Jaeger"
lest mal die aktuellen Hundeverordnungen und dann ueberlegt nochmal ob Ihr Aeusserungen zu diesem Thema öffentlich abgebt. Wenn Euer TWH
eine Katze auf den Baum gejagt hat oder andere "Laufstudien" gezeigt hat habt Ihr einen Gefaehrlichen Hund mit allen dazugehoerigen Auflagen.

Jagdscheininhaber geniessen eine Sonderstellung, sollten diese natuerliche Form der Jagd aber erst ab einer Rudelgroesse von 4 TWH sinnvoll ausueben.

Das sind aber Lagerfeuerthemen.

Waidmannsheil
Vincent jest offline  
Old 22-02-2005, 16:42   #12
Dajka
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vincent,
lass gut sein, dann ist jeder hund gefährlich...
ausserdem ist meine quasi über die katze gefallen, die ist dann hoch vor schreck, 15 m gerannt und dann blieb sie stehen nachdem dann beide über die schrecksekunde hinaus waren.denn bella so des katzens name latscht ab und an mal kurz durch unser haus am hund vorbei und geht dann wieder.ausserdem gibts da kein baum,ist ein bauplatz.
katze und nachbarin sind beide wohlauf...geh jetzt ihr aquarium putzen!
ciao
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Dajka jest offline  
Old 22-02-2005, 16:54   #13
Vincent
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Wir koennen ja eine Vorlagensammlung mit Anhoerungsschreiben fuer das Ordnungsamt aufbauen und ein Sommercamp " Wesenstest" veranstalten.
Der will nur spielen zieht nicht mehr.
Vincent jest offline  
Old 26-02-2005, 19:53   #14
citywolf
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Ich schließe mich Vincent voll und ganz an.

Was wollen wir haben? Einen gut verträglichen Begleiter, egal ob nur so od. sportlich geführt, dessen Wesen wir richtig einschätzen können u. uns dementsprechend verhalten ( also Hunde mit Jagdambitionen anleinen) od. einen Wolf, der möglichst wild ist u. "natürlich" gehalten wird und ganz schnell auf die Liste der gefährlichen Hunde kommt, was also Maulkorbzwang u. jede Menge andere Auflagen bedeutet?

Meiner Meinung nach haben alle TWHs genau wie viele andere Rassen auch einen mehr od. weniger stark ausgeprägten Jagdtrieb. Und wenn dieser nicht unterbunden sondern im Gegenteil sogar gefördert wird, wird der TWH wohl in der Lage sein, sich selbst zu ernähren.
Da das in Deutschland - sinnvollerweise - nicht erlaubt ist, sollten wir unsere Energie daran setzen, dem Hund das Jagen abzugewöhnen od. so ehrlich sein zu sagen "mein Hund würde jagen, also bleibt er an der Leine". So wie es z. B. bei unseren Hunden der Fall ist.

Gruß Marion
citywolf jest offline  
Old 27-02-2005, 01:01   #15
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Ganz meine Meinung, ich habe das Glück, daß ich meine abrufen kann, ist aber wahrscheinlich die Ausnahme.
Ralf
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Old 27-02-2005, 02:07   #16
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Es gibt Hunde, die lassen sich abrufen, bei anderen kann man machen was man will. Denen geht das am "Leck-misch" vorbei!

Von einem Abgewöhnen der Jagd mittelst Telet. sei jedoch abgeraten.
Werde dazu bei Gelegenheit mal eine Info reinstellen.
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Old 27-02-2005, 10:32   #17
Silver_Fox
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Hallöchen, ich versteh gar nicht was hier los ist. Das es Deutschland verboten ist, ist uns doch allen klar und das es nicht sinnvoll ist das jagen auch noch zu fördern ist selbstverständlich. Aber die Frage war doch wie unsere Hunde sich verhalten oder hab ich was überlesen???
Ich z.B. habe nur das Verhalten von Leo beschrieben und nicht das ich ihn absichtlich jagen lassen würde...wo leben wir denn? Ich brauch kein Wolf, ich hab mir ein Hund angeschafft und das soll er auch bleiben. Allerdings müssen die meisten von uns doch zustimmen das ihre Hunde eher zum jagen neigen und auch bei der Sache gut wären, wenn man sie liese.
Ich lass meinen nicht mal Schmetterlinge jagen, weil er sehr zum jagen neigt und auch schon Erfolg hatte. Ich versuche es zu unterbinden wo ich kann, aber was ich vom jagen halte und wie ich ihm das abgewöhne...davon war doch hier nicht die Rede oder?
Jetzt traut sich also keiner mehr zu schreiben wie sein Hund reagiert...versteh das nicht. Nur weil man sein Verhalten schreibt, brauch der Hund kein Maulkorb oder ähnl. nur wenn er jagen darf siehts schlecht aus...

LG Nicole & Rudel
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LG Nicole
Silver_Fox jest offline  
Old 27-02-2005, 15:06   #18
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Nur weil ein Hund z.B. Mäuse jagd ist er noch kein Jäger - dürfte auch für Schmetterlinge gelten -. Empfehle mal das sehr gute und gerade in neuer Auflage erschiene buch von Günther Bloch der Wolf im Hundepelz, der dazu Ausführungen macht.

Ansonsten denke ich auch, dass der TWH eher ein "Jäger" ist. Ich frage mich natürlich wie man einen TWH vernünftig und artgerecht führen kann, wenn man ihn nur an der Leine führt? Es gibt doch überall in Deutschland freie Fläche, wie Äcker usw., wo man einen Hund frei laufen lassen kann und dabei auch eine gute freie und weite Sicht hat? Warum dürfen denn da noch nichtmal die Hunde frei laufen, oder doch? Also Myla liebt es zu schnüffeln, mal einen Sprint einzulegen oder zu Hannibal zu laufen oder Hanni fordert sie zum Gambeln auf und beide flitzen über Feld und Wiesen und freuen sich einfach nur. Obgleich auch beide am Rad gut laufen, so ist das was ganz anderes weil sie da fremdbestimmt sind. Ein Hund rennt ja nicht nur, sondern er möchte auch mal schnüffeln und stehen bleiben und flitzt dann wieder hinter mir auf dem MTB her.

Ich bin echt erstaunt, dass es Leute hier gibt, die ihre Hunde nur an der Leine führen draußen in weiter Flur.

Schönen Sonntag noch.

Christian
hanninadina jest offline  
Old 27-02-2005, 18:20   #19
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Hallöchen, ich habe meine Hunde selten an der Leine. Leo zur Zeit ab und zu an der Schleppleine, wenn ich weiß das Gefahr besteht das wir auf Wild treffen. Ich bin auch der Meinung das ein Hund auch Hund sein muss und darf, dazu gehört auch das frei sein. Ich hab hier allerdings nichts davon gelesen das jemand sein Hund nicht von der Leine lässt.
Meine Hunde dürfen allerdings nicht auf eigene Faust jagen und Schmetterlinge gehören dazu...der Grund ist ganz einfach. Kennt ihr Hunde die nach allem schnappen was fliegt? Fliegen, Bienen, Wespen??? Leo wurde bereits gestochen und das ist wirklich nicht witzig. Das jagen ist ein natürliches Verhalten, aber Hunde müssen lernen das wir das sagen haben und das gilt auch für das jagen...gejagt wird nur wenn ich es erlaube.

LG Nicole & Rudel
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Old 27-02-2005, 18:47   #20
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Hallo Silverfox,

"mein Hund würde jagen, also bleibt er an der Leine". So wie es bei unseren ist.

Schau mal 3-4 Eintragungen zurück unter Citywolf.

Grüße

Christian
hanninadina jest offline  
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